Rückmelden von Instandhaltungsdaten 
Verwendung
Mit dieser Funktion können Sie Meßwerte und Zählerstände, die an vorgelagerten Systemen (wie z.B. Prozeßleitsystemen) gemessen und abgelesen wurden, über die
PI-PCS-Schnittstelle an die Instandhaltung (PM) melden. Bei nicht vorhersehbaren Ereignissen wie betriebliche Störungen können Sie außerdem eine Störmeldung an die Instandhaltung senden. Auf diese Weise kann schnell auf Ausnahmesituationen reagiert werden. Sie legen dazu eine entsprechende Prozeßmeldung an. Diese Funktion ermöglicht Ihnen, technische Objekte produktionsbegleitend planmäßig und zustandsabhängig zu warten.
Mit der planmäßigen Überwachung und Wartung von Objekten können Sie u.a. auf gesetzliche Vorschriften, Umweltschutzanforderungen oder Empfehlungen des Herstellers reagieren, indem Sie Meßdaten mit Hilfe von Meßbelegen dokumentieren.
Weitere Informationen finden Sie unter
Meßbeleg.
Mit der zustandsabhängigen Wartung können Sie unvorhergesehene Zustände wie Störungen oder Schäden mit Hilfe von Störmeldungen rechtzeitig erkennen und beheben.

Sie wollen die Betriebsstunden Ihrer Produktionsanlage an die Instandhaltung melden. In der Instandhaltung wurde anhand einer Wartungsplanterminierung festgelegt, in welchem Zeitintervall die Wartung der Anlage ansteht, z.B. alle 2000 Betriebsstunden. Die Betriebsstunden können Sie mit einer Meldung der Art PI_PMMD an die Instandhaltung melden.
Wenn die Anlage einmal nicht korrekt funktioniert, können Sie zusätzlich zu den Meßdaten eine Störmeldung erzeugen. Die Instandhaltungsabteilung wird auf diese Weise veranlaßt, das Problem zu beheben.
Weitere Informationen finden Sie unter
Störmeldung.
Derartige Instandhaltungsdaten müssen in der Regel über die
PM-PCS-Schnittstelle an die Instandhaltung übergeben werden. Diese Funktion bietet Unternehmen, die PP-PI nutzen und ein Prozeßleitsystem im Einsatz haben, das für die PI-PCS-Schnittstelle zertifiziert ist, die Möglichkeit, sowohl ihre Produktionsdaten als auch ihre Instandhaltungsdaten über eine Schnittstelle an das R/3-System zu übergeben.
Integration
Meßwerte und Zählerstände können auf folgende Arten an das R/3-System übergeben werden:
Meßpunkten im Prozeßleitsystem erfaßt wurden, an die Instandhaltung gesendet werden.
Im Customizing des SAP-Referenz-Mandanten finden Sie Beispiel-Prozeßvorgabearten zum Rückmelden von Instandhaltungsdaten. Allgemeine Informationen zu Prozeßvorgaben finden Sie unter
Prozeßvorgaben.
Voraussetzungen
Um technische Objekte planmäßig und zustandsabhängig warten zu können, müssen Sie in der Instandhaltung einen Wartungsplan definiert haben. Im Wartungsplan sind Termine und Umfang der Instandhaltungsmaßnahmen festgelegt.
Siehe auch:
PM - WartungsplanungFunktionsumfang
Zum Rückmelden von Instandhaltungsdaten verwenden Sie die Meldungsart PI_PMMD und den Meldungsempfänger PI16. Im Standard steht Ihnen die Prozeßvorgabeart PM_MDOC zur Verfügung.
Die nachfolgenden Abschnitte beschreiben, was Sie beim Anlegen der Prozeßmeldungen beachten müssen.
