Einlesen einer Datei 

Mit dieser Funktion lesen Sie Daten aus einer Datei ein. Sie können Bewegungsdaten, Plandaten, Stammdaten, Kommentare und Stammdatenhierarchien übertragen. Um periodisch größere Datenmengen zu lesen, können Sie den Report „Datei einlesen" (RKCFILE0) in der Hintergrundverarbeitung einplanen.

Voraussetzungen

Sie müssen die Senderstruktur und die Übertragungsregeln und ggf. das Senderstrukturbündel gepflegt haben (siehe Methoden der Datenübertragung).

Beispiele

Folgende Beispiele helfen Ihnen, die Senderstruktur, die Übertragungsregeln und die Parameter bei verschiedenen Aufgaben einzustellen:

Datei einlesen: Beispiel für Bewegungsdaten

Datei einlesen: Beispiel für Stammdaten

Datei einlesen: Beispiel für eine Stammdatenhierarchie

Vorgehensweise

Um Daten aus einer Datei einzulesen, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Je nachdem, ob Sie Bewegungsdaten, Plandaten, Stammdaten, Kommentare oder eine Stammdatenhierarchie einspielen möchten, wählen Sie Datei einlesen im Menü Stammdaten bzw. Bewegungsdaten bzw. Plandaten.
  2. Geben Sie eine Senderstruktur und einen Dateinamen oder den Namen einer logischen Datei (systeminterner Name, der auf eine externe Datei verweist) ein.
  3. Bei Dateisystem legen Sie fest, ob die Datei auf Ihrem Präsentationsserver oder auf Ihrem Applikationsserver liegt. Stellen Sie sicher, daß der Prozeß, der die Daten lesen soll, auch die Zugriffsrechte für die Datei hat. Ebenso muß der Pfad richtig angegeben werden. Falls Sie Daten vom Applikationsserver lesen, beachten Sie, daß Sie den Pfad als absoluten Pfad aus der Sicht desjenigen Benutzers eingeben, der den Applikationsserver gestartet hat. Im Zweifelsfall sollten Sie die korrekten Angaben bei Ihrem Systemadministrator erfragen.
  4. Beachten Sie, daß in der Hintergrundverarbeitung nur Dateien vom Applikationsserver eingelesen werden können.

  5. Unter Bearbeitung können Sie wählen, ob

Wenn Sie das Feld Sendersatz-Feldzuordnung ankreuzen, so erhalten Sie eine Liste, aus der hervorgeht, in welchem Feld des Sendersatzes welcher Wert steht. Mit Hilfe dieser Liste können Sie erkennen, ob Sie die Senderstruktur richtig beschrieben haben.

  1. Beim Dateityp müssen Sie entscheiden, ob es sich um eine Textdatei handelt. Bei diesem Typ sind die Zeilen durch ein Zeilenendezeichen (LF, ASCII-10) abgeschlossen.
  2. Bei einer Binärdatei wird das SAP-Binärformat erwartet. Beachten Sie, daß Binärdateien nicht vom Präsentationsserver eingelesen werden können.

    Beim TXT-Format wird erwartet, daß die Felder in den Zeilen durch Tabulatorenzeichen getrennt sind.

    Beim CSV-Format wird erwartet, daß die Felder durch Semikolons getrennt sind.

    Beim MC-Format ist die einzulesende Datei in zwei Teile gegliedert, und zwar Zeilen am Anfang mit Merkmalswerten, die für alle Sätze gemeinsam gelten und Einzelsätze mit individuellen Werten. Die Felder dieser Einzelsätze sind durch einen Feldseparator, d.h. entweder Komma oder Semikolon, getrennt. Hierzu finden Sie ein Beispiel unter Datei einlesen: Beispiel für eine Datei in MC-Format.

    Beachten Sie bei TXT-, CSV- und MC-Format, daß Felder vom Typ C, die keine Textfelder sind, automatisch in Großbuchstaben konvertiert werden.

