Prozeßtyp 

Definition

Der Prozeßtyp unterscheidet zwischen den verschiedenen Arten der Beschaffung oder des Verbrauchs von Materialien. So gibt es beispielsweise die Prozeßtypen "Fertigung" oder "Bestellung". Die verschiedenen Arten der Beschaffung oder des Verbrauchs werden im System auf verschiedene Arten abgewickelt. Aufgrund dieser verschiedenen Abwicklungen schreibt das System unterschiedliche Daten fort. Auf Basis dieser Daten kann das System Merkmale ableiten, die zur Bildung von Beschaffungsprozessen, Beschaffungsalternativen und Verbrauchsalternativen herangezogen werden können.
Beispielsweise können zu einem Fertigungsprozeß die folgenden Merkmale fortgeschrieben werden:

Zu dem Beschaffungsprozeß "Bestellung" besteht die Möglichkeit, folgende Merkmale zu ermitteln:

Welche dieser Merkmale letztendlich für die Bildung von Beschaffungsalternativen oder Prozessen herangezogen werden, legen Sie über die Controlling-Ebene fest.

Verwendung

Der Prozeßtyp wird im Produktkosten-Controlling beispielsweise in der Produktkostenplanung und in der Anwendungskomponente Istkalkulation/Material-Ledger zur Bildung von Beschaffungsalternativen und Beschaffungsprozessen verwendet.

Struktur

Die folgenden Prozeßtypen werden unterschieden:

Kategorie

Prozeßtyp

 

Beschaffung

Bestellung

einstufig

 

Umbuchung Material

einstufig

 

Fertigung

mehrstufig

 

Lohnbearbeitung

mehrstufig

 

Umbuchung Sonderbestand

mehrstufig

 

Umlagerung

mehrstufig

Verbrauch

Anlage

einstufig

 

einstufiger Auftrag (Innenauftrag)

einstufig

 

Kundenauftrag

einstufig

 

Kostenstelle

einstufig

 

Kostenträger

einstufig

 

Projekt

einstufig

 

Umbuchung Material

einstufig

 

Fertigung

mehrstufig

 

Lohnbearbeitung

mehrstufig

 

Umbuchung Sonderbestand

mehrstufig

 

Umlagerung

mehrstufig

Bei Warenbewegungen ermittelt das System den Prozeßtyp automatisch in Abhängigkeit von der Bewegungsart.

Integration