Schwere Ausgabefehler behebenBei schweren Ausgabefehlern ist die Ausgabe nicht lesbar. Eventuell wurde der falsche Zeichensatz verwendet (beispielsweise Dingbats anstelle von alphanumerischen Zeichen), die Textanordnung sowie die Zeilen- und Seitenumbrüche sind nicht korrekt, oder nicht interpretierte Anweisungen der Druckersteuersprache wurden ausgedruckt. In manchen Fällen gibt der Drucker auch nur leeres Papier aus.
Überprüfen Sie bei solchen Problemen folgende Einstellungen:
Wurde der richtige Gerätetyp in der SAP-Ausgabegerätedefinition angegeben?
Rufen Sie dazu die Transaktion SPAD auf, oder wählen Sie . Geben Sie auf der Registerkarte Geräte und Server
in das Feld Ausgabegeräte
den Namen des Ausgabegeräts ein. Wählen Sie auf dem nächsten Bild .
Beispiel
Die Gerätedefinition für einen Kyocera-Drucker gibt fälschlicherweise den Gerätetyp HPLJIIID an, der für einen Hewlett-Packard LaserJet-Drucker vorgesehen ist.
Stimmt die Emulation in der Gerätedefinition mit der Emulation überein, die am Drucker selbst eingestellt wurde?
Viele Drucker unterstützen mehrere Emulationen, d. h., sie können verschiedene Druckersteuersprachen verstehen. Das Umschalten zwischen verschiedenen Emulationen wird entweder durch einen eingehenden Ausgabeauftrag oder am Druckerbedienfeld selbst ausgelöst. Beispiel: Ein entsprechend konfigurierter Hewlett-Packard LaserJet 4M-Drucker kann zwischen der PostScript- und der PCL-5-Emulation umgeschaltet werden.
Gehen Sie folgendermaßen vor:
Überprüfen Sie die Emulation sowohl am Drucker als auch im SAP-System. Eventuell können Sie die aktive Emulation am Bedienfeld des Druckers anzeigen; in manchen Fällen müssen Sie jedoch eine Testseite drucken, um die aktive Emulation zu ermitteln.
Wenn Sie die Emulationseinstellung des Druckers ermittelt haben, überprüfen Sie, ob der definierte Gerätetyp dieser Emulation entspricht.
Wählen Sie . Geben Sie auf der Registerkarte Geräte und Server
in das Feld Ausgabegeräte
den Namen des Ausgabegeräts ein. Wählen Sie auf dem nächsten Bild .
Wenn die Emulationen nicht übereinstimmen, versuchen Sie, den Grund hierfür herauszufinden. Ist die Standardemulation am Drucker falsch eingestellt? Kann die Standardeinstellung geändert werden, ohne daß dies Probleme bei anderen Ausgabeaufträgen verursacht? Wurde die Druckeremulation durch die Ausgabeaufträge anderer Benutzer geändert?
Können Sie die SAP-Ausgabegerätedefinition anpassen, wenn die Standardeinstellung des Druckers nicht geändert werden kann?
Sie können das SAP-System anweisen, den Drucker beim Verarbeitungsstart eines Ausgabeauftrags auf die korrekte Emulation zu setzen. Dazu kopieren Sie den SAP-Gerätetyp und geben in der Aktion INIT
(Druckerinitialisierung) der Gerätetypaufbereitung den Druckerbefehl
ein, der für die Emulationsumschaltung erforderlich ist. Diesen Befehl finden Sie in Ihrem Druckerhandbuch. Sobald die Verarbeitung des Ausgabeauftrags abgeschlossen wurde, aktiviert das SAP-System automatisch wieder die Standardemulation.
Weitere Einzelheiten hierzu finden Sie unter Gerätetypaufbereitungen bearbeiten.
Beispiel
Sie haben festgelegt, daß Ihr Hewlett-Packard-Drucker im PCL-4-Emulationsmodus (Hewlett-Packard LaserJet-Druckersteuersprache) gestartet wird. Die Druckerdefinition im SAP-System gibt jedoch den Gerätetyp POSTSCPT für diesen Drucker an. Dadurch entsteht folgende Situation: Das SAP-System sendet PostScript-Daten an einen Drucker, der Befehle in der PCL-4-Sprache erwartet.
Sie haben mehrere Möglichkeiten, um dieses Problem zu lösen:
Ändern Sie die Standardemulation am Drucker selbst, so daß der Drucker im richtigen Emulationsmodus gestartet wird.
Geben Sie in der SAP-Gerätedefinition einen kompatiblen Gerätetyp an.
Bearbeiten Sie die SAP-Gerätetypaufbereitung so, daß der Drucker beim Verarbeitungsstart eines SAP-Ausgabeauftrags automatisch in den richtigen Emulationsmodus umschaltet.