  3. Falls Sie Zahlen in gepackte Zahlen einlesen wollen, geben Sie unter Zahlenformat an, ob diese gepackten Zahlen in der Datei in doppelter Länge als Zeichen 0123456789+- stehen oder schon im SAP-Format P (gepackt) vorliegen. Intern wird bei der Datenübernahme mit gepackten Zahlen gerechnet. Stehen die Zahlen mit einfacher Länge in der Datei, dann wird angenommen, daß die Zahlen nicht mehr in das SAP-interne Format gepackt werden müssen. Stehen die gepackten Zahlen in doppelter Länge in der Datei, dann werden die Zahlen in das gepackte Format konvertiert. Das Minuszeichen kann vor oder hinter den Ziffern stehen. Außer bei Binär- und Textdateien wird angenommen, daß die gepackten Zahlen immer in doppelter Länge in der Datei stehen, also konvertiert werden müssen.
  4. Geben Sie an, ob die Zahlen Aufbereitungszeichen tragen (Dezimalpunkt bzw. Dezimalkomma) oder nicht.

    Beim Einlesen von Stammdaten oder Kommentare zu Stammdaten ist diese Option nicht definiert und wird daher in diesem Zusammenhang nicht angeboten.

    Integer- und Gleitkommazahlen müssen mit einer Länge von 12 bzw. 16 Zeichen in der Datei stehen.

  5. Beim Datumsformat können Sie angeben, ob Datumswerte in der Form JJJJMMTT oder TT.MM.JJJJ vorliegen. Diese Wahl ist nur bei TXT-/CSV-/MC-Format möglich. Bei den anderen Formaten müssen Datumswerte stets in der Form JJJJMMTT vorliegen.
  6. Sonstige Einstellungen:

Unter Datenformat können Sie ankreuzen, ob die Daten im ASCII oder EBCDIC-Format vorliegen. Beim EBCDIC-Format werden alle Felder mit der Ausnahme von gepackten Feldern (Typ P) und Hexfeldern (Typ X) von EBCDIC nach ASCII konvertiert. Feldern von Typ P und X müssen nicht konvertiert werden.
Falls Ihre Datei Kommentarzeilen enthält, die nicht eingelesen werden sollen, können Sie sie hier entsprechend kennzeichnen. Geben Sie das Zeichen ein, mit dem die Kommentarzeilen anfangen. Die System wird beim Einlesen diese Zeilen ignorieren.

  1. Einstellungen für Wiederholfelder:

Bei vielen Informationssystemen wird bei Bewegungsdaten die Periode geblockt. Die Periode steht dann nicht im Schlüssel des Bewegungsdatensatzes. Im Datenteil des Satzes stehen dann aber n mal die Kennzahlen, wobei n die Anzahl der möglichen Perioden ist. Sätze dieser Struktur können durch die Datenübertragungsregeln nicht in n Bewegungsdatensätze transformiert werden, bei denen die Periode im Schlüssel steht und die Kennzahl nur einmal im Datenteil vorhanden ist. Dazu ist eine Transformation während der Datenübertragung notwendig. Für die Datenübertragung muß die Periode in der Senderstruktur enthalten sein.

Um einen solchen Satz zu transformieren, gehen Sie wie folgt vor:

    1. Im Feld Indexfeld geben Sie das Merkmal ein, das nur in der Empfängerstruktur existiert, z.B. PERDE (Periode).
    2. Im Feld Wiederholfaktor geben Sie die Anzahl der Sätze ein, die in der Empfängerstruktur erzeugt werden sollen, z.B. 12 (Perioden).
    3. Im Feld Startwert des Indexfeldes muß der Startindex stehen, z.B. (Periode) 1. Die Schrittweite des Index gibt an, wie der Index sich entwickelt, z.B. jeweils Startindex + 1 (Schrittweite).
    4. Die Wiederholfelder sind die Felder der Senderstruktur, in die die Felder der Originalstruktur verdichtet werden sollen.

Sie finden ein Beispiel einer solchen Transformation unter Einlesen einer Datei: Beispiel der Transformation eines Satzes.

Ergebnis

Falls Sie Datei anzeigen angekreuzt haben, erhalten Sie eine Liste der übertragenen Sätze. Falls Sie Sendersatz-Feldzuordnung angekreuzt haben, erhalten Sie zusätzliche Informationen darüber, wie die einzelnen Felder des Sendersatzes gefüllt wurden. Falls Sie die Daten übertragen haben, erhalten Sie eine Meldung über den Erfolg. Genauere Informationen über die Verbuchung und Verdichtung können dem Protokoll entnommen werden (siehe Übertragungsprotokoll und Bearbeitung der Fehler).