Allgemeine Funktionen bei Standardreports 
Verwendung
Das Informationssystem der Anlagenbuchhaltung besteht aus einer sogenannten Berichtsauswahl in Form eines Baumes. Der Berichtsauswahlbaum ist eine frei definierbare hierarchische Struktur. Im Anlagen-Customizing unter Informationssystem können Sie den Aufbau des Berichtsauswahlbaums festlegen (vgl.
Berichtsauswahl).In den Listauswertungen der Standardberichtsauswahl der Anlagenbuchhaltung gibt es eine Reihe allgemeiner Funktionen, die im folgenden erläutert werden.
Funktionsumfang
Alle Berichte im Standardberichtsauswahlbaum werden mit vordefinierten Varianten aufgerufen und haben deshalb ein vereinfachtes Anforderungsbild. Diese ermöglichen unterschiedliche Primärselektionen (z.B. nach Anlagennummer, Anlagenklasse, Kostenstelle, Standort usw.).
Durch Drücken der Funktion Alle Selektionen erhalten Sie das vollständige Anforderungsbild. Insbesondere werden alle Berichte standardmäßig mit der Option "Nur Gruppensummen anzeigen" gestartet. Wenn Sie eine Anzeige der Einzelanlagen wünschen, können Sie auch diese Option über Alle Selektionen ändern. Die Varianten zu den Reports beginnen mit "SAP_...". Kopieren Sie gegebenenfalls diese Varianten oder legen Sie neue Varianten manuell an und tragen Sie sie, falls gewünscht, im Berichtsauswahlbaum ein.
Freie Abgrenzung
Über die Funktion Freie Abgrenzung im Reportselektionsbild können Sie neben den Standardselektionen alle Felder des allgemeinen Stammsatzteils als Selektionsparameter verwenden. Markieren Sie hierzu im folgenden Popup-window die gewünschten Stammsatzfelder, und wählen Sie die Funktion Abgrenzung. In dem darauf folgenden Bildschirmbild können Sie die Werteingrenzungen spezifizieren.
Sortiervariante
Die Sortierung/Summierung der ausgegebenen Datensätze ist prinzipiell variabel und wird durch die Angabe sogenannter Sortiervarianten auf dem Startbild des Reports festgelegt (vgl.
Sortiervarianten).Umrechnungsmethode (Währungen)
Ein weiterer Parameter der logischen Datenbank ist die Methode für die Währungsumrechnung. Sie können diese Umrechnungsmethoden im Anlagen-Customizing definieren (Info-System) und bei Reportstart angeben. Das System ermittelt dann die auszugebenden Anlagenwerte gemäß definierter Umrechnungsmethode und in der jeweiligen Währung.
Berichtsdatum
Besondere Bedeutung bei den Selektionskriterien hat das Berichtsdatum. Es legt fest, für welches Geschäftsjahr die Auswertung gestartet werden soll. Im weiteren wird dieses Geschäftsjahr als das "aktuelle Geschäftsjahr" bezeichnet.
Die Eingabe des Berichtsdatums muß als Kalenderdatum erfolgen. Bei verschobenen Geschäftsjahren ermittelt das System automatisch mit Hilfe der Geschäftsjahresvariante des jeweiligen Buchungskreises das betroffene Geschäftsjahr. Hierbei sind folgende Fälle zu unterscheiden:
Bei Vergangenheitsauswertungen ermittelt das System anhand des Berichtsdatums, ob es auf die Onlinedatenbank oder eine Archivdatei zugreifen soll.

Auswertungen unter Einbezug von Sonderperioden
Bei Auswertungen, in die Buchungsvorgänge einfließen (Anlagengitter, Bewegungslisten) können Sonderperioden einbezogen werden. Hierfür ist es erforderlich, daß Sie den letzen Tag des Geschäftsjahres als Berichtsdatum angeben.
Summenbericht
Durch Ankreuzen der entsprechenden Parameter können Sie wählen, ob die Auswertung
Summenberichte sind besonders für die Auswertung sehr großer Datenbestände sinnvoll, da so verdichtete Summeninformationen zugänglich sind, ohne dabei gleichzeitig sehr lange Listen zu erzeugen.
