Verkaufspreisumbewertungs-Bearbeitung 

Einsatzmöglichkeiten

Mit diesem Prozeß können Sie Bestände, die zu Verkaufspreisen bewertet sind, bei einer Verkaufspreisänderung umbewerten.

Neben der Bestandsführung zu Einkaufspreisen ist im Handel die Bestandsführung zu Verkaufspreisen üblich. Die Bestandswerte zu Verkaufspreisen werden z.B. für eine Limitplanung oder eine Absatz-/Umsatzplanung genutzt. SAP Retail unterstützt sowohl die spannenwirksame wie auch die spannenneutrale Umbewertung. Bei einer spannenneutralen Umbewertung wird neben dem Wert zu Verkaufspreisen auch der Bestandswert zu Einkaufspreisen entsprechend der alten Bestandsspanne verändert. Die spannenneutrale Umbewertung kann notwendig sein, um Verkaufspreisänderungen zum Zeitpunkt ihres Entstehens erfolgswirksam, d.h. für die Finanzbuchhaltung relevant, zu machen.

Es kann zwischen folgenden Verkaufspreisänderungen als Ursache für die Umbewertung unterschieden werden:

Der Verkaufspreis laut Konditionen ist zentral in den zeitabhängigen Konditionen abgelegt. Bei Änderung dieses Preises muß in der Regel der gesamte Bestand umbewertet werden. Gründe für einen neuen Verkaufspreis können z.B. eine Neukalkulation oder eine Neufestsetzung des Preises aufgrund eines Vorschlages aus der Filiale sein.

Aktionspreise werden parallel zum Verkaufpreis laut Konditionen in den zeitabhängigen Konditionen abgelegt. Ein Aktionspreis ist für den Zeitraum einer bestimmten Aktion gültig.

Unter lokalen Preisänderungen werden Abschriften und Preiserhöhungen verstanden, die zu einer Korrektur des Gesamt- oder des Teilbestands eines Betriebes führen. Veranlasser für die Preisänderung ist der einzelne Betrieb. Der Verkaufspreis laut Konditionen wird nicht geändert.

Wenn eine Umlagerung zwischen zwei Betrieben stattfindet, die unterschiedliche Verkaufskonditionen haben, ist i.d.R. eine Verkaufspreis-Teilumbewertung für die umgelagerte Ware erforderlich.

Die Bewertung von Warenbewegungen mit dem zum Buchungsdatum gültigen Verkaufspreis könnte zu Ungenauigkeiten bei der Verkaufspreisbewertung führen, wenn das Buchungsdatum vom Tagesdatum abweicht, der Verkaufspreis sich seit dem Buchungsdatum geändert hat und eine entsprechende Umbewertung erfolgt ist.

Die Summe der Preise von einzelnen Komponenten eines strukturierten Artikels entspricht nicht immer dem Einzelpreis des strukturierten Artikels. Um Differenzen bei der Verkaufspreisbewertung zu vermeiden, ist eine Umbewertung durchzuführen.

Für Preisänderungen, die erst beim Abverkauf erfaßt werden, wird keine separate Umbewertung durchgeführt. Die Korrektur der Bestandskonten erfolgt durch die Verarbeitung der Kassendaten über den POS-Interface-Eingang. In SAP Retail werden solche Preisänderungen wie Rabatte behandelt.

Ablauf

  1. Sie können zwischen folgenden Umbewertungsverfahren wählen:
  1. Je nach Umbewertungsverfahren erfassen Sie entweder zur Umbewertung relevante Daten wie z.B. Betrieb und Artikel oder diese Daten werden aus vorgelagerten Prozessen übernommen.
  2.  

  3. Bei der Teilumbewertung und bei Artikeln, die auf einem Wertartikel im Bestand geführt werden, erfassen Sie immer die umzubewertende Menge. Bei der Gesamtumbewertung und artikelgenauer Bestandsführung wird die Menge aus der Bestandsführung ermittelt.
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  5. Eine Umbewertung des gesamten bewerteten Bestandes eines rein wertmäßig bestandsgeführten Artikels erfolgt - nach durchgeführter Artikelzählung - über die die "VKP-Teilumbewertung", wobei dann der gesamte Bestand eingetragen wird.
  6.  

  7. Auf Basis aller so erfaßten bzw. ermittelten Daten wird die Umbewertung durchgeführt und ein Verkaufswertänderungs-Beleg erzeugt.

Eine Umbewertung bei Aktionen muß nur dann erfolgen, wenn der Aktionsbestand nicht getrennt bewertet wird und das Umbewertungsprofil entsprechend eingestellt ist.

Bei Artikeln mit Preisbindung ist eine Verkaufspreisumbewertung meist nicht erwünscht und daher nicht ohne weiteres zulässig.

Hinweise und Anmerkungen