Im KPro existiert das Konzept der logischen Hyperlinks auf logische Dokumente. Der wichtigste Bestandteil eines logischen Hyperlinks auf ein logisches Dokument ist die ID des logischen Dokuments. Zur Laufzeit wir ein dynamisch hinzugefügter Kontextstring (Attributname1 = Attributwert1, Attributname2 = Attributwert2, ...) hinzugefügt, um den logischen Hyperlink aufzulösen und das physische Dokument und dessen Komponenten und den Content zu ermitteln. Dieser Prozeß wird als Kontextauflösung bezeichnet.

Eine Komponente repräsentiert genau eine Datei auf dem Content Server. Dadurch kann ein Dokument aus mehreren Dateien bestehen, was besonders bei HTML-Dokumenten häufig der Fall ist (HTML-Dokumente enthalten oft GIF-Dateien).
Physische Dokumente dagegen repräsentieren individuelle Dokumente und alles, was mit einem individuellen Dokument assoziiert ist (d.h. Komponenten). Da physische Dokumente auch die Eigenschaften von Dokumenten beinhalten, die eine bestimmte Version ausmachen, werden sie für den Prozeß der Kontextauflösung ausgewertet.
Logische Dokumente dagegen repräsentieren alle zu einer Collection gehörenden Dokumente. Somit beinalten sie auch alle physischen Dokumente. Logische Dokumente enthalten keinerlei relevanten Informationen für die Kontextauflösung und sind auch nicht dem Versionierungsprozeß unterworfen.
Logische Dokumente stellen eine Klammerung derjenigen physischen Dokumente dar, die logisch zu einer Gruppe gehören. Die Definition einer Gruppe und ihrer Eigenschaften hängt von der jeweiligen Client-Anwendung ab. Referenzen weisen immer auf logische Dokumente, wodurch ihre Unabhängigkeit vom Lebenszyklus der einzelnen Dokumente gewährleistet ist.

Zur gleichen Zeit können mehrere aktuelle Versionen (siehe auch:
Attribute des Benutzerkontextes |
Eigenschaften des Dokuments |
Anmeldesprache |
Sprache |
Viewer-Anwendung |
Format |
aktuelles Release des SAP-Systems |
Release des SAP-Systems, das für das Dokument definiert ist |
Wenn ein Dokument in der Collection existiert, für das alle Eigenschaften mit den Kontext-Attributen übereinstimmen, liefert der KPro dieses Dokument zurück. Sonst wird das Dokument zurückgeliefert, für das die meisten Eigenschaften übereinstimmen.
Eine Client-Anwendung des KPro kann zusätzliche Kontext-Attribute und Dokument-Eigenschaften definieren (siehe auch: Attribute).
Existieren mehrere Dokumente mit der gleichen Anzahl von übereinstimmenden Eigenschaften, dann wird die applikationsspezifische Kontextauflösung in Form von anwendungsspezifischen Funktionsbausteinen aktiviert. Diese Funktionsbausteine werten die zusätzlichen Attribute aus, um ein passendes Dokument zurückzuliefern, oder sie priorisieren Eigenschaften im Kontext der Anwendung.