Verwendung
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen Konverter an das SAP-System anzubinden. Berücksichtigen Sie dabei das Konvertierungsziel. Wenn beispielsweise auf einem Konvertierungsserver Originaldaldateien von Dokumenten konvertiert werden sollen, müssen Sie anders vorgehen als zur Konvertierung von Baugruppen.
Es gibt drei unterschiedliche Methoden, Ihren Konverter an das SAP-System anzubinden:
Methode |
Objekte, die konvertiert werden |
Übergabe der Parameter |
1 |
einzelne Originaldateien von Dokumenten |
Parameter werden über Dateien zwischen dem SAP-System und dem Konverter übergeben |
2 |
einzelne Originaldateien von Dokumenten und Baugruppen | |
3 |
einzelne Originaldateien von Dokumenten und Baugruppen |
Parameter werden über die RFC-Schnittstelle zwischen dem SAP-System und dem Konverter übergeben |
Mit einem Konverter, den Sie nach dieser Methode anbinden, können Sie einzelne Originaldateien von Dokumenten konvertieren. Sie benötigen für diese Anbindung keine Programmierkenntnisse, da Sie den kompilierten Beispielserver ConvServSamp nutzen können. Es ist aber erforderlich, daß Sie
shell-script bzw. Batch-Dateien modifizieren.Beispiele finden Sie auf dem SAP-Server SapservX im Verzeichnis ~ftp/general/misc/converter/.
Die folgende Grafik veranschaulicht, wie der Beispielkonverter All2txt, der aus jeder Datei eine Textdatei erzeugt, mit der 1. Methode an das SAP-System angebunden wird. ConvServSamp wird von einer
shell-script- Datei (z.B. ConvServ ) gestartet. Bei dieser Methode werden folgende wesentlichen Konvertierungsschritte durchlaufen:
Nachfolgend erhalten Sie Hinweise für die einzelnen Schritte:
Schritt |
Hinweis |
Aufruf von ConvServSamp |
Beim Aufruf von ConvServSamp müssen Sie folgende Parameter angeben:
Falls Sie außerdem den Parameter -readDocumentDetails angeben, werden Informationen über das Dokument, das konvertiert wird, gelesen und als Dateien gespeichert.Beispiele:
|
ConvServSamp erzeugt <WorkingDirectory>/Parameters.txt |
Die Datei <WorkingDirectory>/Parameters.txt wird vor dem Aufruf von StartConv erzeugt und enthält die Parameter, die im Customizing der Konvertierungsspezifikation gepflegt wurden. Diese Einstellungen erfolgen im Customizing der Konvertierung, unter Logistik Allgemein ® Konvertierung ® Konvertierung festlegen. Zusätzliche Dateien Folgende Dateien werden zusätzlich erzeugt, falls beim Aufruf von ConvServSamp der Parameter -readDocumentDetails angegeben wird:
Die Dateien enthalten diejenigen Daten, die der Funktionsbaustein CAD_GET_TITLE_BLOCK_DATA ermittelt. Informationen zum Inhalt der Dateien finden Sie in der Dokumentation zu diesem Funktionsbaustein (Export Parameter DOCUMENTDATA und ECMDATA und Tabellen DOCUMENTDESCRIPTIONS, LONGTEXTS, CLASS_DATA, OBJECTLINKS, STATUSLOG, EXPORT_DATA und USER_DATA ).
<Name> = <Wert> (Beispiel: DOCUMENTTYPE = DRW) Es werden keine Begrenzer verwendet. |
ConvServSamp setzt Parameterwerte für StartConv |
Der Beispielserver ConvServSamp ruft die Datei StartConv auf: StartConv <Version> <WorkingDirectory> <FileToConvert> <language> <ConverterTimeOut> <conversionName> <DocumentKey> <current_user_name> <sy_language>
Damit wird die Interpretation von Sonderzeichen durch die Shell verhindert.
Die Parameter haben folgende Bedeutung:
Arbeitsverzeichnis, beispielsweise für die konvertierten Dateien Datei, die konvertiert werden soll Sprache für Fehlermeldungen ('X' => keine Sprache angegeben) Nach dieser Zeit (in Minuten) sollte die Konvertierung abgebrochen werden. Eindeutiger Name für diese Konvertierung Schlüssel des Dokumentes in folgender Reihenfolge: 3 Zeichen: documenttype (Dokumentart) 25 Zeichen: documentnumber (Dokumentnummer) 3 Zeichen: documentpart (Teildokument) 2 Zeichen: documentversion (Dokumentversion)
Name des Anwenders, der die Konvertierung gestartet hat (implizit oder explizit) Sprache, die von <current_user_name> benutzt wird |
Modifizieren der Datei StartConv |
Verändern Sie die Beispieldatei StartConv so, daß
Nach dem Ende von StartConv durchläuft ConvServSamp folgende Schritte:
Diese Datei wird automatisch in das SAP-System transportiert und als weiteres Original abgelegt. |
2. Methode
Mit einem Konverter, den Sie nach dieser Methode anbinden, können Sie sowohl einzelne Originaldateien von Dokumenten als auch Baugruppen konvertieren.
