Mit dieser Funktion lesen Sie Daten aus einer Datei ein. Sie können Bewegungsdaten, Plandaten, Stammdaten, Kommentare und Stammdatenhierarchien übertragen. Um periodisch größere Datenmengen zu lesen, können Sie den Report „Datei einlesen" (RKCFILE0) in der Hintergrundverarbeitung einplanen.
Voraussetzungen
Sie müssen die Senderstruktur und die Übertragungsregeln und ggf. das Senderstrukturbündel gepflegt haben (siehe
Methoden der Datenübertragung).Beispiele
Folgende Beispiele helfen Ihnen, die Senderstruktur, die Übertragungsregeln und die Parameter bei verschiedenen Aufgaben einzustellen:
Datei einlesen: Beispiel für Bewegungsdaten Datei einlesen: Beispiel für Stammdaten Datei einlesen: Beispiel für eine StammdatenhierarchieVorgehensweise
Um Daten aus einer Datei einzulesen, gehen Sie wie folgt vor:

Beachten Sie, daß in der Hintergrundverarbeitung nur Dateien vom Applikationsserver eingelesen werden können.
Wenn Sie das Feld Sendersatz-Feldzuordnung ankreuzen, so erhalten Sie eine Liste, aus der hervorgeht, in welchem Feld des Sendersatzes welcher Wert steht. Mit Hilfe dieser Liste können Sie erkennen, ob Sie die Senderstruktur richtig beschrieben haben.
Bei einer Binärdatei wird das SAP-Binärformat erwartet. Beachten Sie, daß Binärdateien nicht vom Präsentationsserver eingelesen werden können.
Beim TXT-Format wird erwartet, daß die Felder in den Zeilen durch Tabulatorenzeichen getrennt sind.
Beim CSV-Format wird erwartet, daß die Felder durch Semikolons getrennt sind.
Beim MC-Format ist die einzulesende Datei in zwei Teile gegliedert, und zwar Zeilen am Anfang mit Merkmalswerten, die für alle Sätze gemeinsam gelten und Einzelsätze mit individuellen Werten. Die Felder dieser Einzelsätze sind durch einen Feldseparator, d.h. entweder Komma oder Semikolon, getrennt. Hierzu finden Sie ein Beispiel unter
Beachten Sie bei TXT-, CSV- und MC-Format, daß Felder vom Typ C, die keine Textfelder sind, automatisch in Großbuchstaben konvertiert werden.
Geben Sie an, ob die Zahlen Aufbereitungszeichen tragen (Dezimalpunkt bzw. Dezimalkomma) oder nicht.
Beim Einlesen von Stammdaten oder Kommentare zu Stammdaten ist diese Option nicht definiert und wird daher in diesem Zusammenhang nicht angeboten.
Integer- und Gleitkommazahlen müssen mit einer Länge von 12 bzw. 16 Zeichen in der Datei stehen.
Unter Datenformat können Sie ankreuzen, ob die Daten im ASCII oder EBCDIC-Format vorliegen. Beim EBCDIC-Format werden alle Felder mit der Ausnahme von gepackten Feldern (Typ P) und Hexfeldern (Typ X) von EBCDIC nach ASCII konvertiert. Feldern von Typ P und X müssen nicht konvertiert werden.
Falls Ihre Datei Kommentarzeilen enthält, die nicht eingelesen werden sollen, können Sie sie hier entsprechend kennzeichnen. Geben Sie das Zeichen ein, mit dem die Kommentarzeilen anfangen. Die System wird beim Einlesen diese Zeilen ignorieren.
Bei vielen Informationssystemen wird bei Bewegungsdaten die Periode geblockt. Die Periode steht dann nicht im Schlüssel des Bewegungsdatensatzes. Im Datenteil des Satzes stehen dann aber n mal die Kennzahlen, wobei n die Anzahl der möglichen Perioden ist. Sätze dieser Struktur können durch die Datenübertragungsregeln nicht in n Bewegungsdatensätze transformiert werden, bei denen die Periode im Schlüssel steht und die Kennzahl nur einmal im Datenteil vorhanden ist. Dazu ist eine Transformation während der Datenübertragung notwendig. Für die Datenübertragung muß die Periode in der Senderstruktur enthalten sein.
Um einen solchen Satz zu transformieren, gehen Sie wie folgt vor:
Sie finden ein Beispiel einer solchen Transformation unter
Ergebnis
Falls Sie Datei anzeigen angekreuzt haben, erhalten Sie eine Liste der übertragenen Sätze. Falls Sie Sendersatz-Feldzuordnung angekreuzt haben, erhalten Sie zusätzliche Informationen darüber, wie die einzelnen Felder des Sendersatzes gefüllt wurden. Falls Sie die Daten übertragen haben, erhalten Sie eine Meldung über den Erfolg. Genauere Informationen über die Verbuchung und Verdichtung können dem Protokoll entnommen werden (siehe
Übertragungsprotokoll und Bearbeitung der Fehler).