Nominalzinsen 

Verwendung

Mit dieser Konditionsart können Sie sowohl fixe Nominalzinsen als auch variable Nominalzinsen eingeben. Zur Abbildung von variablen Zinsen benötigen Sie noch zusätzlich die Konditionsart Zinsanpassung, in der Sie festlegen, mit welchem Rhythmus die Zinsanpassung erfolgen soll.

Vorgehensweise

  1. Geben Sie das Gültig ab-Datum der Zinsposition ein.
  2. Dieses Datum ist der erste Tag des Berechnungszeitraums für die Zinszahlung.

  3. Geben Sie den Zinssatz in Prozent ein.
  4. Zur Pflege eines variablen Zinssatzes können Sie bei einfachem additiven bzw. multiplikativen Zusammenhang zwischen dem variablen Zins und der Zinsreferenz zunächst in Feld Prozent einen Prozentsatz hinterlegen und dann in das Konditionendetailsbild verzweigen. Auf der Registerkarte Beträge wählen Sie den Referenzzinssatz aus.

    Variabler Zins = Referenzzinssatz (DEM_06_M_M) + 2%

    Im Feld Prozent geben Sie den Wert 2 ein, wählen als Zinsreferenz 'DEM_06_M_M' aus und geben in das Feld davor das Vorzeichen + ein.

    Um kompliziertere Formeln zur Berechnung des variablen Zinssatzes zu hinterlegen, wählen Sie den Button Formel am oberen Bildrand der Registerkarte Beträge. Im folgenden Bild wählen Sie eine Formel aus und im darauffolgenden Bild bestimmen Sie die Werte für die Variablen.

    Wann der variable Zins jeweils angepasst werden soll und zu welchem Zeitpunkt die Zinsfeststellung stattfindet, definieren Sie in der Konditionsart Zinsanpassung.

  5. Zur Eingabe des Rhythmus in dem die Zinszahlungen erfolgen sollen, stehen Ihnen zwei Möglichkeiten zur Verfügung:
    1. Manuelle Eingabe des monatlichen Rhythmus über das Feld RyM.
    2. Über das Feld ZH (Zahlweise) können Sie vorgeben, ob die Zinszahlung vorschüssig, medio oder nachschüssig erfolgen soll. In diesem Fall brauchen Sie keinen Berechnungs- und Fälligkeitstag angeben. Das System ermittelt diese automatisch.

    3. Wählen Sie ein Kennzeichen 'Zahlweise genau' im Feld ZG aus.

    Die im Mustercustomizing zur Verfügung stehenden Zahlweisen führen zu folgenden Zahlterminen:

    Kurzbezeichnung

    Langbezeichnung

    Resultierende(r) Zahltag(e)

    JM

    Jährlich medio

    30.06.

    JN

    Jährlich nachschüssig

    31.12.

    JV

    Jährlich vorschüssig

    01.01.

    MM

    Monatlich medio

    15.01., 15.02., 15.03., 15.04....

    MN

    Monatlich nachschüssig

    31.01., 28.02., 31.03., 30.04....

    MV

    Monatlich vorschüssig

    01.01., 01.02., 01.03., 01.04....

    Sie können im Customizing des Bereichs Darlehen unter Zahlweise definieren eigene Zahlweisen festlegen.

  6. BerechTag (Berechnungstag = letzter Tag der lfd. Zinsperiode)
  7. Bei der Eingabe von gestaffelten Zinssätzen ist es wichtig, daß es für die Berechnung der Zinsen zu keinen Lücken zwischen den einzelnen Konditionspositioen bzw. zu keinen Überlappungen der Konditionspositionen kommt. Um z.B. eine Überlappung zu verhindern, darf das Gültig ab-Datum der nachfolgenden Zinsposition nicht gleich dem Berechnungstag der vorherigen Zinsposition sein.

  8. Fälligkeitstag (= Tag an dem die erste Zinszahlung erfolgt)
  9. Mit den Feldern UB und UF legen Sie durch Anklicken fest, ob der Berechnungstag oder der Fälligkeitstag ein Monatsultimo sein sollen. Wählen Sie diese Felder aus, ist der jeweilige Tag immer ein Monatsultiomo, auch wenn Sie an anderer Stelle einen anderen Tag eingeben.
  10. Über das Feld KR können Sie für den Berechnungstag bzw. den Fälligkeitstag einen Verschiebemodus auswählen, nach dem sich die Daten verschieben, wenn das eingegebene Datum kein Werktag ist. Geben Sie für den Fälligkeitstag eine Verschieberegel ein, müssen Sie auf der Registerkarte Termine den zugrundeliegenden Kalender auswählen.
  11. Da der Berechnungstag Grundlage für die finanzmathematischen Vorgänge ist, sollten Sie für ihn keine Verschieberegel wählen.

  12. Währung (der Zinszahlung)
  13. Wird das Kennzeichen SV (Sofortige Verrechnung) gesetzt, werden die Zinsen kapitalisiert.
  14. Im Feld KF (Konditionsform) können Sie die Konditionsposition zu einer Nullkondition, statistischen Kondition oder einer fixierten Kondition machen.
    1. Nullkondition
    2. Über die Eingabe einer sogenannten Nullkondition können Sie die Wirksamkeit einer Konditionsposition zu jedem beliebigen Datum beenden. Erfassen Sie hierzu eine neue Konditionsposition der gleichen Konditionsart, setzen Sie das Gültig ab-Datum auf den gewünschten Termin und kennzeichnen Sie die Position als Nullkondition. Damit wird z.B. eine Aussetzung der Zinszahlung ein Jahr vor Endfälligkeit abbildbar. Über eine weitere Konditionsposition können Sie Berechnungen zu dieser Konditionsart wieder aktivieren.

    3. Fixierte Kondition
    4. Konditionspositionen, deren Werte für die finanzmathematische Berchnungen unverändert bleiben sollen, werden für alternative Berechnungen z.B. Ermittlung des Nominalzinssatzes bei vorgegebenen Effektivzinssatz 'fixiert'.

    5. Statistische Kondition

      Diese Ausprägung bewirkt, daß die Konditionsposition ignoriert wird. Aus ihr werden keine Bewegungssätze im Finanzstrom erzeugt. Statistische Konditionen werden zumeist als Merkhilfe für die Konditionsübersicht verwendet.

Bearbeitungshinweis

Von dem Konditionsdetailsbild aus können Sie sich über den Button Terminvorschau die Fälligkeit, den Zahltag, die Berechnungsperiode und die daraus resultierenden Berechnungstage (= Zinstage) der Zinszahlungen anzeigen lassen.