Definition
Systemstatistiken werden auf den R/3-Kernel geschrieben und können mit dem
Systemlastmonitor (Transaktion ST03N) angezeigt werden. Die Systemstatistiken liefern Systemadministratoren vielseitige und detaillierte Informationen zur CPU-Zeit, der Anzahl der Datenbankänderungen, Rollout-Zeiten usw.
In Release 4.6C wurde der
Verwendung
Anhand dieser Statistik können Sie beispielsweise die Antwortzeiten verschiedener Anwendungsserver über einen bestimmten Zeitraum vergleichen oder die Anzahl der Benutzer, die auf den verschiedenen Anwendungsservern arbeiten.
Integration
Sie können die Systemlaststatistik für alle Task-Typen anzeigen (Dialog, Hintergrund, RFC, ALE und Verbuchung) oder nur für einen bestimmten Task-Typ.
In der folgenden Tabelle sind die wichtigsten statistischen Daten zur Systemlast definiert:
Mittlere CPU-Zeit |
Durchschnittliche CPU-Zeit, die in dem Workprozeß verbraucht wurde. Während eines Dialogschritts wird die CPU des Anwendungsservers für die Verarbeitung verwendet (Laden, Generieren, Verarbeitung von Datenbankanforderungen, ABAP-Verarbeitung usw.). Die CPU-Zeit wird vom Betriebssystem bestimmt. Am Ende eines Transaktionsschritts fragt der R/3-Workprozeß die CPU-Zeit vom Betriebssystem ab. Die CPU-Zeit ist daher keine additive Komponente der Antwortzeit, im Gegensatz zur Wartezeit, der Roll-In-Zeit, der Ladezeit und der Datenbankzeit. |
Mittlere Antwortzeit |
Die durchschnittliche Antwortzeit eines Dialogschritts ist die durchschnittliche Zeit, die ab dem Zeitpunkt gemessen wird, zu dem ein Dialog eine Anforderung an einen Dispatcher-Workprozeß sendet, über die Verarbeitung des Dialogs bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Dialog beendet ist und die Daten an die Präsentationsschicht übergeben werden. Die Antwortzeit zwischen dem SAP GUI und dem Dispatcher ist in diesem Wert nicht enthalten. Die Antwortzeit beinhaltet NICHT die Zeit für die Übertragung der Daten vom R/3-Frontend an den Anwendungsserver. Bei Netzwerken mit schlechter Performance kann daher eine sehr subjektive Antwortzeit entstehen. Die Übertragungszeit ist in der GUI-Netzwerkzeit enthalten. Die Antwortzeit wird gewöhnlich in Wartezeit plus Ausführungszeit unterteilt. Die SAP-Antwortzeit setzt sich aus den folgenden Komponenten zusammen: Antwortzeit = Wartezeit + Ausführungszeit Ausführungszeit = Generierungszeit während des Laufs + Ladezeit für Programme, Bilder und grafische Benutzungsoberfläche + Roll-Zeiten für das Roll-In der Arbeitsdaten + ABAP-Verarbeitungszeit + Datenbankzeit + Enqueue-Zeit für logische SAP-Sperrverfahren + CPIC/RFC-Zeit + Roll-Wartezeit (außer Task-Typen RFC/CPIC/ALE). Die CPU-Zeit ist keine additive Komponente der Antwortzeit, sondern die Summe der von den einzelnen Komponenten verwendeten CPU-Zeit. Die CPU-Zeit bietet daher zusätzliche, unabhängige Informationen zur Antwortzeit |
Mittlere Wartezeit |
Zeit, die ein unverarbeiteter Dialogschritt in der Dispatcher-Warteschlange auf einen freien Workprozeß wartet. Unter normalen Bedingungen sollte der Dispatcher-Workprozeß einen Dialogschritt sofort nach Empfang des Auftrags von dem Dialogschritt an den Anwendungsprozeß weitergeben. Unter diesen Bedingungen sollte die mittlere Wartezeit einige Millisekunden betragen. Ist der Anwendungsserver oder das gesamte System stark belastet, kann dies zu Staus in der Dispatcher-Warteschlange führen. |
Mittlere Lade- und Generierzeit |
Erforderliche Zeit für das Laden und Generieren von Objekten wie ABAP-Quellcode und Bildschirminformationen von der Datenbank. |
DB-Aufrufe |
Anzahl der geparsten Zugriffe auf die Datenbank. |
DB-Zugriff |
Anzahl der logischen ABAP-Zugriffe auf Daten in der Datenbank. Diese Zugriffe gehen durch die R/3-Datenbankschnittstelle und werden in einzelne Datenbankaufrufe geparst. Das Verhältnis der Datenbankaufrufe zu den Datenbankzugriffen ist wichtig. Wenn der Zugriff auf Informationen in einer Tabelle in den SAP-Puffern gepuffert wird, sind keine Datenbankaufrufe auf den Datenbankserver erforderlich. Das Verhältnis Aufrufe/Zugriffe gibt daher einen Hinweis auf die Effizienz der Tabellenpufferung. Ein gutes Verhältnis wäre 1:10. |
GUI-Zeit |
Die GUI-Zeit wird im Workprozeß gemessen und ist die Antwortzeit zwischen dem Dispatcher und dem GUI. |
Roll-Ins |
Anzahl der eingelagerten Benutzerkontexte. |
Roll-Outs |
Anzahl der ausgelagerten Benutzerkontexte. |
Roll-In-Zeit |
Verarbeitungszeit für Roll-Ins. |
Roll-Out-Zeit |
Verarbeitungszeit für Roll-Outs. |
Roll-Wartezeit |
Wartezeit im Rollbereich. Wenn synchrone RFCs aufgerufen werden, führt der Workprozeß einen Roll-Out durch und muß auf das Ende des RFC im Rollbereich warten, selbst wenn der Dialogschritt noch nicht abgeschlossen ist. Im Rollbereich können auch RFC-Serverprogramme auf andere RFCs warten, die an sie gesendet werden. |
Mittlere Zeit pro logischem Datenbankaufruf |
Mittlere Antwortzeit für alle an das Datenbanksystem gesendeten Befehle (in Millisekunden). Die Zeit hängt von der CPU-Kapazität des Datenbankservers, dem Netzwerk, der Pufferung und von den Ein-/Augabefähigkeiten des Datenbankservers ab. Die Zugriffszeiten auf gepufferte Tabellen sind sehr viel schneller und werden hier nicht berücksichtigt. |