Zusatzinformationen zu diesem Beispiel 
In vielen Ländern ist es heute möglich, Kontoauszugsdaten elektronisch von den Banken abzurufen. In Deutschland erfolgt dies mittels des Banking Communication Standard (BCS) der Banken. Für die Datenübermittlung von der Bank zum Kunden ist ein Übertragungsprogramm (z.B. Multicash) notwendig, das den BCS "versteht". Multicash "holt" von den Banken die gewünschten Daten (z.B. Kontoauszüge) und erzeugt aus den Bankdaten zwei Weiterverarbeitungsdateien:
In AUSZUG.TXT stehen die Kopfdaten des Kontoauszugs und in der UMSATZ.TXT die Einzelposten. Diese Dateien können in das SAP-System eingelesen werden, wo sie dann automatisch verarbeitet werden. Dazu starten Sie einen Report, der die von Multicash erzeugten Dateien in das SAP-System oder genauer in den sogenannten Bankdatenspeicher einliest.
Die Transformation reichert die Daten dieser Dateien mit SAP-Informationen für die weitere Verarbeitung an (Kontenplan, Buchungskreis, etc.). Nach dem Einlesevorgang beginnt die Analyse der Daten im Bankdatenspeicher. Das System versucht die einzelnen Geschäftsvorgänge zu identifizieren und die für die Verbuchung relevanten Informationen, wie zum Beispiel Belegnummern aus den Verwendungszweckfeldern des Kontoauszugs herauszufiltern ("Interpretation der Verwendungszweckfelder").
Wenn dies gelingt, wird die Verbuchung vom System automatisch angestoßen (mittels Batchinput oder Call Transaction). Normalerweise werden sämtliche Umsätze automatisch gebucht.
Die Statistik zeigt, daß durchschnittlich bis zu 90% der Debitorendaten automatisch gebucht werden können. Für die Nachbearbeitung nicht gebuchter Umsätze stellt das R/3-System komfortable Tools zur Verfügung.
Probleme können jedoch bei der Buchung von Zahlungseingängen im Debitorenbereich auftreten. Dies kann darin begründet sein, daß einige Debitoren Rechnungen nicht voll begleichen oder Banktransaktionen mit falschen Referenzen durchgeführt worden sind. In diesen Fällen muß die Verbuchung manuell nachbearbeitet werden.
Im Customizing schaffen Sie die Voraussetzungen dafür, daß alle Geschäftsvorfälle, die Ihnen von Ihrer Bank über den elektronischen Kontoauszug übermittelt werden, korrekt gebucht werden.
Das Programm RFEBKATX unterstützt Sie bei der Einführung des elektronischen Kontoauszugs hinsichtlich der Customizingeinstellungen und vermittelt Ihnen ein Gefühl für die Möglichkeiten des elektronischen Kontoauszugs.
Der elektronische Kontoauszug dient u.a. dem automatischen Zuordnen von ein- und ausgehenden Zahlungsströmen auf Hausbankkonten (Überweisungen, Schecks, etc) zu den dazugehörigen, bereits in das System eingebuchten, offenen Positionen.
Mit dem Programm RFEBKATX können Sie sowohl offene Posten in einem Buchungskreis als auch dazugehörige (MULTICASH)-Kontoauszugsdateien für ein Hausbankkonto dieses Buchungskreises erstellen. Diese können Sie direkt mit dem Einleseprogramm RFEBKA00 einlesen, und so Ihre Einstellungen im Customizing als auch die generelle Funktionsweise des Programmes RFEBKA00 testen.
Für das Einlesen der Dateien mit den Kontoauszugsdaten verwenden Sie den Report RFEBKA00.