Definition
In der Transfervariante legen Sie die beim Anlagentransfer zu verwendende Transfermethode und die Bewegungsarten fest. Diese Festlegungen treffen Sie in Abhängigkeit von der Beziehung der betroffenen Buchungskreise untereinander (rechtlich selbständig/unselbständig) sowie den betroffenen globalen Bewertungsbereichen.
Voraussetzungen
Die von SAP ausgelieferten Transfervarianten decken die Mehrzahl der Transferfälle ab. Wenn Sie zusätzliche Transfervarianten benötigen, dann legen Sie diese im Customizing der Anlagenbuchhaltung an unter Vorgänge Õ Anlagentransfers Õ Automatische Anlagentransfers Õ Transfervarianten definieren.

Definition der Transfervariante
Verwendung
Standardmäßig verwendet das System beim Anlagentransfer Transfervariante 1 (Bruttotransfer). Wenn Sie eine andere Transfervariante verwenden wollen, dann müssen Sie diese in der Transfertransaktion auf der Registerkarte Zusatzangaben angeben.
Integration
Buchungskreisbeziehung und Transfermethode
SAP geht standardmäßig davon aus, daß Transfers innerhalb einer Gesellschaft (Beziehungstyp 02) immer als Umbuchung zu verstehen sind und brutto gebucht werden. Demenstprechend werden Umbuchungsbewegungsarten verwendet. Der Bruttotransfer sollte immer ohne Erlös gebucht werden. Buchungskreise, die der gleichen Gesellschaft angehören, sind rechtlich nicht selbständige Einheiten und erstellen keine Bilanz für externe Zwecke. Die Gesellschaft stellt in diesem Fall die kleinste organisatorische Einheit dar, für die nach der jeweiligen Handelsgesetzgebung ein Einzelabschluß zu erstellen ist.
SAP liefert keine Transfervarianten aus, die Anlagentransfers innerhalb einer Gesellschaft mit Netto- oder Neubewertungsmethode zulassen. Wenn Sie eine Unternehmenssicht haben, die Anlagentransfers mit Mehr-/Mindererlösen gestattet, dann müssen Sie eigene Transfervarianten definieren.

Standardeinstellungen für Transfervarianten
In der Grafik wird davon ausgegangen, daß beim Beziehungstyp 01 die Buchungskreise nicht unterschiedlichen Gesellschaften angehören und deshalb zu einem Firmenverbund (Konzern) gehören. Entsprechend ist in den Bewegungsarten das Kennzeichen Buchen mit Firmenverbund gesetzt. Sobald mindestens ein Buchungskreis keiner Gesellschaft angehört handelt es sich um nicht verbundene Unternehmen. Daher müssen Sie dann Bewegungsarten mit Kennzeichen Buchen ohne Firmenverbund verwenden.

Bitte beachten Sie, daß die von SAP ausgelieferten Transfervarianten 5 und 6 nur intern verwendet werden und nicht für Anlagentransfers zur Verfügung stehen.
Bewegungsarten
sbeziehung/globaler Bewertungsbereich zu verwendenden Bewegungsarten angeben. Je nach verwendeter Transfermethode sind unterschiedliche Bewegungsarten zulässig. Im einzelnen gelten für die Customizing-Definitionen der Bewegungsarten folgende Regeln (Standardfälle):
Bewegungsartentyp/Klasse: Abgang/Zugang oder Umbuchung abgehend/zugehend
Bewegungsartentyp/anteilige Werte: Bei Abgang automatische Ermittlung - bei Zugang manuelle Eingabe
Bewegungsart/Erlöskennzeichen: Bei Abgang kein Erlös
Bewegungsartentyp/Klasse: Abgang/Zugang
Bewegungsartentyp/anteilige Werte: Bei Abgang automatische Ermittlung - bei Zugang manuelle Eingabe oder keine anteiligen Werte
Bewegungsart/Erlöskennzeichen: Bei Abgang kein Erlös
Bewegungsartentyp/Klasse: Abgang/Zugang
Bewegungsartentyp/anteilige Werte: Bei Abgang automatische Ermittlung - bei Zugang manuelle Eingabe oder keine anteiligen Werte
Bewegungsart/Erlöskennzeichen: Bei Abgang mit Erlös
Der Bewegungsartentyp aller verwendeter Bewegungsarten muß AHK-Bewegung sein.

Bitte beachten Sie, daß die bei Buchung und Gegenbuchung gültigen Bewegungsarten jeweils die gleiche Belegart verwenden müssen. In der Transfertransaktion können Sie allerdings wie auch in der Umbuchungstransaktion eine andere Belegart angeben.