TemSe-Datenablage
Die TemSe ist eine Ablage für temporäre sequentielle Daten, d. h. in der TemSe werden Objekte gespeichert, die normalerweise nicht dauerhaft im System gehalten werden.
Das Spool-System verwendet die TemSe zum temporären Speichern von Ausgabedaten. Sie können einstellen, ob die Spool-Daten von der TemSe in der SAP-Datenbank oder im Dateisystem abgelegt werden sollen (siehe dazu Speichermethoden für Spool-Objekte in der TemSe).
Jedes TemSe-Objekt besteht aus einem Kopfeintrag in der Tabelle TST01 und dem eigentlichen Objekt. Dieses kann im Dateisystem abgelegt sein (z. B. bei Job-Protokollen) oder in der Tabelle TST03 (z. B bei HR-Daten).
Es gibt unter anderem folgende TemSe-Objekte:
Spool-Aufträge (TemSe-Name: Spool....)
Job-Protokolle (TemSe-Name: JOBLG...)
Objekte aus anderen Anwendungen wie z. B. aus der Personalwirtschaft (TemSe-Name: HR)
ein Objekt, dessen Name mit KONS beginnt; dieses Objekt wird ständig vom Report RSPO1043 verwendet und sollte niemals gelöscht werden (Hinweis 98065)
Bei Spool-Aufträgen können Sie entscheiden, ob das Objekt im Dateisystem oder in der Tabelle TST03 gespeichert wird. Standardmäßig wird ein Spool-Auftrag in der Tabelle TST03 gespeichert. Sie haben folgende Möglichkeiten, um den Speicherort für Spool-Aufträge festzulegen:
über den Profilparameter rspo/store_location;
dabei gilt: Dateisystem (Parameterwert G
) und Tabelle TST03 (Parameterwert db
)
in der Gerätedefinition eines Ausgabegeräts ()
Spool-Aufträge haben außerdem Einträge in der Tabelle TSP01 (Spool-Aufträge) und evtl. in der Tabelle TSP02 (Ausgabeaufträge).
Speicherung temporärer Objekte wie z. B. Spool-Aufträge und Job-Protokolle
Verwaltung und Anzeige temporärer Objekte
Hinweis
Die TemSe kann keine Objekte verwalten, die mehr als zwei Gigabyte Speicherplatz benötigen, unabhängig davon, ob die Objekte in der Datenbank oder im Dateisystem abgelegt werden. Spool-Aufträge von einer Größe über zwei Gigabyte müssen also in mehrere kleine Aufträge aufgeteilt werden.
Hinweis
Beachten Sie, dass die TemSe kein Archivierungssystem ist. Die Zahl der maximal erlaubten Spool-Aufträge ist begrenzt. Der Standardwert ist 32000 und kann auf 2 Milliarden erhöht werden, was jedoch je nach Leistung der Datenbank und des Datenbankrechners die Performance beeinflussen kann (siehe Hinweis 48284). Benutzen Sie daher bei Spool-Aufträgen die Möglichkeit der Drucklistenarchivierung.
Um Speicherplatzprobleme zu vermeiden, können Sie die Platzbelegung kontrollieren.