Einfluß auf Abarbeitung eines Ableitungsschritts 

Verwendung

Standardmäßig läuft die Abarbeitung eines Ableitungsschritts folgendermaßen ab:

  1. Falls Sie eine Bedingung für die Durchführung des Ableitungsschritts festgelegt haben (s.u.), wird diese zunächst überprüft. Ist die Bedingung nicht erfüllt, so wird der Schritt nicht ausgeführt.
  2. Es wird geprüft, ob die Quellfelder initial sind. Ist eines der Quellfelder initial, wird die Ableitung nicht durchgeführt.
  3. Sind noch nicht alle Zielfelder des Ableitungsschritts mit Werten versorgt, wird der Ableitungsschritt durchgeführt. Werden Werte gefunden, dann werden alle noch unversorgten Zielfelder besetzt. Die bereits gefüllten Felder bleiben unverändert.
  4. Können aufgrund der vorgegebenen Quellfeldwerte in dem Ableitungsschritt keine passenden Zielwerte gefunden werden, bleiben alle Zielfelder unverändert. Es wird keine Fehlermeldung ausgegeben. Eine Ausnahme sind die Ableitungsregeln, bei denen standardmäßig eine Fehlermeldung ausgegeben wird.

Dies bedeutet, daß die Merkmalsableitung standardmäßig bereits gefüllte Felder nicht mehr überschreibt. Zu beachten ist allerdings, daß hier insbesondere das Kontierungsbild des CO-PA (Dialogfenster Kontierung auf Ergebnisobjekt) noch mit einer eigenen Logik verwaltet, welche Zielfelder neu abzuleiten sind und welche nicht mehr verändert werden dürfen. Mit Hilfe der Ableitungsanalysefunktion auf dem Kontierungsbild können Sie das Zusammenspiel des Kontierungsbilds mit der Merkmalsableitung nachvollziehen.

Funktionsumfang

Diese standardmäßig vorgesehene Abarbeitung der Ableitungsschritte können Sie mit Hilfe von Bedingungen sowie Schritt- und Feldeigenschaften beeinflussen:

Bedingung

Die Bedingung, unter der ein Schritt ausgeführt werden soll, können Sie je Ableitungsschritt unter Bedingung hinterlegen. Eine Bedingung besteht aus einer Reihe von Teilbedingungen, die Merkmale mit Konstanten vergleichen.

Sie könnten für einen Schritt hinterlegen, daß er nur unter der Bedingung ausgeführt wird, daß die Verkaufsorganisation gleich '0010' und die Artikelnummer größer gleich 'P-100' und kleiner gleich 'P-199' ist. Geben Sie dazu unter Bedingungen folgendes ein:

Herkunft

Name

Bezeichnung

Operand

Wert

Bezeichnung

CO-PA

ARTNR

Artikelnummer

>=

P-100

Pumpe 100

CO-PA

ARTNR

Artikelnummer

<=

P-199

Pumpe 199

Beachten Sie bei diesem Beispiel, daß die Artikelnummer im System einen zeichenartigen Typ besitzt und nicht numerisch ist. Eine Größer- oder Kleiner-Bedingung vergleicht daher alphabetisch (im Sinne des Rechnerzeichensatzes). Das heißt, eine Artikelnummer '100' ist kleiner als eine Artikelnummer '20', da 100 alphabetisch vor 20 liegt.

Schritteigenschaften

Über die Schritteigenschaften können Sie unter Eigenschaften je Ableitungsschritt steuern, ob eine Fehlermeldung ausgegeben wird, wenn keine Zielwerte gefunden wurden. Bei Ableitungsregeln ist dieses Verhalten standardmäßig eingeschaltet. Wollen Sie in einer Ableitungsregel nicht für jede praktisch mögliche Quellwertkombination Einträge pflegen, dann sollten Sie hier die Fehlermeldungsausgabe ausschalten.

Bei Ableitungsregeln können Sie noch zusätzliche Schritteigenschaften einstellen:

Wird diese Eigenschaft eingeschaltet, dann können die Einträge zu einer Ableitungsregel mit einem Gültig-Ab-Datum erfaßt werden.

Falls Sie in der Pflege der Regeleinträge ohne Von-Bis-Werte auskommen können, dann sollten Sie diese Eigenschaft einschalten. Damit kann die Merkmalsableitung beschleunigt werden.

Diese Eigenschaft wird im allgemeinen nicht benötigt. Sie ist nur dann hilfreich, wenn Sie beispielsweise einen Batch-Input auf die Erfassungstransaktion KEDE programmieren und direkt in die Pflege einer bestimmten Regel springen wollen. Dafür steht im Menü die Funktion Springen -> Direktansprung zur Verfügung, bei der Sie einen hier hinterlegten Namen angeben können.

Feldeigenschaften

Feldeigenschaften können Sie über zu den Quell- und den Zielfeldern festlegen.

Bei einem Tabellenzugriff haben Sie noch zusätzliche Möglichkeiten, Feldeigenschaften zu den Quell- und Zielfeldern anzugeben. Sie können beispielsweise nur einen Teil des jeweiligen Felds berücksichtigen.