ALE/Verteilung in der Produktkostenplanung 
Verwendung
In der Produktkostenplanung können Sie die Funktionen des ALE nutzen zur Verteilung der Kostenschichtung
Voraussetzungen
Um eine Verteilung betriebswirtschaftlicher Prozesse und Funktionen mit ALE einzuführen, müssen Sie ein logisches Verteilungsmodell des Gesamtsystems aufbauen. Hier legen Sie fest, welche Anwendungen auf welchen Systemen laufen und welche Nachrichten die Anwendungen untereinander austauschen. Das Verteilungsmodell beschreibt somit den ALE-Nachrichtenfluß zwischen logischen Systemen. Sie bestimmen u.a., welche Stamm- und Bewegungsdaten ausgetauscht werden sollen und welche Steuerdaten den verteilten Systemen bekannt sein sollen. Sie legen im Verteilungsmodell daher auch fest, an welche Systeme Kalkulationsdaten verschickt werden sollen.
Weitere Informationen zur Vorgehensweise beim Vorbereiten und Modellieren der Verteilung finden Sie in der SAP-Bibliothek unter
ALE-Einführung und Überblick und im Einführungsleitfaden unter Anwendungsübergreifende Komponenten ® Verteilung (ALE).Sie müssen die entsprechenden Stamm- und Steuerdaten im
ALE-Customizing pflegen. Im Zielsystem muß das Customizing des Sendersystems vorhanden sein:Das Werk im Sendersystem, aus dem die Kostenschichtung verteilt werden soll, ist im Zielsystem als gespiegeltes Werk (oder auch Schattenwerk) vorhanden. Die Kostenschichtung wird an dieses Werk im Zielsystem verteilt.
Im Zielsystem müssen die Materialstämme mit Buchhaltungs- und Kalkulationssicht vorhanden sein. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der SAP-Bibliothek unter
Stammdatenverteilung
Beispiel für die Stammdatenverteilung
Funktionsumfang
Die Kalkulationsdaten können an bestimmte oder alle logischen Systeme verteilt werden, die im Verteilungsmodell für den Empfang von Kalkulationsdaten vorgesehen sind. Wenn Sie keine Angaben zum Zielsystem machen, werden die Daten an alle im Verteilungsmodell für den Empfang von Kalkulationsdaten vorgesehenen Systeme verteilt.
Sie erreichen diese Funktion über das Menü Rechnungswesen ® Controlling ® Produktkostenplanung ® Werkzeuge ® Materialkalkulation ® Verteilung ® Kostenschichtung.
Die zu verteilenden Kalkulationsdaten können Sie über Materialnummer, Klasse (zu einer Gruppe zusammengefaßte Materialien), Werk, Kalkulationsvariante, Kalkulationsversion, Kalkulationsstatus und Gültigkeit der Kalkulation auswählen. Die ausgewählten Daten werden vom System herausgesucht, in Idocs gefüllt und übertragen.
Sie können wählen, ob zur Auswahl passende
übertragen werden sollen. Wenn Sie hierzu keine Angaben machen, werden keine Kalkulationen verteilt.

Im Sendersystem freigegebene Plankalkulationen werden im Empfängersystem nicht automatisch freigegeben. Die Vormerkung ist erlaubt. Weitere Informationen finden Sie unter
Um mit Klassen zu arbeiten, ordnen Sie die gewünschten Materialien einer Klasse zu. Wählen Sie dazu Logistik
® Zentrale Funktionen ® Klassensystem ® Zuordnung ® Pflegen ® Objeke einer Klasse.Sie können zusätzlich folgende ALE-Funktionen nutzen:
Filter sind Bedingungen, die von Nachrichtentypen und BAPIs erfüllt werden müssen, damit sie über ALE verteilt werden können. Sie können hier festlegen, daß nur Materialien verschickt werden, die einer bestimmten, im Customizing hinterlegten Klasse zugeordnet wurden. Die Materialien in der Klasse können wie oben gepflegt werden.
Sie können festlegen, daß zusätzlich zu den Filterobjekten des Nachrichtentyps COPCPA die Filterobjekte aus einem Nachrichtentyp des Materials (z.B. MATMAS) zur Anwendung kommen. D. h., nur die Materialkalkulationen können verteilt werden, zu denen auch das Material verschickt werden kann.
Beide Funktionen aktivieren Sie im Verteilungsmodell im Customizing. Für die Filterfunktion ordnen Sie zusätzlich die entsprechende Klasse einem logischen System zu.
Siehe auch:
Integrationstechnologie ALE
ALE und das R/3-Vorgehensmodell
Technische Grundlagen zu ALE-Geschäftsprozessen
Steuerdatenverteilung
Stammdatenverteilung
Nachrichtenaustausch
Modellieren der Verteilung
Verteilungsmodell
IDoc
Klassen
Filter