Sie benötigen für diese Anbindung keine Programmierkenntnisse, da Sie den kompilierten Beispielserver ConvServSamp nutzen können. Es ist aber erforderlich, daß Sie
shell-script bzw. Batch-Dateien modifizieren.Das Vorgehen entspricht in vielen Schritten der ersten Möglichkeit.
In der nachfolgenden Übersicht erhalten Sie Informationen zu den Dateien und Parametern, die speziell für die Konvertierung von Baugruppen bearbeitet werden.
Aktivität |
Hinweis |
ConvServSamp erzeugt <WorkingDirectory>/ ConvStructFilename.txt |
Vor dem Aufruf von StartConv wird von ConvServSamp die Datei <WorkingDirectory>/ConvStructFilename.txt erzeugt. Jede Zeile dieser Datei enthält folgende Parameter:
Das Format ist fest. Es gibt keine Begrenzer zwischen den Einträgen. |
Konverter erzeugt <WorkingDirectory> |
Der Konverter erzeugt anstelle der Datei <WorkingDirectory>/ConvPath.txt die Datei <WorkingDirectory>/ConvPathAndMatrix.txt. Jede Zeile dieser Datei enthält folgende Parameter:
Für diese drei Parameter ist das Format fest. Es gibt keine Begrenzer zwischen den Einträgen. Falls die Zeile nach dem Pfadnamen noch nicht zu Ende ist, muß sie 13 real Zahlen enthalten, zwischen denen Leerzeichen stehen müssen: Mit dieser Transformationsmatrix wird die relative Position des Teils gegenüber dem Vater beschrieben. Falls es mehrere Instanzen gibt, muß für jede Instanz eine eigene Zeile geschrieben werden. Diese Zeilen müssen bis auf die Transformationsmatrix identisch sein. |
3. Methode
Wenn Sie die Konvertierungsparameter nicht in Dateien übergeben wollen oder mit der ersten oder zweiten Methode nicht Ihre Anforderungen realisieren können, können Sie den Beispieserver ConvServSamp ändern. Sie benötigen für diese Änderung Programmierkenntnisse (C-Quellcode).
Den C-Quellcode für den RFC-Server ConvServSamp finden Sie auf dem SAP-Server SapservX in folgendem Verzeichnis: ~ftp/general/misc/converter/source.SAR
Der Konverter wird aus dem SAP-System folgendermaßen gerufen:
CALL FUNCTION 'ASSEMBLIE_CONVERTER'
DESTINATION wa_converter_dests-conv_dest
EXPORTING interface_version = interface_version
output_directory = output_directory
language = isola
sy_language = sy_isola
timeout_minutes = timeout_minutes
conversion_name = wa_conv_requested-handle
document_key = document_key
current_user_name = sy-uname
IMPORTING error_message = error_message
return = bapireturn
TABLES ti_conv_struct_filename = t_conv_struct_filename
ti_parameters = te_parameters
te_conv_path_and_matrix = ti_conv_path_and_matrix
Informationen zum Typ und die Struktur der Felder finden Sie in der Datei ConvServ.h.
Nachfolgend erhalten Sie Informationen über die Verwendung der einzelnen Felder.
Eingaben für den Konverter
Eingabe |
Verwendung |
interface_version |
Angabe, welche Funktionen von der aktuellen SAP-Version unterstützt werden |
output_directory |
Arbeitsverzeichnis, in das beispielsweise die konvertierten Dateien gestellt werden sollten |
language |
Sprache, in der Fehlermeldungen an R/3 gegeben werden sollten |
sy_language |
Sprache, mit der sich der Benutzer, der die Konvertierung gestartet hat, am SAP-System angemeldet hat |
timeout_minutes |
Zeit in Minuten, nach der die Konvertierung als nicht erfolgreich abgebrochen werden sollte |
conversion_name |
Name zur eindeutigen Identifizierung dieser Konvertierung |
document_key |
Schlüssel des Dokumentes, das konvertiert werden soll |
current_user_name |
Benutzer, der die Konvertierung gestartet hat |
ti_conv_struct_filename (tabelle) |
Struktur und Pfadnamen |
ti_parameters (tabelle) |
Siehe: Abschnitt Konvertierung von Originaldateien eines Dokuments, <WorkingDirectory>/Parameters.txt |
Ausgaben des Konverters
Ausgabe |
Verwendung |
te_conv_path_and_matrix |
Hier können zu jeder eingegebenen Datei die konvertierte Datei und Transformationsmatrix oder eine Fehlermeldung (oder beides, in 2 Tabellenzeilen) übergeben werden.
|
error_message |
Fehlermeldungen:
Werden alle anderen Felder (außer msg_type und msg_txt) freigelassen, kann in msg_txt eine bis zu 200 Zeichen lange Meldung übergeben werden. |
return |
Fehlermeldungen können (wahlweise) auch in dieser Struktur übergeben werden |
Der RFC-Server muß außerdem die Funktion CONV_SERV_ABOUT enthalten, die Sie ohne Veränderung aus dem Beispiel ConvServSamp.c verwenden können.