Beispielszenario: Strategie 30 

Ablauf

In diesem Beispiel wird eine Menge von 10 Stück mit dem Wunschlieferdatum Heute erfaßt. Ein solcher Auftrag kann nach der Wiederbeschaffungszeit bestätigt werden.

Phase 1: Programmplanung

Diese Phase trifft nicht auf diese Strategie zu.

Phase 2: Beschaffung vor Verkauf

Diese Phase ist ebenfalls nicht in dieser Strategie anwendbar, da keine Fertigung ohne einen Kundenauftrag stattfindet. Wenn Kundenaufträge im voraus im System vorhanden sind, wird die Fertigung vor dem Wunschlieferdatum durchgeführt.

Phase 3: Kundenauftrag

  1. Ein Kundenauftrag wird angelegt (Logistik ® Vertrieb ® Verkauf ® Auftrag ® Anlegen).

Dabei ist folgendes zu beachten:

· Es besteht die Möglichkeit, eine Menge gemäß einer ATP-Prüfregel zu bestätigen ( Bearbeiten ® Verfügbarkeit prüfen auf dem Kundenauftragsbild). Dabei ist es wichtig, daß Sie den Materialstamm so pflegen, daß die Wiederbeschaffungszeit bei der Prüfung berücksichtigt wird, da nicht immer Lagerbestand vorhanden ist.

· Das System findet den Einteilungstyp CP und den Positionstyp TAN, da die Positionstypengruppe auf NORM gesetzt wurde.
Die
Tabelle der Planungsstrategiezuordnungen zeigt diesen Vorgang.

· Das System findet die Bedarfsart KL (unter dem Registerkartentitel Beschaffung), da die Strategiegruppe auf 30 gesetzt wurde.

  1. Nach der Erfassung des Kundenauftrags enthält die Bedarfs-/Bestandsliste folgende Informationen:

Datum

Dispoelement

Zugang/Bedarf

Verfügbare Menge

<Heute>

W-BEST

 

0

<Heute>

K-AUFT

10 -

10 -

 

Phase 4: Beschaffung nach Verkauf

  1. Es wird eine Bestellanforderung im Planungslauf angelegt (Logistik ® Produktion ® Bedarfsplanung ® Gesamtplanung). Die Bedarfs-/Bestandsliste enthält folgende Informationen:
  2. Datum

    Dispoelement

    Zugang/Bedarf

    Verfügbare Menge

    <Heute>

    W-BEST

     

    0

    <Heute>

    K-AUFT

    10 -

    10 -

    <H + WBZ>

    PL-AUF

    10

    0

    Lagerfertigung + WBZ = Heute + Wiederbeschaffungszeit

    Diese Bestellanforderung ist der Ausgangspunkt für die Produktion oder externe Beschaffung. Für die Abwicklung des Beschaffungsprozesses im R/3-System gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine Möglichkeit besteht darin, den Planauftrag in einen Fertigungsauftrag umzusetzen, den Fertigungsauftrag freizugeben und den Wareneingang der Gutmenge zu buchen. Es ist jedoch auch möglich, Retouren oder andere Warenbewegungen zur Lagerfertigung zu verwenden.

  3. Nach dem Eingang des Auftrags und einem zweiten Planungslauf werden in der Bedarfs-/Bestandsliste folgende Informationen angezeigt:

Datum

Dispoelement

Zugang/Bedarf

Verfügbare Menge

<Heute>

W-BEST

 

10

<Heute>

K-AUFT

10 -

0

 

Phase 5: Warenausgang für Lieferung und Abbau von Planprimärbedarfen

Nach der Lieferung (Logistik ® Vertrieb ® Versand ® Lieferung ® Anlegen) und dem Warenausgang wird die Bedarfs-/Bestandsliste auf den Anfangszustand zurückgesetzt (leer).