Automatische Fehlerbehebung durch das System 
Es gibt drei verschiedene automatische Fehlerbehebungsstrategien, die je nach Fehlerart angewendet werden können. (Siehe
Steuerung der automatischen Fehlerbehebung):Reduktion der Iststückliste (Fehler: Schwellwertüberschreitung bei gerichteter Stufe):
In der Iststückliste werden für jede Beschaffungsalternative Istmengen geführt. Im Falle einer unrealistischen Inputmenge für eine höhere Stufe (z.B. durch große Mengen WIP), kann eine Beschaffungsalternative bei der mehrstufigen Preisermittlung fehlerhaft werden (Schwellwertüberschreitung oder negativer Preis). Die Stücklistenreduktion verwendet im ersten Schritt das Minimum aus dem Ist- und dem Sollverbrauch und versucht, hiermit einen mehrstufigen Materialpreis zu ermitteln. Führt diese erste Reduktion nicht zum Ziel, werden alle Abweichungen durch Inputmaterialien vollständig ignoriert (sogenannte Null-Stückliste). Es werden dann also nur noch die Kosten dieser Stufe berücksichtigt. Die nicht an höhere Stufen weiterverteilten Preisdifferenzen der Inputmaterialien erscheinen bei den Inputmaterialien in der Zeile Nicht verrechnet.
Aufschneiden von Verbindungen in einem Zyklus (Fehler: Schwellwertüberschreitung oder negativer Preis bei einem Zyklus):
Wird ein Zyklus festgestellt, so können im einfachsten Fall alle Verbindungen dieses Zyklus in einem Schritt aufgeschnitten werden. Dieser Zyklus bleibt damit in der mehrstufigen Materialpreisermittlung vollkommen unberücksichtigt, die nicht verteilten Preisdifferenzen aller Materialien in diesem Zyklus erscheinen in der Zeile Nicht verrechnet. Dieses Verfahren kann vom System automatisch verwendet werden, wenn Zyklen zu Schwellwertüberschreitungen oder negativen Preisen führen.
Sukzessives Aufschneiden eines Zyklus (Fehler: Zyklus konvergiert nicht):
Konvergiert ein Zyklus nicht, so kann das System die Verbindungen sukzessive aufschneiden. Dabei werden alle Verbindungen in einem Zyklus untersucht und es wird zunächst diejenige mit dem geringsten gewichteten Mengenfluss aufgeschnitten. Führt dies noch nicht zum Erfolg, wird die Verbindung mit dem nächstgrößeren gewichteten Mengenfluss aufgeschnitten und so fort. Die Berechnung der gewichteten Mengenflüsse erfolgt für jedes Material des Zyklus nach der folgenden Formel:

Wird ein Material in einem Kuppelprozess verbraucht, so wird nur der dem Aufteilungsschema entsprechende Anteil dieses Verbrauchs als Mengenfluss in den Zyklus berücksichtigt.
Die nicht verteilten Preisdifferenzen aller Materialien in diesem Zyklus erscheinen in der Zeile Nicht verrechnet.

Kalkulation mit einem alternativen Preis (Fehler: Negativer Preis, kumulierte Menge ist Null):
Hierbei wird nach der folgenden Strategie versucht, einen Preis zu ermitteln:
In der Meldung zum Material wird festgehalten, welcher Preis verwendet wurde.
Die Preisdifferenzen erscheinen bei dem Material in der Zeile Nicht verteilt.