Speicherort für Spool-DatenMit dem folgenden Parameter geben Sie an, an welcher Stelle das Spool-System seine Daten speichern soll:
rspo/store_location: Gibt an, ob das Spool-System die Daten in der SAP-Datenbank oder in Dateien des Hostsystems speichern soll.
Mögliche Werte:
db: Spool-Aufträge werden in der Datenbanktabelle TST03 gespeichert.
Vorteil: Spool-Dateien sind durch Sicherungs- und Wiederherstellungsverfahren des Datenbanksystems geschützt.
G: Spool-Aufträge werden im "globalen" SAP-Standardverzeichnis /usr/sap/C11/SYS/global/ gespeichert (UNIX-Systeme).
Vorteile: rascherer Zugriff auf Spool-Daten, größere Flexibilität. Nachteil: Dateien sind nicht durch Sicherungs- und Wiederherstellungsverfahren der Datenbank geschützt.
Es ist nicht empfehlenswert, einen anderen als den vordefinierten Pfadnamen anzugeben. Falls es jedoch notwendig ist, können Sie den Pfadnamen in der Datei rsts/files/roots/G ändern. Sie sollten die in dieser Datei angegebene Namenskonvention jedoch nicht ändern.
Stellen Sie auch sicher, dass alle Instanzen im SAP-System Zugriff auf das Verzeichnis haben und dass das Verzeichnis für alle Instanzen dasselbe ist.
Geben Sie die Werte db und G genau wie angegeben ein; berücksichtigen Sie also auch die Groß- und Kleinschreibung.
Die Reports zur Überprüfung der Spool/TemSe-Konsistenz (RSPO0041) und Reorganisation von Spool und TemSe (RSPO0043, löscht alte Spool-Aufträge) können sowohl mit der Datenbank- als auch mit der Dateisystemspeicherung umgehen.
Prinzipiell können auf den Applikationsservern des SAP-Systems unterschiedliche TemSe-Speichermethoden verwendet werden. In der Praxis empfiehlt SAP jedoch, dass das gesamte SAP-System mit derselben Speichermethode für TemSe-Objekte arbeitet.
Im folgenden werden die Vor- und Nachteile der beiden Speichertypen zusammengefasst:
Dateisystem- oder Datenbankspeicherung für TemSe-Objekte?
Art der Speicherung |
Vorteile |
Nachteile |
|---|---|---|
Dateisystem |
Relativ schnell: Bessere Performance. |
TemSe-Daten müssen mit Tools des Betriebssystems separat von der Datenbank gesichert und wiederhergestellt werden. Wenn Probleme auftreten, kann sich die Wiederherstellung der Konsistenz zwischen den Daten in den Dateien und der TemSe-Objektverwaltung in der Datenbank als schwierig erweisen. |
Datenbank |
Sichern und Wiederherstellen mit Datenbank-Tools. Konsistenz ist sichergestellt. |
Langsamer als Speichern im Dateisystem. Höhere Datenbankbelastung. |
Festplattenerfordernisse: In manchen Fällen belegen Spool-Daten mehrere hundert Megabytes Speicherplatz. Wenn Sie die G-Option verwenden, müssen Sie sicherstellen, dass genügend Speicherplatz für Spool-Daten vorhanden ist.
Namenskonvention: Für Spool-Dateien sowie für alle anderen TemSe-Objekte (zur Zeit Protokolle von Hintergrund-Jobs) gilt folgende Namenskonvention:
Die Dateien werden nach Art und Ursprungsmandant in einem Unterverzeichnis mit dem Namen <Mandant><die fünf ersten Buchstaben des Objektnamens> gespeichert. Der Objektname ist in Tabelle TST07 angegeben.
Beispiele: 001SPOOL (Mandant 1, Verzeichnis Spool-Aufträge) 001BCTLG (Mandant 1, Protokolle von Hintergrund-Jobs).
Innerhalb dieser Verzeichnisse werden die zu einem TemSe-Objekt gehörigen Daten als eine Datei abgelegt. Spool-Daten sind beispielsweise in Dateien abgelegt, deren Name die ID-Nummer der entsprechenden Spool-Aufträge ist.