Zusatzinformationen zu diesem Beispiel 
Die Exposure-Analyse
Exposure-Analysen dienen der Messung und Darstellung offener Risikopositionen. Nach den relevanten Risikofaktoren werden das Devisen- und das Zinsexposure differenziert. Im Devisenexposure werden den operativen Zahlungen währungsspezifisch Sicherungsgeschäfte aus dem Transactionmanagement gegenübergestellt. Gemessen wird hierbei das direkt auf Währungsänderungen reagierende Volumen. Das Zinsexposure weist die Wertänderung betrieblicher und aus Finanzgeschäften verursachter Cashflows aus, die sich bei Veränderung des Zinsniveaus ergeben würde.
Für eine sinnvolle Risikobetrachtung können Treasury-Geschäfte und operative Cashflows nach unterschiedlichen Kriterien zusammengefaßt werden. Die Cashflows der operativen Geschäfte werden über entsprechende Gliederungen aus dem SAP Cashmanagement selektiert. Die Möglichkeiten des Cashmanagements, Gliederungen nach verschiedensten Anforderungen flexibel zu gestalten (bspw. Gliederungen mit oder ohne Planungsebenen) stehen damit auch dem MRM für eine gezielte Selektion der operativen Zahlungsströme zur Verfügung. Ebenso können Auswertungsportfolios beliebiger getätigter Finanzgeschäfte gebildet werden. So können Sie z.B. Auswertungen nach Tochtergesellschaft, nach Kontraktpartner oder nach Produktarten vornehmen.
Im Rahmen der Exposure-Analyse werden zum einen ein Grundgeschäftsexposure, zum anderen ein Sicherungsgeschäftsexposure berechnet. Treasury-Geschäfte werden grundsätzlich barwertig, operative Geschäfte wahlweise mit Nominalwerten oder zwecks Vergleichbarkeit mit Barwerten dargestellt. Der sich aus der Gegenüberstellung der beiden Exposure ergebende Saldo stellt als Gesamtexposure die offene, dem betrachteten Risikofaktor ausgesetzte und ungesicherte Position dar.
Zinsexposure
Das Zinsexposure zeigt Ihnen die Marktwertänderungen Ihrer Cashflows bei Zinsänderungen. Das Zinsexposure zeigt in drei Berichtspalten operative Cashflows, Cashflows aus Darlehen, Geldhandelsgeschäften und Wertpapieren als klassische Grundgeschäfte des Zinsmanage-ments sowie Cashflows aus Derivaten und Devisengeschäften, die zur Steuerung der Risiken eingesetzt werden können.
Ferner haben Sie die Möglichkeit, mit Hilfe der Simulation eines beliebigen Szenarios die Auswirkung eines veränderten Marktumfelds auf das Zinsexposure zu untersuchen.
Das Zinsexposure bietet Ihnen zwei Möglichkeiten, die Reagibilität Ihrer Finanzgeschäfte auf Zinsänderungen zu untersuchen. Hierzu können Sie entweder den Basis Point Value oder das Reaktionsvolumen darstellen.
Der Basis Point Value (BPV) ist eine gebräuchliche Darstellung des Zinsexposure. Die Kennzahl gibt die Barwertänderung der Position an, die sich ergibt, wenn die gesamte Zinskurve in allen Laufzeitbereichen (Parallelverschiebung) um einen Basispunkt (oder alternativ ein Vielfaches davon) steigt (oder sinkt).
Der Report zeigt - als Basis Point Value berechnet – analog zum Devisenexposure die dem Risikofaktor Zinsen ausgesetzte offene Position.
Das Reaktionsvolumen berechnet sich als Quotient aus der Barwertänderung und der Änderung der Zinskurve in Basispunkten.
Die Ergebnisse der Exposure-Analyse werden in Perioden unterteilt währungsspezifisch dargestellt. Sie haben die Wahl zwischen zwei verschiedenen Sichten. Über die Funktion Laufzeitsicht werden alle Cashflows einer Währung innerhalb der gewählten Periode aggregiert dargestellt. Die Einzelgeschäfte-Sicht zeigt alle Geschäfte im einzelnen auf.
Sie können sich aus der Darstellung des Exposure-Reports heraus die der Auswertung zugrundeliegenden Treasury-Geschäfte im einzelnen durch direkte Navigation (Drill-down) auf die Detailsichten des SAP Transactionmanagements detailliert anzeigen lassen. Analog haben Sie die Möglichkeit, für die operativen Cashflows in die Darstellung des Cashmanagements zu verzweigen.
Weitere allgemeine Funktionen sind Gestaltung des Reports mit dem List Viewer und Darstellung der Berechnungsgrundlage.