Manuelle Plandatenerfassung ausführen 
Verwendung
Im Rahmen Ihrer Absatz- und Ergebnisplanung erfolgt die manuelle Erfassung und die Anzeige von Plandaten über den
Planungseinstieg mittels der Planungsmethode Plandaten erfassen (bzw. Plandaten anzeigen). Sie können für einzelne Ergebnisobjekte Planwerte direkt erfassen und ändern.Voraussetzungen
Sie müssen eine Planungsebene und ein -paket definiert haben (siehe
Planungsinhalte festlegen) und eine Parametergruppe für die Planungsmethode Plandaten erfassen angelegt haben (siehe Manuelle Plandatenerfassung einrichten).Funktionsumfang
Sie können Plandaten über eine SAP-Maske erfassen bzw. anzeigen oder Microsoft Excel als Oberfläche aktivieren. Diese Festlegung erfolgt in der Parametergruppe. Für weitere Informationen zur Integration von Excel in der Planung lesen Sie den Abschnitt
Excel-Integration in der Planung.Bei der Erfassung stehen Ihnen verschiedenste wertverändernde
Planungsmethoden, z.B. zur Bewertung, Prognose oder Umwertung von Plandaten, sowie allgemeine Funktionen wie das Kopieren, Ausschneiden und Einfügen von Werten zur Verfügung. Die Planungsmethoden können Sie in der Parametergruppe auf der Registerkarte Methoden von der Verwendung ausschließen, so daß Sie bei der manuellen Plandatenerfassung nicht zur Verfügung stehen.Aktivitäten
Nach dem Ausführen der zur Planungsmethode gehörigen Parametergruppe wird Ihnen die im jeweiligen Planungslayout festgelegte Maske - das Übersichtsbild - angezeigt. Wenn in der ausgeführten Parametergruppe Microsoft Excel als Oberfläche festgelegt wurde, wird Excel integriert in das Übersichtsbild geöffnet.
Zum Periodenbild wechseln Sie über
. Dies ist eine (vom System automatisch aus dem Übersichtsbild erzeugtes) Maske, die die ursprünglichen Zeilendimensionen im Kopfbereich ergänzt und sämtliche Perioden in den Zeilen darstellt. Wenn Sie die Excel-Integration nutzen, kann kein Periodenbild erstellt werden.
Falls in dem zugehörigen Übersichtsbild die zeitliche Festlegung, also das Merkmal Periode/Jahr oder Woche/Jahr, in den Wertspalten definiert wurde, sind jedoch nur die Zeilen eingabebereit, die zum Zeithorizont der entsprechenden Spalte gehören.
Nächste/Vorige Kombination
Haben Sie im Kopfbereich des aktuellen Planungslayouts mehrere Werte zu einem Merkmal festgelegt, so können Sie im Übersichtsbild mit den Funktionen Nächste Kombination und Vorige Kombination weiterblättern.
Auf dem Periodenbild können Sie mit diesen Funktionen durch die (sich nun im Kopf befindlichen) Zeilen des Übersichtsbilds navigieren.
Voreinstellungen für Dezimal- und Wertdarstellung
Bei der Definition des Planungslayouts können sowohl die Anzahl der gewünschten Nachkommastellen als auch ein Skalierungsfaktor (z.B. Planung in 1000) pro Spalte (oder pro Zeile) vorbelegt werden. Eine Änderung dieser Voreinstellungen zum Planungszeitpunkt ist möglich.
Selektion der vorhandenen Planzahlen
Vor dem Verzweigen auf den Erfassungsschirm werden zu den zu planenden Ergebnisobjekten die bereits auf der Datenbank vorhandenen Planzahlen gelesen. Planen Sie auf einer höheren Ebene, wie z.B. Artikelgruppe, werden die Plandaten aller darunterliegenden Objekte, z.B. der Artikel, bottom-up aufsummiert. Die geänderten Planzahlen (genauer: die Veränderungen zu den bereits auf der Datenbank existierenden Zahlen) werden dann auf der höheren Ebene, z.B auf Artikelgruppenebene, auf die Datenbank weggeschrieben. Der Artikel bleibt in diesem Datenbanksatz initial (nicht zugeordnet, dargestellt mit '#').
In der Planungsebene ist bereits festgelegt, ob Sie die Planung auf Basis der Buchungsperioden des Ergebnisbereiches oder eine Wochenplanung (nur bei der kalkulatorischen Ergebnisrechnung) durchführen möchten. Beim Buchen werden die eingegebenen Wochenwerte automatisch kalendergerecht in die Buchungsperioden hochgerollt; auf den Buchungsperioden sehen Sie also die in Wochen und die in Perioden geplanten Werte. Umgekehrt werden die in den Perioden geplanten Werte nicht in die entsprechenden Kalenderwochen heruntergebrochen. Dieses Vorgehen ist vergleichbar mit dem Verdichten von auf Artikelebene erfaßten Plandaten zur Artikelgruppenebene. Planen Sie auf der Artikelgruppenebene, so werden die Daten auf Artikelebene auch nicht angezeigt.

