Oracle-Datenbanken auf Raw-Devices 

Häufig wird von Anwendungsprogrammen (z.B. Datenbankenverwaltungssysteme) die Dateiverwaltung des UNIX-Systems umgangen, und die Daten werden direkt auf eine Partition geschrieben. In diesem Fall wird die Partition als Raw-Device genutzt. In einer solchen Partition ist dann kein Dateisystem vorhanden. Diese Art der Speichernutzung kann Geschwindigkeitsvorteile beim Zugriff auf die Daten bringen, erfordert aber auf der anderen Seite eine eigene Dateiverwaltung.

Eine Oracle-Datenbank kann auf Raw-Devices betrieben werden. Die SAP-Dienstprogramme für Datenbanksicherungen unterstützen diese Konfiguration.

Vorteile

Eine Arbeit auf Raw-Devices bringt aus folgenden Gründen erhebliche Performance-Gewinne:

Wenn Sie das Oracle-Datenbanksystem auf Raw-Devices betreiben, ist es möglich, die Parallel-Server-Option einzusetzen.
Oracle-Datenbanken und Parallel-Server-Option (OPS)

Nachteile

Eine Arbeit auf Raw-Devices führt aus folgenden Gründen zu einer erschwerten Administration:

SAPDBA kann nur beschränkt Prüfungen in Raw-Devices durchführen, da nur diejenigen Raw-Devices geprüft werden, die dem Datenbankbenutzer ora<sapsid> gehören. Es werden nur die dieser Datenbank SAPSID zugeordneten Raw-Devices erkannt (SAPDBA prüft nicht, ob Objekte anderer Anwendungen in diesen Raw-Devices liegen).