Arbeiten mit dem Konfigurationsmanagement 

Einsatzmöglichkeiten

Dieser Prozeß gibt einen allgemeinen Überblick über die Arbeit mit dem Konfigurationsmanagement.

Die Reihenfolge der Arbeitsschritte in diesem Prozeß hat beispielhaften Charakter. Alle Arbeitsschritte mit Ausnahme von Schritt 1 können in jeder Lebensphase beliebig oft wiederholt werden.

Voraussetzungen

Sie haben die Einstellungen im Customizing des Konfigurationsmanagements vorgenommen.

Wenn Sie Baselines anlegen, müssen Sie zunächst in den Materialstammsätzen und Dokumentinfosätzen, deren Bearbeitungsstand Sie später reproduzieren wollen, das Kennzeichen Relevant für das Konfigurationsmanagement setzen.

Ablauf

Sie haben eine Idee für ein neues Produkt.

  1. Sie legen eine Konfigurationsdefinition an.

Zu diesem Zeitpunkt ist es nicht erforderlich, daß Sie bereits Materialstammsätze oder sonstige Daten zum neuen Produkt angelegt haben.

Wenn Sie die Konfigurationsdefinition anlegen, fordert das System Sie auf, ein Lebenszyklus-Profil auszuwählen. Ein Lebenszyklus-Profil wird im Customizing definiert und legt fest, welche Lebensphasen das Produkt durchläuft.

Das System legt automatisch die erste Konfigurationsmappe auf der ersten Lebensphase an.

Erste Konfigurationsmappe auf erster Lebensphase

  1. In der Konfigurationsmappe erfassen Sie das kontrollierte Objekt.

Dies kann z.B. ein Materialstammsatz sein. Wenn Sie den Materialstammsatz noch nicht angelegt haben, können Sie zunächst ein Muster für das kontrollierte Objekt erfassen.

Das System zeigt das kontrollierte Objekt am Kopf der Struktur der Konfigurationsmappe an (Bildbereich unten links – siehe Navigation in der CM Workbench).

Siehe: Kontrolliertes Objekt erfassen

  1. Sie stellen die Objekte, die das Produkt näher beschreiben, in der Struktur der Konfigurationsmappe zusammen. Dies können z.B. Dokumente und Stücklisten sein. Sie haben dazu zwei Möglichkeiten:
  1. Wenn Ihr Produkt oder Projekt in eine neue Lebensphase übergeht, legen Sie auf der neuen Phase eine neue Konfigurationsmappe ( Nachfolgermappe) an.

Nachfolgermappe in neuer Lebensphase

In jeder Konfigurationsmappe erfassen Sie die Objekte, die das Produkt in der jeweiligen Phase bzw. Version beschreiben.

In verschiedenen Lebensphasen wird ein Produkt oder Projekt oft durch unterschiedliche Objekte beschrieben. Daher enthalten die Konfigurationsmappen in verschiedenen Lebensphasen oft Objekte unterschiedlicher Objekttypen.

Es ist z.B. möglich, daß eine Konfigurationsmappe in der Spezifikationsphase ausschließlich Dokumente enthält. In der Konstruktionsphase kommen oft Materialien und Stücklisten hinzu. In der Instandhaltungsphase kann eine Konfigurationsmappe hingegen in erster Linie Equipments enthalten.

  1. Sie können Nachfolgermappen auch auf ein- und derselben Lebensphase anlegen, um verschiedene Versionen eines Produkts zu repräsentieren.

Nachfolgermappen auf gleicher Lebensphase

  1. Wenn die Konstruktion einen bestimmten Meilenstein erreicht, legen Sie eine Baseline an.

In einer Baseline frieren Sie den Bearbeitungszustand des Produkts an einem bestimmten Stichtag ein.

Später können Sie jederzeit den Bearbeitungsstand des Produkts zum Stichtag der Baseline reproduzieren.

Baselines auf verschiedenen Lebensphasen

Siehe: Anlegen einer Baseline