Mahnen 

Einsatzmöglichkeiten

Im Geschäftsverkehr kann es vorkommen, daß ein Geschäftspartner seine Verbindlichkeiten Ihnen gegenüber nicht fristgerecht erfüllt. Um den Schuldner an seine Außenstände zu erinnern, werden Sie ihm eine Zahlungserinnerung bzw. einen Mahnbescheid schicken.

Das Mahnwesen wird im SAP-System automatisch abgewickelt. Es werden die offenen Posten der Geschäftspartnerkonten gemahnt, deren überfällige Posten ein Sollsaldo ergeben. Das Mahnprogramm selektiert die fälligen offenen Posten, ermittelt die Mahnstufe des jeweiligen Kontos und erstellt einen Mahnbrief. Das Programm speichert die ermittelten Mahndaten für die betroffenen Posten und Konten.

Mit dem Mahnprogramm können Sie sowohl Debitoren als auch Kreditoren mahnen. Letzteres kann sinnvoll sein, wenn der Kreditor aufgrund einer Gutschrift ein Sollsaldo aufweist. Ist ein Debitor gleichzeitig Kreditor, können Sie die Salden der Konten gegeneinander verrechnen.

 

Das Mahnen wird auch im Immobilienmanagement genutzt. Weitere Informationen finden Sie unter Mahnverfahren zum Mietvertrag.

Einführungshinweise

Um das automatische Mahnprogramm zu nutzen, müssen Sie vor und auch während des Betriebs des SAP-Systems an folgenden Stellen Einstellungen vornehmen:

Vergleichen Sie hierzu die Einstellungen zum Mahnen: Überblick.

Überlegen Sie, in welchen Ländern Sie das automatische Mahnverfahren einsetzen möchten, und passen Sie Ihre Einstellungen den landesspezifischen Geschäftsbedingungen an. In den USA beispielsweise werden Schuldner generell nicht gemahnt. Wenn die buchungskreisspezifischen Einstellungen entsprechend vorgenommen wurden, bleiben die Felder zum Mahnen im Buchungskreis USA ausgeblendet.

Mit Hilfe der folgenden Aspekte läßt sich das Mahnprogramm steuern, und Sie können es auf Ihre unternehmens- und arbeitsspezifischen Anforderungen zuschneiden:

Funktionsumfang

Im Rahmen des SAP-Mahnwesens können Sie entweder das automatische Mahnprogramm nutzen, das alle fälligen Posten gemäß Ihrer Selektionskriterien mahnt, oder bei Bedarf auch einen einzelnen Debitoren bzw. Kreditoren mahnen (siehe Einzelmahnung).

Das Mahnen bietet Ihnen u.a. folgende Möglichkeiten und Funktionen:

Zahlungstermin, Verzugszinsen und Mahngebühren

Sie können einen konkreten Zahlungstermin im Mahnbescheid ausgeben zusammen mit Verzugszinsen und Gebühren, die Sie sich vom Mahnprogramm berechnen lassen.

Währung der Mahnung

Wurden die offenen Posten eines Kontos in derselben Währung gebucht – Hauswährung oder Fremdwährung – verwendet das Mahnprogramm diese Währung. Anderenfalls gilt die Hauswährung des Buchungskreises. Im Mahnbescheid werden dann die Posten in der Belegwährung und die Summen in Haus- und Fremdwährung ausgewiesen.

Buchungskreisübergreifendes Mahnen

Sie können in einem Mahnlauf überfällige Posten eines einzigen Debitors bzw. Kreditors aus mehreren Buchungskreisen zusammenfassen und in einem Mahnbescheid ausgeben.

Mahnen bei Zentrale-/ Filialeverhältnis

Handelt es sich bei Ihrem Debitoren bzw. Kreditoren um ein Zentrale-/Filialeverhältnis, erhält die Zentrale den Mahnbescheid. Sie können aber auch dezentral mahnen.

Mahnung von CpD-Konten

Sie können ein CpD-Konto wie jedes andere Geschäftspartnerkonto mahnen. Alle Posten eines CpD-Kontos, die dieselbe Adresse haben, werden in einem Mahnbescheid zusammengefaßt; Mahndatum und Mahnstufe werden nicht im Stammsatz des Kontos, sondern im Posten fortgeschrieben.

Mahnhistorie

Die Mahnhistorie bietet Ihnen Informationen zu allen von Ihnen durchgeführten Mahnläufen und versandten Mahnbescheiden (überfällige Posten, gesamte Mahnsumme usw.). Wahlweise können Sie nach Kontoart, Buchungskreis und/oder Debitor bzw. Kreditor selektieren.

Weitere Informationen über die speziellen Funktionen des automatischen Mahnprogramms finden Sie unter Sonderfunktionen.