Periodische Verrechnungen 

Verwendung

Im Rahmen von Verteilungen und Umlagen bzw. Prozeßumlagen werden Kosten, die während einer Geschäftsperiode auf einer Kostenstelle bzw. Geschäftsprozeß gesammelt wurden, nach vom Anwender definierten Schlüsseln weiterverrechnet. Bei der indirekten Leistungsverrechnung werden Mengen verrechnet. Die Verfahren werden daher auch als indirekte Verrechnungsmethoden bezeichnet, da nicht der Leistungsaustausch, sondern vom Anwender vordefinierte Schlüssel (wie beispielsweise Prozentsätze, Beträge, statistische Kennzahlen oder gebuchte Beträge) als Basis für die Kosten-/Mengenzurechnung gewählt werden.

Der Vorteil dieser Verfahren besteht in der leichten Handhabbarkeit: die Schlüssel sowie die Sender- und Empfängerbeziehungen sind in der Regel einmalig zu definieren.

Das mächtigste Werkzeug der Mengenrechnung ist die Template-Verrechnung. Bei dieser Methode werden die zu verrechnenden Mengen dynamisch mit Hilfe benutzerdefinierter Formeln und Funktionen aus dem operativen Umfeld des SAP-Systems ermittelt.

Verteilung und Umlage bzw. Prozeßumlage werden vor allem bei Kostenstellen bzw. Geschäftsprozessen angewendet, bei denen eine direkte Leistungsverrechnung nicht möglich ist, da die Tätigkeiten so heterogen sind, daß keine Leistungsarten definiert werden können oder eine Leistungserfassung zu aufwendig ist.

Voraussetzungen

Die Verrechnungen werden am Periodenende (im Rahmen des Periodenabschlusses) gestartet, wobei auf die vordefinierten Parameter Bezug genommen wird.

Zur Arbeit mit mehreren Währungen innerhalb der periodischen Verrechnung finden Sie Informationen unter Währungen bei der periodischen Verrechnung.