Die beiden logischen Sichtweisen auf Infotypdaten, der Join und die Projektion, lassen sich verbinden.
Wir lesen Daten aus mehreren Infotypen zusammen und bilden somit neue Teilzeiträume. Wir wählen die Felder aus den Infotypen aus, die für die Auswertung wichtig sind und fassen somit Teilzeiträume wieder zusammen.
Ein Sachverhalt möge dies veranschaulichen:
Ein Mitarbeiter ist in diesem Jahr als Programmierer tätig und heiratet im Mai, ohne seinen Namen zu verändern.
Organisatorische Zuordnung:
Januar - Dezember |
Programmierer |
Daten zur Person:
Januar - April |
Donald Debug - ledig |
Mai - Dezember |
Donald Debug - verheiratet |
Ein Zusammenlesen der Daten führt zu folgendem Ergebnis
Januar - April |
Donald Debug - ledig / |
Mai - Dezember |
Donald Debug - verheiratet / Programmierer |
Da wir für die Auswertung von seinem Familienstand absehen können, projizieren wir auf seinen Nach- und Vornamen:
Januar - Dezember |
Donald Debug / Programmierer |
Der Sachverhalt ist in einem Beispielreport kodiert:
REPORT RPDEMO04.
TABLES: PERNR.
INFOTYPES: 0001,
0002.
GET PERNR.
PROVIDE STELL FROM P0001
NACHN VORNA FROM P0002
BETWEEN PN-BEGDA AND PN-ENDDA
IF P0001_VALID = 'X'.
WRITE: / P0002-NACHN, P0002-VORNA,
P0001-BEGDA DD/MM/YYYY,
P0001-ENDDA DD/MM/YYYY,
P0001-STELL.
ENDIF.
ENDPROVIDE.
Auf diese Weise fassen wir inhaltlich zusammengehörige Gültigkeitsräume zusammen und erhalten für die Auswertung zeitraumgenau die Daten der relevanten Infotypfelder.

Nicht angesprochene Felder sind bei der Projektion initial.
Die teilzeitraumgenaue Bereitstellung von Daten ist insbesondere für die Aliquotierung in der Lohn- und Gehaltsabrechnung wichtig.
Wenn sich für einen Mitarbeiter innerhalb einer Abrechnungsperiode die Basisbezüge oder die Kostenverteilung ändert, muß für die entstehenden Teilzeiträume der Periode das Gehalt anteilig berechnet werden.
Andererseits ist ein Wechsel des zuständigen Sachbearbeiters, der bei der organisatorischen Zuordnung hinterlegt ist, nicht für die Abrechnung relevant.
Das teilzeitraumgenaue Lesen der Stammdaten des Mitarbeiters wird mit einer Verknüpfung von Join und Projektion vorgenommen.