Protokoll- und Trace-Dateien löschen 

Es ist wichtig, daß Sie regelmäßig alte Protokoll-, Trace- und Audit-Dateien löschen, vor allem solche, die durch das Datenbanksystem erzeugt wurden.

Wenn das Protokolldateiverzeichnis für die ALERT- und Trace-Dateien der Datenbank voll wird, gibt das Datenbanksystem Fehlermeldungen aus, die möglicherweise schwer zu diagnostizieren sind. Aus Platzgründen sollten Sie auch den Audit-Trail des Betriebssystems regelmäßig leeren.

Mit SAPDBA können Sie die folgenden Arten von Protokoll- und Trace-Dateien löschen:

SAPDBA-Protokolle und zugehörige Verzeichnisse von Aktionen, die im zentralen Protokoll als fehlerhaft angezeigt werden, werden von SAPDBA nicht gelöscht.

Das Löschen von BRBACKUP/BRARCHIVE-Protokollen führt dazu, daß die Informationen zu den entsprechenden Sicherungen im Computing Center Management System des R/3-Systems nicht mehr angezeigt werden können. Beachten Sie außerdem: Wenn eine Sicherung, für die das entsprechende Protokoll gelöscht wurde, mit SAPDBA zurückgeladen werden soll, muß zuerst das Protokoll zurückgeladen werden.

Sorgen Sie daher immer dafür, daß eine genügend große Anzahl von Protokollen vorhanden ist (Vorschlagswert von SAPDBA: es werden nur Protokolle, die älter als 30 Tage sind, gelöscht).

Wenn Sie die Anzahl der Tage, für die das Löschen der Protokolle/Verzeichnisse gesperrt sein soll, nicht explizit festlegen, werden Standardwerte verwendet, die im allgemeinen im Profil init<DBSID>.dba gesetzt sind (siehe Beispiel eines Initialisierungsprofils).

ALERT-Datei

Die ALERT-Datei ( alert_<DBSID>.log ) des Datenbanksystems wird im Verzeichnis <SAPDATA_HOME>/saptrace/background abgelegt. In dieser Datei werden die Datenbankaktivitäten fortlaufend protokolliert. Wenn es zu Datenbankproblemen kam, können Sie anhand dieser Datei nachvollziehen, was geschehen ist. Die ALERT-Datei enthält also sehr wichtige Informationen. Deshalb stellt SAPDBA keine Option zur Verfügung, um diese Datei zu löschen. Dies geschieht zu Ihrer eigenen Sicherheit.

Auditprotokolle

Auditprotokolle enthalten Informationen über die geprüfte Datenbankaktion, über den Benutzer, der die Operation ausgeführt hat und über Datum und Zeit der Operation. Auditprotokolle können im Audit-Trail des Betriebssystems gespeichert werden ( <ORACLE_HOME>/rdbms/audit ). Auch wenn kein gezieltes Auditing durchgeführt wird, schreibt ORACLE bei jedem Anmelden an die Datenbank ein Auditingprotokoll. Daher kann dieses Verzeichnis sehr schnell viele Dateien enthalten. Löschen Sie regelmäßig alte Auditprotokolle.

Kommandozeilenoption

Sie können Protokoll-, Trace- und Audit-Dateien auch über die Kommandooption sapdba -cleanup löschen (siehe auch SAPDBA-Kommandomodus). Überprüfen Sie, ob die Parameter in init<DBSID>.dba entsprechend eingestellt sind (siehe Initialisierungsprofil init<DBSID>.dba). SAPDBA löscht dann bei Aufruf mit dieser Option alle oben aufgezählten Dateien und Verzeichnisse, die älter als die angegebene Zeitspanne (in Tagen) sind.