Fortschreibung paralleler Währungen im CO-PA 

Verwendung

Um den Anforderungen international tätiger Unternehmen gerecht zu werden, können Sie Daten in der Ergebnisrechnung in parallelen Währungen fortschreiben: zum einen in einer globalen (Konzern-) Währung, zum anderen in einer lokalen (Firmen-) Währung.

Sie haben bei der Nutzung paralleler Währungen die Möglichkeit, entweder alle Geschäftsvorfälle nur in einer zentralen Ergebnisbereichswährung oder zusätzlich in der Währung des jeweiligen Buchungskreises zu führen. Diese Festlegung treffen Sie in den Attributen des Ergebnisbereichs.

Bei der Fortschreibung der Daten werden diese durch einen sogenannten Währungstyp unterschieden. Der Währungstyp bestimmt durchgängig im SAP-System, welche Währungen aus der Sicht der jeweiligen organisatorischen Einheit relevant sind. So ergibt sich z.B. die Buchungskreiswährung aus den Einstellungen, die im jeweiligen Buchungskreis hinterlegt sind. Analoges gilt für die Ergebnisbereichswährung.

Im CO-PA werden folgende Währungstypen genutzt:

Wann sollten Sie parallele Währungen fortschreiben?

Diese Frage soll anhand eines Beispiels einer typischen Konzern-Ergebnisrechnung beantwortet werden:

Ein international tätiger Konzern besteht aus der Zentrale mit Sitz in Deutschland und einer Tochtergesellschaft mit Sitz in Frankreich. Die Ergebnisbereichswährung ist Deutsche Mark und die Buchungskreiswährung der Tochtergesellschaft sind Französische Francs.

Durch den Einsatz von parallelen Währungen im CO-PA werden alle Geschäftsvorfälle der Tochtergesellschaft, die (im FI) in Buchungskreiswährung gebucht werden, im CO-PA sowohl in der Ergebnisbereichswährung als auch in der Buchungskreiswährung fortgeschrieben. Die Übernahme der beiden Werte in die Ergebnisrechnung erfolgt zum Transaktionszeitpunkt.

Die parallele Fortschreibung beider Währungen ist dann zu empfehlen, wenn der Konzern mit einem sich täglich ändernden Wechselkurs (von FRF in DM) arbeitet. Damit werden Wechselkursdifferenzen vermieden und die direkte Abstimmung mit der Finanzbuchhaltung möglich.

Die Ergebnisplanung kann dann pro Version entweder in Ergebnisbereichs- oder Buchungskreiswährung erfolgen. Die zweite Währung kann durch Umrechnung bspw. von einer in Buchungskreiswährung geführten Version in eine Version in Ergebnisbereichswährung zu einem Plankurs ermittelt werden.

Im Infosystem können Berichte sowohl in Ergebnisbereichs- als auch in Buchungskreiswährung erstellt werden.

Wann sollten Sie keine parallelen Währungen fortschreiben?

Wenn Sie statt mit sich täglich ändernden Wechselkursen mit periodischen Durchschnittskursen arbeiten, empfiehlt es sich nicht, parallele Währungen zu führen. Sie verdoppeln damit das Datenvolumen, ohne einen zusätzlichen Informationsgewinn zu erzielen. Für diesen Fall stehen alternative Umrechnungsfunktionen sowohl in der Planung als auch im Infosystem zur Verfügung, mit denen Sie Ihre in Ergebnisbereichswährung geführten Daten wieder mit einem periodischen Durchschnittskurs in Buchungskreiswährung umrechnen können.

 

Siehe auch:

Fortschreibung paralleler Währungen im Ist

Parallele Währungen in der Planung

Parallele Währungen im Infosystem