In einem Cache werden Kopien von Dokumenten abgelegt, wenn auf diese erstmals zugegriffen wird. Erneute Zugriffe auf die Dokumente können dann schneller erfolgen, da die Inhalte direkt aus dem Cache kommen. Caching darf jedoch nicht mit Replikation verwechselt werden. Beim Caching liegen die Originale weiterhin genau an einem Ort, nämlich im Content Server. Die Kopien im Cache können jederzeit durch neue Inhalte verdrängt werden.

Dokumente werden in Walldorf eingecheckt. In Südafrika möchte ein Mitarbeiter auf diese Dokumente zugreifen und sie sich anzeigen lassen. Dabei ist die Übertragungszeit lang, und die interkontinentalen Netzwerkleitungen werden stark beansprucht. Durch den Einsatz von Cache Servern werden die Dokumente im Idealfall nur einmal über die Leitung kopiert.
Der Bereich des Content Management Service des SAP Knowledge Provider stellt zwei Arten des Caching zur Verfügung:
Caching auf speziellen Servern
Caching am Frontend des Anwenders
Frontend-Cache im SAPGUI
Der Client Cache wird vom Data Provider genutzt, um Dokumente zu cachen, die aus einem HTTP Content Server oder aus dem R/3-System gelesen werden.
Diese Variante des Caching ist sehr schnell. Allerdings muß jeder Benutzer seinen Cache selber füllen, und an jeden Frontend werden Ressourcen belegt.

Die Einstellungen für das Caching können Sie über die GUI-Optionen vornehmen. Wählen Sie die Registerkarte Local Data und geben Sie das Verzeichnis für das Caching sowie die maximale Größe des Caches und die maximale Größe der Cache-Dateien an.
Cache Server
Der Content Server Cache wird für das Caching spezieller Content Server Requests eingesetzt. Remote-Zugriffe werden gecacht und lokal ausgeführt.
Diese Variante des Caching bietet sich für Szenarien an, bei denen viele Benutzer gemeinsam auf den Cache zugreifen. Die Dokumente müssen nur einmal über das Wide Area Network geschickt werden.