Berücksichtigung der Kosten für Nebenprodukte 

Verwendung

Bei einem Produktionsprozeß können Reststoffe (Nebenprodukte) anfallen, die automatisch bei der Herstellung der Kuppelprodukte entstehen. Die Ermittlung der Kosten für diese Nebenprodukte erfolgt nach der Restwertmethode: Die Herstellkosten für das Hauptprodukt ergeben sich aus den gesamten Kosten für den Fertigungsprozeß abzüglich den Werten für die Nebenprodukte. Die Kosten der Nebenprodukte stellen somit eine Kostenminderung des Hauptproduktes bzw. Prozesses dar.

Voraussetzungen

Auf der Stücklistenposition, auf der das Nebenprodukt eingetragen ist, ist das Kennzeichen Kuppelprodukt nicht gesetzt, sondern nur eine negative Menge eingetragen.

Funktionsumfang

In der Materialliste bzw. Stückliste zum Hauptprodukt oder zum Prozeß geben Sie das Nebenprodukt mit einer negativen Menge ein. Wenn das Nebenprodukt als "kalkulationsrelevant" gekennzeichnet ist, werden die Kosten für den ganzen Prozeß um die Kosten der Nebenprodukte reduziert.

Die Herstellkosten für ein Nebenprodukt können auf zwei Wegen ermittelt werden:

Wenn Sie die Kosten für Nebenprodukte nicht berücksichtigen wollen, müssen Sie das Kennzeichen "kalkulationsrelevant" in der Materiallistenposition zurücknehmen.