Interaktives Reporting
Durch Doppelklick auf eine Summenzeile können Sie eine Detailliste mit allen zur Summe führenden ‘’Anlagen erzeugen. Über die Funktion Berichtswechsel in der Listanzeige können Sie aus allen Standardreports (Summen- und Einzellisten) alternative Berichte erzeugen (vgl.
Berichtsschnittstellen und Navigationsmöglichkeiten).In den meisten Listen ist die Funktion Auswählen unterstützt, die je nach ausgewähltem Objekt bestimmte Detailinformationen liefert. Diese Objekte können sein:
Durch Auswählen wird auf die Anzeige des entsprechenden Anlagenstammsatzes verzweigt.
Durch Auswählen wird auf die Anzeige des entsprechenden Beleges verzweigt.
Durch Auswählen wird auf die Anzeige des entsprechenden Auftrags oder Projekts verzweigt.
Werden fehlerhafte Anlagen protokolliert, so wird durch Auswählen der Fehlernummer auf einen Fehlerlangtext verzweigt.
Durch Auswählen wird auf die Anzeige der Ersetzungsvorschriften der verwendeten Simulationsvariante verzweigt.
Hitliste
Durch Eingabe einer Zahl 'nnnnn' in diesem Selektionsfeld, wird - je Buchungskreis - eine Hitliste mit den Top nnnnn Anlagen ausgegeben. Dabei wird absteigend nach dem Wertfeld sortiert, das Sie unter "Sortierung nach Wertfeld" angekreuzt haben.
Sortierung nach Wertfeld
Sie können außerdem bei Reportstart festgelegen, daß auf den untersten Sortierstufen der Liste zusätzlich nach einem Wertfeld sortiert wird. Angeboten werden alle oder ein Teil der Wertfelder, die in dem jeweiligen Report ausgegeben werden.
Sortiert wird absteigend nach dem Absolutbetrag des Wertfeldes. Natürlich ist diese Anforderung nur bei einem Einzelbericht (d.h. kein Summenbericht) sinnvoll. Wenn eine Hitliste angefordert wurde, muß hier ein Wertfeld angekreuzt werden. Die Hitliste wird dann bezüglich diesem Wertfeld erstellt.
Hintergrundverarbeitung
Da Auswertungen über das gesamte Anlagevermögen unter Umständen sehr performance-intensiv sein können, müssen Sie derartige Reports als Hintergrundverarbeitungen starten (im Report-Selektionsbilld: Programm
® Hintergrund starten). Online können Sie maximal 1000 Anlagen selektieren.Zusatzangaben für Batchlauf
Durch Angabe einer Zusatzüberschrift ist eine Modifikation des Listenkopfes möglich, der dann u.a. die angegebene Zusatzüberschrift enthält.
Durch Ankreuzen dieses Parameters kann eine Aufteilung der Ausgabedestinationen je Buchungskreis gemäß Tabelle TLSEP erreicht werden.
Durch Ankreuzen dieses Parameters können Sie den Listenkopf modifizieren, der dann u.a. Informationen enthält, die für die Mikroverfilmung relevant sind.
Diese Parameter können beliebig kombiniert werden.
PC-Download
Über Bearbeiten in der Online-Anzeige der FI-AA-Reports ist es möglich, ein Download-file für Microsoft Excelã zu erzeugen. Hierfür sind folgende Voraussetzungen erforderlich:
Archivauswertungen
Da sichergestellt ist, daß zwischen R/3-Datenbank und Archiv stets ein konsistenter Zustand herscht, können Sie aus dem R/3-System auch auf erstellte Archive zugreifen. Über das Berichtsdatum der jeweiligen Auswertung ermittelt das System, ob es auf die Online-Datenbank oder das Archiv zugreifen soll.

Archivierung/Auswertungen
Beachten Sie jedoch, daß die Funktionen Freie Abgrenzung und Arbeitsvorrat (vgl.
Massenänderung) bei Archivauswertungen nicht möglich sind.