Verwendung
Durch die Wareneingangskontrolle wird im Detail geprüft, ob die Lieferung alle Anforderungen erfüllt. Von der Dauer der Kontrolle und den angewendeten Verfahren hängt im wesentlichen die Zubuchung auf eine Bestandsart ab.

Funktionsumfang
Mengenprüfung
Eine Mengenprüfung kann auf zwei Arten erfolgen:
Anhand einer Zählliste können die Wareneingangsmengen kontrolliert werden. Die Vergleichszahlen basieren entweder auf der Bestellmenge, der Menge aus einem Lieferavis oder auf der Grobwareneingangsmenge.
Die Menge wird bei einer Wareneingangsbuchung vom System vorgeschlagen. Dabei wird die Menge sowohl in Bestellmengeneinheit als auch in der Basismengeneinheit angezeigt. Der Wareneingang läßt sich auch in anderen Mengeneinheiten erfassen, falls für den betroffenen Artikel eine Vorschrift für die Umrechnung in die Basismengeneinheit hinterlegt wurde.
Beim Wareneingang kann man auf verschiedene Belege Bezug nehmen. Die vorgeschlagenen Werte stammen abhängig vom Bezugsbeleg aus einer Bestellung, einem Lieferavis, einem Grobwareneingang oder einer Lieferung.
Prüfung des Mindesthaltbarkeitsdatums
Bei Artikeln mit Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) muß entweder das Haltbarkeitsdatum oder die Restlaufzeit erfaßt werden. Die eingegebene Information wird mit den entsprechenden Daten im Artikelstamm abgeglichen. Falls die Mindesthaltbarkeit nicht gewährleistet ist, wird abhängig von den Customizing-Einstellungen eine Warn- oder Fehlermeldung ausgegeben.
Prüfung der Unter-/Überlieferungstoleranz
Falls vom Einkauf Unter- bzw. Überlieferungstoleranzen definiert wurden, werden diese nach Eingabe der Mengen automatisch geprüft. Bei Überschreitung der Toleranzen kann das System mit einer Warnmeldung oder mit einer Fehlermeldung reagieren, um ggf. den Wareneingang abzuweisen. Bei einer Unterlieferung bleibt die zugehörige Bestellposition über die Restmenge offen, d.h. ein weiterer Wareneingang wird erwartet. Um das zu vermeiden, kann das Endlieferkennzeichen gesetzt werden.
Versandvorschriften
Falls mit dem Lieferanten Verpackungs- und Versandvorschriften vereinbart wurden, kann der Einkauf diese in der Bestellung festhalten. Die Einhaltung dieser Kriterien und Vorschriften kann im Wareneingang kontrolliert werden, um die Umschlagsfähigkeit der Ware zu prüfen und ggf. Abweichungen zu beanstanden. Die Ergebnisse dieser Prüfung können zur Lieferantenbeurteilung herangezogen werden.
EAN-Kontrolle
Beim Wareneingang werden Ihnen zwei EANs zur Pflege angeboten:
Wenn die EAN in Bestellmengeneinheit im System bekannt ist, wird sie beim Wareneingang vorgeschlagen. Sie können aber den Wert überschreiben, wodurch dann die neue Nummer als zusätzliche EAN im Artikelstamm angelegt wird.
Wenn die EAN in Bestellmengeneinheit im System nicht bekannt ist, können Sie sie beim Wareneingang erfassen. Die Nummer wird dann in den Artikelstamm übernommen.
Sie haben auch die Möglichkeit zusätzlich zur EAN in Bestellmengeneinheit eine andere Mengeneinheit mit der zugehörigen EAN zu erfassen. Voraussetzung dafür ist, daß die Mengeneinheit im Artikelstamm bereits gepflegt ist.
Wenn zu der Mengeneinheit noch keine EAN im Artikelstamm existiert, wird die neue Nummer als Haupt-EAN angelegt. Andernfalls wird sie als zusätzliche EAN im Artikelstamm hinzugefügt.