Tablespace anlegen 

Mit der Funktion Create tablespace können Sie neue Tablespaces anlegen. SAPDBA erlaubt nur das Anlegen von Tablespaces, die den Namenskonventionen für SAP-Tablespaces (PSAP<Name>D/I) entsprechen. PSAPROLL und PSAPTEMP können Sie ebenfalls mit SAPDBA anlegen, nicht jedoch den Tablespace SYSTEM.

Wenn Sie einen Tablespace anlegen, überprüft SAPDBA, ob der korrespondierende Tablespace existiert. Das Ergebnis der Prüfung wird angezeigt, der eventuell fehlende korrespondierende Tablespace wird jedoch nicht automatisch angelegt. Es ist Ihre Aufgabe, dafür zu sorgen, daß sowohl der Daten-Tablespace als auch der Index-Tablespace existieren.

Geben Sie den Namen des Tablespaces an. Wählen Sie dann Create tablespace <Tablespace-Name>. Je nachdem, ob Sie eine Datei (in file system) oder ein Raw-Device (on raw device) dem Tablespace zuordnen möchten, erscheinen folgende Menüpunkte:

Create new tablespace <Tablespace-Name>

Corresponding <index/data> tablespace <Tablespace-Name> exists/does not exist

 

Dateisystem

Raw-Devices

a -

File system or raw device

File system or raw device

New data file name/Required raw device name

b -

File size

Enter raw device name

c -

Select sapdata path

Select raw device in path

d -

Alter suggested path

File size on raw device

e -

Default storage parameters

 

s -

Start (create tablespace)

Start (create tablespace)

q -

Return

Return

 

File system or raw device: SAPDBA zeigt Ihnen an, ob Sie in einem Dateisystem (file system) oder auf Raw-Devices (raw device) arbeiten. Sie können an dieser Stelle nochmals zwischen einer Arbeit im Dateisystem oder auf Raw-Devices wählen. Wenn Sie auf Raw-Devices arbeiten, werden Ihnen der ORACLE-Name des Raw-Devices und die geforderte Raw-Device-Bezeichnung angezeigt. Siehe auch Unterstützung der Raw-Device-Konfiguration durch SAPDBA.

Dateisystem:

Sie können entscheiden, in welches der angezeigten sapdata-Verzeichnisse Sie den neuen Tablespace legen möchten. Achten Sie darauf, daß ein Datentablespace und sein zugehöriger Indextablespace (korrespondierende Tablespaces) in verschiedenen sapdata-Verzeichnissen liegen.

Sie sollten den Namen der neuen Datendatei immer mittels Select path festlegen, da Sie so wichtige Zusatzinformationen erhalten: welche Verzeichnisse stehen zur Verfügung, wieviel freien Speicherplatz gibt es, in welchen Verzeichnissen befinden sich die Dateien des korrespondierenden Tablespaces (wenn vorhanden).

Siehe Namenskonvention.

Sie können einen anderen Dateinamen angeben. SAPDBA prüft dann u.a. auch, ob das Datei-System, das vorgeschlagen wurde, über ausreichend Speicherplatz verfügt, um die neue Datendatei aufzunehmen.

Raw Devices:

SAPDBA prüft, ob:

SAPDBA prüft dahingegen nicht, ob das Raw-Device von einer anderen Anwendung genutzt wird oder ob die Platte partitioniert ist und die Partitionen belegt sind.

Sie können entscheiden, welches der angezeigten Raw-Devices Sie wählen möchten. Wenn die Namenskonvention nicht den SAP-Normen entspricht, zeigt SAPDBA Ihnen das an. Ändern Sie gegebenenfalls als Benutzer root die Raw-Device-Bezeichnung. Die Größe des ausgewählten Raw-Devices wird von SAPDBA angezeigt, kann jedoch nicht verändert werden.

Start (create tablespace): Anlegen des Tablespaces. SAPDBA erzeugt ein Protokoll <Zeitstempel>.ext .

SAP erlaubt derzeit zusätzlich zu den ausgelieferten Tablespaces (siehe Tablespaces und SAP-Namenskonvention) weitere eigene Tablespaces anzulegen (PSAPUSER<n>D/I, n<=9). SAPDBA aktualisiert die Datenbanktabellen TAORA bzw. IAORA, damit Sie auch in einen von Ihnen neu angelegten Tablespace Tabellen bzw. Indizes vom R/3-System aus anlegen können.