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Point-to-Point-Services Outside-In entwickelnLocate this document in the navigation structure

Verwendung

Sie wollen über die Web-Service-Laufzeit Point-to-Point Messages zwischen zwei Systemen austauschen. Dazu legen Sie Datentypen, (Fault-)Message-Typen und Service-Interfaces direkt im ES Repository an, damit diese zentral verfügbar sind. Da Service-Interfaces anerkannten Standards folgen, empfiehlt SAP vor allem für neue Entwicklungen diesen Ansatz.

Die hier beschriebene Vorgehensweise konzentriert sich auf die technisch notwendigen Schritte der Entwicklung und berücksichtigt keine Design-Richtlinien.

Voraussetzungen

Sie haben zwei Anwendungen, zwischen denen Sie über den Outside-In-Ansatz Messages austauschen wollen. Die Service-Interfaces befinden sich in unterschiedlichen Produkten und unterschiedlichen Software-Komponentenversionen. Sie werden im folgenden als CONSUMER und PROVIDER bezeichnet.

Weitere Informationen: Organisation des ESR-Content

Vorgehensweise

1. Inbound-Service-Interface modellieren

Modellieren Sie zunächst die Objekte des Service, der beim Provider aufgerufen werden soll:

  1. Legen sie ein Inbound-Service-Interface in der Software-Komponentenversion PROVIDER an. Wählen Sie das zum Anwendungsfall passende Interface-Pattern.

    Hinweis

    Point-to-Point-Szenarien über die Web-Service-Laufzeit unterstützen die Interface-Pattern zustandslos (XI 3.0 kompatibel) , zustandslos , zustandsbehaftet und TU&C/C .

  2. Legen Sie am Inbound-Service-Interface die für Ihren Service benötigten Operationen an. Service-Interfaces mit dem Interface-Pattern zustandslos (XI 3.0 kompatibel) unterstützen nur eine Operation.

  3. Stellen Sie zunächst fest, ob schon Message-Typen und Datentypen für die von Ihnen angelegten Operationen existieren (zum Beispiel über die Suchhilfe ). Legen Sie bei Bedarf neue Message-Typen und Datentypen in der Software-Komponentenversion PROVIDER an.

  4. Verweisen Sie von den Operationen auf den jeweiligen Message-Typ und von dem Message-Typ auf den Datentyp.

  5. Für die Behandlung von anwendungsspezifischen Fehlern auf der Inbound-Seite können Sie optional Fault-Messages verwenden. Prüfen Sie, ob ein entsprechender Fault-Message-Typ bereits existiert, legen Sie bei Bedarf einen neuen Fault-Message-Typ in der Software-Komponentenversion PROVIDER an und verweisen Sie von den zugehörigen Operationen darauf.

  6. Sie können Inbound-Service-Interfaces klassifizieren . Dies erleichtert Ihnen die Suche nach bestimmten Service-Interfaces. Sie können Service-Interfaces zum Beispiel nach Branche, Applikationsname oder Deployment-Unit klassifizieren.

2. Outbound-Service-Interface modellieren

Service-Interfaces können nur als Ganzes ausgeliefert werden (also inklusive aller Objekte, auf die verwiesen wird). Aus diesem Grund können die Operationen des benötigten Outbound-Service-Interface in der Software-Komponentenversion CONSUMER nicht auf die Interface-Objekte der Software-Komponentenversion PROVIDER verweisen. Sie müssen die Objekte daher kopieren:

  1. Kopieren Sie das Inbound-Service-Interface aus der Software-Komponentenversion PROVIDER in die Software-Komponentenversion CONSUMER mit allen abhängigen Objekten.

  2. Reklassifizieren Sie das Inbound-Service-Interface in der Software-Komponentenversion CONSUMER als Outbound-Service-Interface.

  3. Stellen Sie sicher, dass der XML-Namensraum des jeweiligen (Fault‑)Message-Typs, auf den die jeweilige Operation des Outbound-Service-Interface verweist, mit dem XML-Namensraum des korrespondierenden (Fault‑)Message-Typs des Inbound-Service-Interface übereinstimmt. Weitere Informationen: XML-Namensräume .

  4. Um den Message-Austausch später konfigurieren zu können, tragen Sie auf der Registerkarte Passende Service-Interfaces des Outbound-Service-Interface das Inbound-Service-Interface ein, das Sie in Schritt 1 kopiert haben.

    Weitere Informationen: Passende Service-Interfaces für Point-to-Point-Kommunikation

Weitere Informationen: Service-Interface

Ergebnis

Sie haben ein Outbound-Service-Interface und ein Inbound-Service-Interface mit jeweils einer oder mehreren Operationen angelegt. Sie können mit Hilfe der Proxy-Generierung Proxy-Objekte in ABAP oder Java generieren, um die Kommunikation zwischen diesen beiden Interfaces mit Hilfe der Proxy-Objekte zu implementieren.