OPS: Zentrales Szenario 

 

Es gibt ein globales Archivierungsverzeichnis, das im Normalfall auf dem Rechner der DDB-Instanz angelegt ist. Dieses Verzeichnis ist von den anderen Rechnern aus über NFS-Mount erreichbar. Somit sichern alle Archivierungsprozesse die Online-Redo-Log-Dateien in dieses globale Archivierungsverzeichnis (gegebenenfalls über das Netz).

Definition in init<DBSID>.ora :

log_archive_dest = /oracle/C11/saparch/C11arch

log_archive_format = %t_%s.dbf

%t - Threadnummer (zur Identifizierung der Instanz)

%s - Log-Sequenznummer

Der ORACLE-Platzhalter @ (für ORACLE_SID) darf im Namen einer Offline-Redo-Log-Datei nicht erscheinen, also auch weder in log_archive_dest noch in log_archive_format .

BRARCHIVE wird nur auf dem Rechner einer ORACLE-Instanz (im allgemeinen der DDB-Instanz, da dort im Normalfall das Archivierungsverzeichnis lokal verfügbar ist und damit keine Archivierung über das Netz erfolgen muß) gestartet und archiviert die gesamten Offline-Redo-Log-Dateien aller ORACLE-Instanzen.

BRARCHIVE schreibt für jede ORACLE-Instanz ein eigenes, summarisches Protokoll arch<DBSID>.log , das ins globale Archivierungsverzeichnis abgelegt wird.

Vorteile

Nachteile

 

Der Einsatz des zentralen Szenarios ist wegen der möglichen Netzprobleme nur für Testsysteme mit sehr stabilem und zuverlässigen Netzwerk akzeptabel.

Weitere Bemerkungen

Die Offline-Redo-Log-Dateien werden benötigt, wenn die Datenbank wiederhergestellt werden muß. Recovery-Maßnahmen sollten nur von einem erfahrenen Administrator durchgeführt werden, der das OPS-spezifische Verhalten des Datenbanksystems in diesem Fall kennt.

Wenn die Offline-Redo-Log-Dateien zurückgeladen werden sollen, ist auf folgendes zu achten:

Die benötigten Offline-Redo-Log-Dateien aller Instanzen können in das globale Archivierungsverzeichnis zurückgeladen werden (mittels SAPDBA oder einem BRRESTORE-Aufruf). Auf der Instanz mit dem globalen Archivierungsverzeichnis (i. allg. die DDB-Instanz, siehe obige Abbildung) können Sie dann das Recovery starten (Informationen dazu finden Sie in der ORACLE-Dokumentation).