Technischer Hinweis
Grundlage der Datenselektion ist die Objektebene. Abhängig von der Konfigurierung Ihres Systems kann dies, je nach Datenvolumen, zu längeren Laufzeiten führen. In diesem Fall sollten Sie eine Verdichtungsebene anlegen, die die Plandaten auf dieser Ebene bereits verdichtet speichert.
Falls die Daten aus einer Verdichtungsebene gelesen werden, wird dies während der Selektionsphase zur Information durch die Meldung ‘Selektion aus Verdichtungsebene’ angezeigt.
Siehe auch
Merkmalsableitung
Nach dem Lesen der Daten folgt generell eine automatische Ableitung der Merkmale nach den vorher im Customizing festgelegten Regeln. Siehe hierzu
Merkmalsableitung. Diese Merkmale stehen dann später zu Auswertungszwecken der erfaßten Planzahlen zur Verfügung. Bei einem eventuellen Fehler während der Ableitung ist das entsprechende Ergebnisobjekt nicht beplanbar, wird aber zur Information angezeigt. Im Ableitungsprotokoll können Sie sich informieren, weshalb die Ableitung nicht durchgeführt werden konnte. Ein Ergebnisobjekt können Sie sich mit der Funktion Weitere Merkmale als Ganzes (also inklusive der abgeleiteten Merkmale) anzeigen lassen.
Beachten Sie bitte, daß ein Merkmal nicht abgeleitet wird, wenn:
Sperrlogik
Um die gleichzeitige Planung von Ergebnisobjekten durch unterschiedliche Benutzer auszuschließen, werden die zu planenden Objekte von System gesperrt. Solange jedoch die zu planenden Objekte disjunkt sind, ist es möglich, parallele Planungen (auch Planungen derselben Planversion) durchzuführen. Es ist ebenfalls möglich, eine manuelle und maschinelle Planung (derselben Version) für unterschiedliche Objekte gleichzeitig durchzuführen.

Sie können z.B. in einer Planungssitzung die Objekte Artikelgruppe AG1 und alle Artikel (*) beplanen, während gleichzeitig ein Kollege die Objekte Artikelgruppe AG2 und alle Artikel beplant.
Erfassungswährung
In der Ergebnisrechnung werden die Daten grundsätzlich in der Währung des jeweiligen Ergebnisbereichs auf der Datenbank abgespeichert.
Als Erfassungshilfe können Sie jedoch Ihre Plandaten in einer davon abweichenden Erfassungswährung eingeben bzw. anzeigen lassen. Dann werden die Daten nach der Eingabe automatisch in die Währung des Ergebnisbereichs umgerechnet bzw. vor der Anzeige in die Erfassungswährung konvertiert.
Die Umrechnung erfolgt periodengerecht; als Stichtag dient jeweils der erste Tag der Periode. Der Kurstyp (z.B. Geldkurs oder benutzerdefiniert) ist in der Planversion hinterlegt. Es werden nur Wertfelder umgerechnet, keine Mengenfelder.
Die Erfassungswährung können Sie auf drei verschiedene Arten festlegen:
Falls Sie Ihre Planzahlen in einer von der Währung des Ergebnisbereichs abweichenden Währung eingeben wollen, empfiehlt es sich, bei der Definition des Planungslayouts das Einheitenfeld als Attribut auszuwählen.

Die Erfassungswährung darf nicht mit dem Einsatz von parallelen Währungen in der Ergebnisplanung verwechselt werden, bei dem Sie sich entscheiden können, ob eine Planversion in Ergebnisbereichs- oder in Buchungskreiswährung gebucht werden. Siehe hierzu
Mengenfelder und Mengeneinheiten
Mengenfelder werden mit der Anzahl von Dezimalstellen dargestellt, die im Customizing für die zugehörige Mengeneinheit definiert wurde, wobei in der Ergebnisrechnung die Mengeneinheit eines jeden Wertfeldes ein eigenständiges Merkmal darstellt. Falls das Merkmal Mengeneinheit nicht in den Selektionsbedingungen der aktuellen Planungssitzung vorkommt, versucht das System, diese Mengeneinheit aus der Merkmalsableitung bzw. aus den Bewegungsdaten zu bestimmen. Im Falle einer Inkompatibilität ist das entsprechende Mengenfeld nicht beplanbar.
Eine solche Inkompatibilität liegt genau dann vor, wenn
Auch diese Felder werden auf Wunsch in einem entsprechenden Protokoll angezeigt.