Obligatorische Meldedaten
Damit die Meldung vom R/3-System verarbeitet werden kann, müssen folgende Daten mitgegeben werden:
Damit das System einen Meßbeleg erzeugen kann, müssen Sie entweder den Meßpunkt /
Zähler, an dem der Wert gemessen wird, oder einen Sekundärindex zum Meßpunkt angeben. Der Sekundärindex ist die Meßposition, die zum Meßpunkt gepflegt ist. Der Meßpunkt wird dann über die Meßposition identifiziert. Meßpositionen sind sprechende Namen, die die Position des Meßpunkts an einem Objekt bzw. in der Anlage beschreiben.
Bei Meßpunkten, die als Zähler definiert sind, müssen Sie den Zählerstand angeben.
Bei Meßpunkten, die nicht als Zähler definiert sind, müssen Sie entweder den zu meldenden Meßwert oder den
Bewertungscode erfassen. Im Customizing können Sie einstellen, ob dem Meßbeleg entweder ein Meßwert oder ein Bewertungscode oder beide Werte mitgegeben werden müssen.
Das System akzeptiert
Zusätzliche Meldedaten
Folgende Daten können Sie der Meldung außerdem noch mitgeben:
Das System errrechnet entweder die Zählerstandsdifferenz oder den aktuellen Zählerstand. Mit dem Kennzeichen

Bei einem Prozeßleitsystem handelt es sich in der Regel um einen Zähler, der die Zählerstände (z.B. die Maschinenstunden) erfaßt. Beträgt der letzte Zählerstand 1000 Stunden und wurden mit der Prozeßmeldung 200 Stunden rückgemeldet und das Kennzeichen Zählerdifferenz gesetzt, so beträgt der Gesamtzählerstand 1200 Stunden.
Wenn Sie den aktuellen Zählerstand rückmelden wollen, dann melden Sie mit der Prozeßmeldung 1200 Stunden zurück, wobei das Kennzeichen Zählerdifferenz nicht gesetzt sein darf.
In den beiden genannten Fällen wird die Differenz von 200 Stunden automatisch errechnet und im Meßpunkt ausgewiesen.
Wenn Sie zusätzlich zum Meßwert oder Zählerstand noch eine
Störmeldung versenden wollen, dann geben Sie die entsprechende Meldungsart an. Eine Störmeldung wird nur dann abgesetzt, wenn Sie ausdrücklich eine Meldungsart angeben. Ansonsten wird lediglich der Meßbeleg in der Instandhaltung angelegt. Neben der Störmeldung können auch noch andere Meldungsarten verwendet werden.Weitere Informationen finden Sie unter
PM - Instandhaltungsmeldungen.
Für jede Priorität ist im Customizing definiert, in welchem Zeitraum nach der Meldungserfassung das Problem behoben sein muß. Das System berechnet daraufhin die Termine für Beginn und Ende der Durchführung. Neben den im Standard enthaltenen Prioritätswerten können Sie im Customizing weitere Prioritäten definieren.
Hier geben Sie die Einheit des erfaßten Wertes bzw. Zählerstands an. Wenn Sie keine Einheit angeben, übernimmt das System die Einheit, die im R/3-System zum Meßpunkt oder Zähler hinterlegt wurde.
Wenn Sie eine andere Einheit verwenden, wird diese automatisch umgerechnet. Dies setzt voraus, daß
Mit Angabe der Quelle melden Sie zurück, von wo die Meßwerte stammen.
Sie können einen beliebigen Kurztext zur Meldung erfassen. Wenn Sie im Customizing keine Bewertungscodes definiert haben, können Sie auch mit Hilfe des Kurztexts den Fehlerbefund präzisieren.
Hier können Sie weitere kundenspezifische Daten erfassen.
Konsistenzprüfungen
Beim Verarbeiten der Meldungen prüft das System, ob die darin enthaltenen Werte gültig und konsistent sind. Bei Inkonsistenzen (z. B. bei einem ungültigen Meßpunkt) wird
Meßbelegnummer
Das System weist jeder Meldung eine eindeutige Meßbelegnummer sowie ggf. eine Störmeldungsnummer zu. Diese Nummern werden in das Protokoll der zugehörigen Meldung übernommen.