Exakte oder gerundete Darstellung der Kurvenpunkte 

Die Optionen unter Darstellung im Dialogfenster Grundeinstellungen gelten nur für Diagramme mit Referenzachsen und ohne Zeitlinienskalierung. Sie können damit festlegen, wie die Punkte der Kurve über die Referenzachse verteilt sind.

Bei der nachfolgenden Erläuterung wird davon ausgegangen, daß es sich bei der Referenzachse um die X-Achse handelt.

Die Darstellung der Kurvenpunkte ist immer dann von Bedeutung, wenn die Anzahl der Pixel (Bildpunkte) im Fenster nicht ein geradzahliges Vielfaches der Anzahl der Punkte der Kurve ist. Dies ist sehr häufig der Fall. Dabei müssen zwei Fragen beantwortet werden:

In beiden Fällen geht es um das Verhältnis der Kurvenpunkte zu den Pixeln des Fensters:

Die Auswahl der darzustellenden Punkte wird durch das System getroffen.

Im Falle einer Kurve mit 700 Punkten und einem Fenster mit 200 Pixeln muß das System 200 der 700 Punkte zur Anzeige auswählen: jeden dritten oder vierten Kurvenpunkt (d.h. theoretisch jeden 3,5-ten Kurvenpunkt).

Alle Punkte können dargestellt werden, es muß jedoch durch das System festgelegt werden, welchem Pixel jeder einzelne Punkt zugeordnet werden soll.

Im Falle einer Kurve mit 200 Punkten und einem Fenster mit 700 Pixeln können alle 200 Punkte angezeigt werden, also ein Punkt bei jedem dritten oder vierten Pixel (d.h. auf jedes 3,5-te Pixel fällt theoretisch ein Kurvenpunkt).

Die beiden möglichen Einstellungen unter Darstellung sind nachfolgend beschrieben:

Die Abstände zwischen den Punkten sind gleich groß, und jeder Punkt der Diagrammkurve liegt auf einer Gitterlinie.

Dies bedeutet, daß jedem n-ten Pixel ein Punkt (mehr Punkte als Pixel) oder genau n Pixel einem Punkt (weniger Punkte als Pixel) zugeordnet sind.

Für jeden dargestellten Punkt wird eine Gitterlinie gezogen und mit dem X-Wert des jeweiligen Punkts beschriftet. (Die Abbildung in Grundeinstellungen vornehmen enthält eine exakte Darstellung dreier Kurven. Vergleichen Sie sie mit dem Diagramm mit Stützstellen (gerundete Darstellung).)

Durch diese Regelmäßigkeit werden die Eingabedaten zwar genauer dargestellt, jedoch wird dabei der Anzeigebereich nicht gut genutzt. In obigem Beispiel werden bei 700 Pixeln und 200 Punkten nur 600 Pixel genutzt (durch Anzeige eines Punktes bei jedem dritten Pixel). Die übrigen 100 Pixel werden nicht genutzt, so daß das Diagramm innerhalb des Fensters nicht den gesamten Anzeigebereich ausfüllt.

Die Abstände zwischen den Punkten sind nicht immer genau gleich, und die Punkte der Diagrammkurve liegen nicht immer notwendigerweise auf den Gitterlinien.

Bei der gerundeten Darstellung wird bei der Zuweisung von Punkten zu Pixeln oder umgekehrt keine ganze Zahl verwendet (im Gegensatz zu dem Faktor n bei der exakten Darstellung). Stattdessen wird der Quotient der größeren und der kleineren Zahl (Pixel zu Punkten) verwendet, wobei eine unregelmäßige Zuweisung vorgenommen wird.

Wenn beispielsweise 700 Pixel und 200 Punkte vorhanden sind, wird anstatt der Zahl 3 der Quotient 3,5 benutzt. Jedes 3,5-te Pixel entspricht einem Punkt. Wenn das Ergebnis keine ganze Zahl ist, wird es abgerundet. Die ersten fünf Punkte (theoretisch den Pixeln 0, 3,5, 7, 10,5 und 14 zugewiesen) würden somit auf die Pixel 0, 3, 7, 10 und 14 fallen.

Bei dieser Darstellung fallen also die Abstände zwischen den Pixeln mit zugewiesenen Punkten unterschiedlich aus. Bei diesem Beispiel sind die Abstände zwischen jedem dritten bis vierten Punkt unterschiedlich.

Bei einem umgekehrten Verhältnis (200 Pixel und 700 Punkte) erfolgt die Berechnung auf gleiche Weise, wobei dann jeder 3,5te Punkt einem Pixel entspricht. In diesem Fall wird nur jeder dritte bis vierte Punkt dargestellt.

Bei der gerundeten Darstellung werden die Gitterlinien festgelegt, indem die Anzahl der Pixel durch die optimale Anzahl von Linien geteilt wird. Dabei wird jede Linie mit dem Zahlenwert des Punktes beschriftet, der ihr am nächsten liegt. (Die optimale Anzahl der Gitterlinien errechnet sich aus der Fensterbreite und der Größe der Zeichenfolgen für die Beschriftung der Referenzachse.) Es gibt keine Gewähr dafür, daß dieser Punkt genau auf der Gitterlinie liegt.

Vergleichen Sie die gerundete Darstellung (siehe Abbildung Diagramm mit Stützstellen (gerundete Darstellung)) mit der exakten Darstellung.

Bei der gerundeten Darstellung wird der Anzeigebereich optimal genutzt, da bei dieser Art der Darstellung nicht wie bei der exakten Darstellung die Anzahl von Pixeln dem ganzzahligen Vielfachen der Anzahl der Kurvenpunkte entsprechen muß. Beträchtliche Unterschiede zwischen den beiden Darstellungen ergeben sich beispielsweise, wenn es sich um 1000 Pixel und 501 Kurvenpunkte handelt.

Ein Diagramm mit gerundeter Darstellung ist in der Regel nicht so genau wie mit einer exakten Darstellung. In den meisten Fällen sind jedoch die unterschiedlichen Abstände zwischen den Punkten des Diagramms weder sichtbar noch von Bedeutung.