Verwendung
Mit dieser Konditionsart können Sie sowohl fixe Nominalzinsen als auch variable Nominalzinsen eingeben. Zur Abbildung von variablen Zinsen benötigen Sie noch zusätzlich die Konditionsart
Zinsanpassung, in der Sie festlegen, mit welchem Rhythmus die Zinsanpassung erfolgen soll.Vorgehensweise
Dieses Datum ist der erste Tag des Berechnungszeitraums für die Zinszahlung.
Zur Pflege eines variablen Zinssatzes können Sie bei einfachem additiven bzw. multiplikativen Zusammenhang zwischen dem variablen Zins und der Zinsreferenz zunächst in Feld Prozent einen Prozentsatz hinterlegen und dann in das Konditionendetailsbild verzweigen. Auf der Registerkarte Beträge wählen Sie den Referenzzinssatz aus.

Variabler Zins = Referenzzinssatz (DEM_06_M_M) + 2%
Im Feld Prozent geben Sie den Wert 2 ein, wählen als Zinsreferenz 'DEM_06_M_M' aus und geben in das Feld davor das Vorzeichen + ein.
Um kompliziertere Formeln zur Berechnung des variablen Zinssatzes zu hinterlegen, wählen Sie den Button Formel am oberen Bildrand der Registerkarte Beträge. Im folgenden Bild wählen Sie eine Formel aus und im darauffolgenden Bild bestimmen Sie die Werte für die Variablen.
Wann der variable Zins jeweils angepasst werden soll und zu welchem Zeitpunkt die Zinsfeststellung stattfindet, definieren Sie in der Konditionsart
Zinsanpassung.Über das Feld ZH (Zahlweise) können Sie vorgeben, ob die Zinszahlung vorschüssig, medio oder nachschüssig erfolgen soll. In diesem Fall brauchen Sie keinen Berechnungs- und Fälligkeitstag angeben. Das System ermittelt diese automatisch.

Die im Mustercustomizing zur Verfügung stehenden Zahlweisen führen zu folgenden Zahlterminen:
Kurzbezeichnung |
Langbezeichnung |
Resultierende(r) Zahltag(e) |
JM |
Jährlich medio |
30.06. |
JN |
Jährlich nachschüssig |
31.12. |
JV |
Jährlich vorschüssig |
01.01. |
MM |
Monatlich medio |
15.01., 15.02., 15.03., 15.04.... |
MN |
Monatlich nachschüssig |
31.01., 28.02., 31.03., 30.04.... |
MV |
Monatlich vorschüssig |
01.01., 01.02., 01.03., 01.04.... |

Sie können im Customizing des Bereichs Darlehen unter Zahlweise definieren eigene Zahlweisen festlegen.

Bei der Eingabe von gestaffelten Zinssätzen ist es wichtig, daß es für die Berechnung der Zinsen zu keinen Lücken zwischen den einzelnen Konditionspositioen bzw. zu keinen Überlappungen der Konditionspositionen kommt. Um z.B. eine Überlappung zu verhindern, darf das Gültig ab-Datum der nachfolgenden Zinsposition nicht gleich dem Berechnungstag der vorherigen Zinsposition sein.

Da der Berechnungstag Grundlage für die finanzmathematischen Vorgänge ist, sollten Sie für ihn keine Verschieberegel wählen.
Über die Eingabe einer sogenannten Nullkondition können Sie die Wirksamkeit einer Konditionsposition zu jedem beliebigen Datum beenden. Erfassen Sie hierzu eine neue Konditionsposition der gleichen Konditionsart, setzen Sie das Gültig ab-Datum auf den gewünschten Termin und kennzeichnen Sie die Position als Nullkondition. Damit wird z.B. eine Aussetzung der Zinszahlung ein Jahr vor Endfälligkeit abbildbar. Über eine weitere Konditionsposition können Sie Berechnungen zu dieser Konditionsart wieder aktivieren.
Konditionspositionen, deren Werte für die finanzmathematische Berchnungen unverändert bleiben sollen, werden für alternative Berechnungen z.B. Ermittlung des Nominalzinssatzes bei vorgegebenen Effektivzinssatz 'fixiert'.
Bearbeitungshinweis
Von dem Konditionsdetailsbild aus können Sie sich über den Button Terminvorschau die Fälligkeit, den Zahltag, die Berechnungsperiode und die daraus resultierenden Berechnungstage (= Zinstage) der Zinszahlungen anzeigen lassen.