
Produkt |
SAP Energy Portfolio Management |
Release |
6.04 SP01 |
SAP-Erweiterungspaket |
EHP 4 und darüber |
Basierend auf |
SAP ERP 6.0 |
Dokumentation veröffentlicht |
Februar 2013 |
Auf dem sich wandelnden, liberalisierten Energiemarkt gibt es einen eindeutigen Trend zu strukturierten und differenzierten Beschaffungsstrategien, die sich nicht mehr auf Vollversorgungskontrakte mit einzelnen Vorlieferanten stützen. Energie wird stattdessen aus einer breiten Produktpalette von verschiedenen Kontrahenten auf dem Markt beschafft, der durch eine hohe Preisdynamik gekennzeichnet ist. Die Lösung SAP Energy Portfolio Management (SAP EPM) unterstützt die Einkaufsabteilungen von Energieversorgungsunternehmen oder Serviceanbietern für Energieversorger. SAP Energy Portfolio Management stellt eine strukturierte Datenbasis, sorgfältig definierte Prozessschritte, spezifische Algorithmen und ein transparentes Risikomanagement zur Verfügung und bietet dem Einkauf damit die Möglichkeit, in diesem komplexen Geschäftsumfeld die richtigen Entscheidungen zu treffen.
SAP Energy Portfolio Management bietet folgende Funktionen:
Flexible Erzeugung und Strukturierung von Portfolios für kontrahierte Absätze, erwartete Absätze, Beschaffung und Ist-Daten
Berechnung und automatischer Ausgleich von offenen Positionen
Berechnung der Value-at-risk- und Market-to-Market-Parameter
Limitdefinition und -prüfung
Berechnung der Stundenterminpreis-Kurve (HPFC)
Deal-Verwaltung
Planobjekte
Preisanfrage
Prüfung der Lieferantenrechnung
Deal-Verteilung
Deal-Extraktor
Day-Ahead-Abgleich
Nachträgliche Berechnung von Regelenergie
Bereitstellung von Daten für das Bilanzkreismanagement (BKM)
Reporting
Schnittstelle zu Vertriebssystemen
XML-basierte Importe und Exporte
CSV-basierte Importe und Exporte
Der Energiebeschaffungsprozess basiert auf einer Prognose des zukünftigen Energiebedarfs.
Für bestehende Endkunden und Kontrakte basiert die Prognose auf zählpunktspezifischen, historischen Verbrauchsdaten, die in der Komponente Energiedaten-Management (SAP IS-U-EDM) hinterlegt sind oder als verdichtete Prognosedaten von einem anderen System importiert werden.
Für Kontrakte von neuen Endkunden oder Kontraktverlängerungen werden die entsprechenden Daten über eine Schnittstelle in ein Vertriebssystem, z. B. SAP Customer Relationship Management (SAP CRM), importiert.
Nachdem die Portfoliostruktur definiert wurde, startet Energieportfoliomanagement mit der Zusammenstellung der Prognosedaten für den Energiebedarf und speichert diese in den entsprechenden Profilen von einem oder mehreren Absatzportfolios.
Die Prognosedaten werden entweder in EDM ermittelt und dann in Portfolioprofilen aggregiert (siehe Portfolios aktualisieren) oder von außerhalb importiert (siehe Importe). Alternativ können die Prognosedaten auch das Ergebnis einer akzeptierten Preisanfrage eines Kunden sein, die als Bedarfs-Deal auf ein Absatzportfolio gebucht wird.
Über den Beschaffungsprozess werden die offenen Positionen zwischen den Prognosedaten und der bereits beschafften Energie durch Deals abgedeckt. Diese Deals beschaffen die erforderliche Energie. Nach Durchlaufen verschiedener Status und Funktionen können die Deals zu den Kontrahenten exportiert werden; Bestätigungen der Kontrahenten können wiederum in das System importiert (siehe Deal-Bestätigung) und anschließend vom System freigegeben (oder abgelehnt) werden. Der Standardkernprozess endet mit der Rechnungsprüfung der Deals.
Auf die Funktionen von SAP Energy Portfolio Management und die der formelbasierten Preisberechnung greifen Sie über das Bereichsmenü /UTPFM/EPM zu.