Absatz- und Produktionsgrobplanung (PP-SOP) 

Das Application-Link-Enabling-Szenario der Absatz- und Produktionsgrobplanung ist ein Anwendungsfall der Informationsstruktur-Verteilung

Im Rahmen der Absatz- und Produktionsgrobplanung (Sales Operation Planning, SOP) werden lang- und mittelfristige Absatzmengen festgelegt und die hierzu benötigten Produktionsaktivitäten grob geplant. Dabei soll aufgrund der Datenfülle keine detaillierte Planung über Stücklistenauflösung und Arbeitsplanterminierung erfolgen, das Ziel ist vielmehr eine grobe Abschätzung der Realisierbarkeit der aufgestellten Pläne.

 

Prinzip des SOP

 

Die SOP kann auf der Ebene von Enderzeugnissen oder über Produktgruppen durchgeführt werden. In Produktgruppen können beliebige Materialien oder wiederum Produktgruppen zusamengefaßt werden.

Die genaue Aufschlüsselung erfolgt auf der Ebene Material und Werk.

Eine umfassende Beschreibung der SOP ist in der Funktionsbeschreibung "Das Produktionsplanungssystem der SAP" nachzulesen.

Im ALE-Verteilungsszenario der SOP gibt es ein zentrales Planungssystem und dezentrale R/3-Systeme, die ebenfalls planen können:

Durch diesen Planungsmechanismus wird im zentralen System die Gesamt-Planung sichtbar.

 

Konkurrierende SOP-Planung

 

Rahmenbedingungen

SAP liefert Standard-Informationsstrukturen aus. Auf dieser Basis kann der Kunde beliebige Informationsstrukturen erzeugen.

Die Daten des SOP können nur zwischen systemübergreifend identischen Informationsstrukturen verteilt werden.

 

Verteilungs-Referenzmodell

Die Absatzgrobplanung wird Werksbezogen geplant.

 

Verteilungsreferenzmodell für SOP

 

Aufbau der IDocs

Da die Informationsstrukturen durch den Kunden bestimmt werden, muß auch die IDoc-Struktur flexibel sein.

Für jede zu verteilende Informationsstruktur wird ein eigener Nachrichtentyp definiert, wobei der IDoc-Typ immer gleich ist (Aufbau entsprechend Abb. 3.34).

Über eine Zuordnungstabelle wird definiert, welchem realen Feld ein allgemeines IDoc-Feld entspricht.

Die in Abb. 3.34 gezeigten Kann-Segmente sind für Kunden eingeführt, die viele Kennzahlen verschicken wollen. Da ein Segment nur eine begrenzte Anzahl von Daten aufnehmen kann (technische Grenzen) werden je nach Datenmenge Segmente benötigt.
Nicht benötigte Segmente in dem IDoc werden beim Aufbau weggelassen (Bsp.: Ein Kunde benutzt 10 Kennzahlen für den Austausch. Dadurch wird nur ein Kennzahlen-Segment aufgebaut, da die Höchstzahl die das Segment an Daten aufnehmen kann, noch nicht erreicht wurde.)

 

Zu verteilende Stammdaten

 

Zu verteilende Steuerdaten

Die für das Szenarium zu verteilenden Steuerdaten werden im ALE-Einführungsleitfaden beschrieben.