Aktionen im BOR 

Nachdem der Funktionsbaustein vollständig implementiert wurde, müssen Sie jetzt das BAPI als Methode eines Business-Objekttyps definieren. Neben der Ablage im zentralen Business Object Repository (BOR) ermöglichen Sie damit einen objektorientierten Zugriff auf das BAPI und einen möglichen Anschluß an das ALE-Verteilungsmodell (im asynchronen Fall).

Der Absprung in das BOR erfolgt wiederum innerhalb des Projektformulars im BAPI Explorer.

Ablauf

Bei der Definition sind die folgenden Schritte auszuführen:

1.

Den benötigten SAP-Business-Objekttyp identifizieren.

2.

Das BAPI als API-Methode an den Business-Objekttyp anhängen.

Hierfür steht der BAPI Wizard zur Verfügung. Dieser generiert auf der Grundlage des fertigen BAPI-Funktionsbausteins die Methode im BOR.
Während dieser Prozedur werden von Ihnen noch einige zusätzliche Angaben verlangt. Beachten Sie hierbei insbesondere noch einmal die folgenden Punkte:

Groß-/Kleinschreibung ist zu beachten (jedes neue Wort in Großbuchstaben). Siehe auch: Beispiel.

Das Import- und Exportverhalten der Tabellenparameter ist korrekt im BOR gepflegt.

Begründung : Im Gegensatz zum Funktionsbaustein kann man im BOR auch zwischen Import- und Export-Tabellen unterscheiden. Sie sollten daher die Standardoption Import/Export nur wählen, wenn die Tabelle tatsächlich importiert und exportiert wird.

Der Return-Parameter ist stets mit Export definiert.

Neben der Vereinfachung der Arbeit durch den Wizard stellt dieser auch sicher, daß die BAPI-Schnittstelle im BOR und am Funktionsbaustein identisch ist. Im einzelnen betrifft dies die folgenden Punkte:

  • Zu jedem Funktionsbaustein-Parameter gibt es einen BOR-Parameter (bzw. ein Schlüsselfeld) gleichen Namens (und umgekehrt).

  • Die entsprechenden Parameter beziehen sich auf die gleiche ABAP Dictionary-Struktur.

  • Die entsprechenden Parameter haben dieselben Eigenschaften (obligatorisch oder optional, Import-, Export-, oder Tabellenparameter).

 

Den Zusammenhang zwischen der Definition der BAPI-Methode im BOR und dem Funktionsbaustein demonstriert das folgende Beispiel.

Falls Sie den BAPI Wizard nicht verwenden können (z.B. bei späteren Änderungen am BAPI oder beim Überdefinieren einer Methode), bearbeiten Sie die Methode im BOR selbst. Dazu müssen Sie insbesondere die oben aufgeführten Punkte sicherstellen.

 

Bei Entwicklungen von IBUs, Kunden und Partnern sind zusätzlich folgende Punkte zu beachten:

Lesen Sie die Dokumentation zu Kundenerweiterung und -modifikation von BAPIs.

Als Kunde können Sie eigene BAPIs an eigenen Business-Objekttypen anlegen oder Sie definieren einen Subtyp zu einem bestehenden SAP-Business-Objekttyp. Von der Definition neuer BAPIs an SAP-Business-Objekttypen wird dringend abgeraten, da dies eine Modifikation darstellt.

Alle Entwicklungsobjekte (Business-Objekttypen, BAPIs, Parameter) sind in Ihrem eigenen Namensraum anzulegen.