
Das Gateway realisiert die RFC-Services innerhalb der SAP-Welt, die auf TCP/IP basieren. Damit können Verbindungen zu SAP-Systemen und externen Programmen aufgebaut werden.
Die RFC-Services können entweder im ABAP-Programm oder über die Schnittstellen für externe Programme genutzt werden. RFC kann zwischen Prozessen einer Instanz, eines Systems oder zwischen Systemen verwendet werden.
Die folgende Abbildung zeigt schematisch drei verschiedene SAP-Systeme, die über die Gateways RFC-Verbindungen nutzen.

Sie sehen hier die Unterschiede zwischen den Installationstypen ABAP-only und Java-only:
Bei Systemen, die den AS ABAP enthalten, enthält jede Instanz ein Gateway, das durch den ABAP-Dispatcher gestartet und überwacht wird.
Sofern das System mit ASCS-Instanz (ABAP Central Services, bestehend aus Message-Server und Standalone-Enqueue-Server) installiert ist, enthält diese in der Default-Konfigurtaion kein Gateway. Dennoch ist es möglich ein Gateway auf der ASCS-Instanz zu konfigurieren.
In einem Java-only-System (in der Grafik unten rechts) genügt ein Gateway für das ganze System, da die Instanzen untereinander nicht über RFC kommunizieren. Das Gateway wird für RFC/JCo-Verbindungen zu anderen Systemen benutzt.
Diese Dokumentation beschreibt das Gateway im Hinblick auf Funktionsweise, Konfiguration sowie Überwachung.
Im SAP-System wird pro Applikationsserver-Instanz ein Gateway gestartet.
Bei bestimmten Konstellationen kommt ein Gateway auch als separat installierte Instanz oder außerhalb eines SAP-Systems zum Einsatz:
Start von externen Partnerprogrammen auf fernen Rechnern, die keine Remote Shell kennen (Windows).
Anwendungsspezifische Entkopplung der Kommunikation (unter Umständen).
Sie sollten das Gateway prinzipiell wie alle anderen SAP-Programme installieren, das heißt im Verzeichnis der ausführbaren Dateien in der entsprechenden Verzeichnisstruktur des Systems.