Spool-System in externes Output Management System integrieren
Externe Output-Management-Systeme steuern den Druckbetrieb in großen, unternehmensweiten IT-Umgebungen. Sie können das SAP-Spool-System in ein solches externes Output-Management-System (OMS) integrieren, damit Sie aus Ihrem SAP-System heraus die Funktionalität des OMS nutzen können.
Beispiel
Ein Beispiel für die Funktionalität eines externen OMS: Das OMS verteilt einen Druckauftrag auf 20 verschiedene Drucker. Im SAP-System muss nur ein Ausgabegerät definiert sein, das auf dieses OMS verweist. Wird mit diesem Ausgabegerät gedruckt, geht der Auftrag an das OMS, das ihn auf die 20 Drucker umleitet. Ohne das OMS müsste im SAP-System zwanzig Mal gedruckt werden.
XOM-Schnittstelle
Damit Sie Ihr OMS auch für das Drucken aus einem SAP-System nutzen können, benötigen Sie die XOM-Anwendungsprogrammierschnittstelle.
Kompatibles OMS
Ihr OMS muss mit dem SAP-System kompatibel sein, oder Sie müssen die OMS-Schnittstelle selbst implementieren.
Wenn bei Ihnen bereits ein OMS installiert ist, müssen Sie es hochrüsten, damit es die XOM-Schnittstelle unterstützt.
Wenn Sie ein neues OMS erwerben, sollten Sie darauf achten, dass es für die XOM-Schnittstelle zertifiziert ist.
Lokaler Zugriff
Ein OMS und alle davon bedienten Geräte müssen für alle SAP-Aufbereitungsserver 'lokal' sein. Das heißt, die von SAP-Aufbereitungsservern ausgegebenen OMS-Befehle müssen auf dem Host-System ausgeführt werden können, auf dem der entsprechende SAP-Aufbereitungsserver läuft.
Erklärung: Ein SAP-Aufbereitungsserver speichert Ausgabedaten für ein OMS-Gerät in einer Datei auf dem Host, auf dem der Server läuft. Auf diese Datei wird in dem vom Server ausgegebenen OMS-Submit-Befehl Bezug genommen, und auf die Datei muss von dem OMS aus zugegriffen werden können.
Weitere Informationen zu zertifizierten OMS-Produkten und zum Implementieren und Zertifizieren der OMS-Schnittstelle finden Sie unter http://www.sap.com/partners/software/.
Führen Sie die folgenden Schritte für jedes OMS aus, das Sie in der SAP-Ausgabe integrieren wollen (falls Sie über mehrere OMS verfügen):
Definieren Sie das OMS als reales OMS (ROMS).
Das ROMS ist die Definition des externen OMS in ihrem SAP-System und gibt die Eigenschaften des externen OMS an, z. B. ob das OMS über eine Kommandozeile oder RFC gestartet wird oder ob der Status des Druckauftrags mittels Polling (SAP-System fragt Status ab) oder Callback (OMS benachrichtigt SAP-System über Status) festgestellt wird.
Optional: Sie können eine 'Bestandsaufnahme' der Ausgabegeräte machen und ggf. Ihre Ausgabegeräte verschiedenen logischen OMS (LOMS) zuordnen. Sie können so Ausgabegeräte, die das externe OMS auf die gleiche Weise benutzen, kategorisieren und verschiedenen Gruppen (LOMS) zuordnen.
Beispiel
Produktivdrucker sollen über RFC Callback verfolgt werden, nichtkritische Drucker nur über Polling. Für jede Gruppe sollten Sie ein LOM einplanen. Nachdem Sie dieses LOM definiert haben (siehe Schritt 3) müssen Sie die Geräte über die Gerätedefinition diesem LOM zuordnen.
Siehe: Ausgabegeräte logischen OMS (LOMS) zuweisen
Die Einteilung in verschiedene LOMS ist zwar optional, ein LOMS müssen Sie jedoch auf alle Fälle erstellen. Denn, wenn Sie ein Ausgabegerät anlegen möchten, das seine Druckaufträge an ein OMS weiterleitet (Koppelart E), müssen Sie es einem LOMS zuordnen. Eine direkte Zuordnung zum realen OMS ist nicht möglich.
Definieren Sie ein oder mehrere logische OMS (LOMS) im SAP-System. Es ist nur ein logisches OMS erforderlich.
Siehe: Logische OMS anlegen
Definieren Sie einen oder mehrere Sätze von betriebssystemspezifischen Kommandos.
Sie benötigen mindestens einen Kommandosatz für jedes Betriebssystem, auf dem Ihre SAP-Server arbeiten.
Stellen Sie eines oder mehrere vom OMS bediente Ausgabegeräte dem SAP-System zum Drucken und Faxen zur Verfügung.
Dazu müssen Sie im SAP-System die entsprechenden Gerätedefinitionen anlegen.
Siehe: Ausgabegerät für Druck mit Output Management System definieren.
Wenn Sie in einem Testsystem arbeiten, können Sie Ihre OMS-Definitionen in anderen SAP-Systemen replizieren.
Während der produktiven Nutzung Ihres OMS: Wenn Sie Statusberichte zu OMS-Jobs und -Geräten über RFC Callback erhalten, können Sie eine Rekonfiguration des Callback-Clients herbeiführen.
Dieser Schritt ist optional. Normalerweise können Sie dem OMS-Callback-Client die Rekonfiguration selbst überlassen.
Siehe: OMS-Rekonfiguration auslösen.
Die OMS-Geräte können jetzt für das Drucken und Faxen von SAP-Dokumenten eingesetzt werden.