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Durchlaufterminierung: Vorwärts- statt Rückwärtsterminierung aktiviert

Funktionsumfang

Die Eckterminierung eines Planauftrags wird in der Regel als Rückwärtsterminierung durchgeführt. Ausgehend vom Bedarfstermin rechnet das System die Eigenfertigungszeit des Materials, die im Materialstamm hinterlegt ist, zurück und ermittelt so den Eckstarttermin. Der Eckendtermin ist gleich dem Bedarfstermin.

Wenn der Eckstarttermin in der Vergangenheit liegen würde und die Customizing-Einstellungen das nicht erlauben, schaltet das System bei der Eckterminierung automatisch um auf Vorwärtsterminierung und plant den Auftrag mit Eckstarttermin Heute. In der Dispositionsliste und der aktuellen Bedarfs-/Bestandsliste kennzeichnet das System solche Aufträge mit der Ausnahmemeldung 30 Vorgang termingerecht einplanen.

Die anschließende Durchlaufterminierung über den Arbeitsplan ermittelt Kapazitätsbedarfe und Produktionstermine gemäß den Einstellungen im Customizing und paßt ggf. den Eckstart- oder den Eckendtermin des Planauftrags entsprechend an. In der Regel terminiert die Durchlaufterminierung rückwärts und geht dabei vom ermittelten Eckendtermin aus.

Wenn die Zeiten im Arbeitsplan wesentlich kürzer sind als die im Materialstamm, ergab sich bisher daraus unter Umständen folgende Situation: Der berechnete Produktionsstarttermin lag weiter in der Zukunft als nötig. Es erschien die obige Ausnahmemeldung, und der Auftrag wurde zur Nachbearbeitung vorgeschlagen, obwohl er faktisch noch termingerecht bis zum Bedarfstermin hätte gefertigt werden können.

Die neue Abwicklung sieht an dieser Stelle folgendes vor:

Wenn im Customizing der Durchlaufterminierung als Terminierungsrichtung Rückwärts eingetragen ist, wird das Customizing übersteuert, und es wird auf Vorwärtsterminierung umgeschaltet. Der Eckendtermin wird angepaßt. Der vorgeschlagene Eckstarttermin bleibt.