FunktionsdokumentationSpeichermethoden für Spool-Objekte in der TemSe

 

Die TemSe-Datenbank kann über den Profilparameter rspo/store_location so eingerichtet werden, dass sie die Spool-Auftragsdaten entweder in der SAP-Datenbank (Standardparameterwert db) oder im Dateisystem des Host-Betriebssystems (Parameterwert G) speichert.

Hinweis Hinweis

Die standardmäßige Speichermethode für TemSe-Objekte ist im Systemprofil jedes SAP-Anwendungsservers angegeben.

Sie können daher zwar theoretisch für verschiedene Server verschiedene Speichermethoden angeben. Davon ist jedoch unbedingt abzuraten, da sonst der Datenzugriff nur eingeschränkt gewährleistet ist.

Ende des Hinweises

Außerdem können Sie den Speicherort individuell nach SAP-Ausgabegerät einstellen (sofern erforderlich). Falls Sie keine speziellen Anforderungen in Bezug auf ein bestimmtes Gerät haben, ist es jedoch empfehlenswert, für das gesamte SAP-System eine einheitliche Speichermethode zu verwenden.

Die folgende Tabelle fasst die Vorteil- und Nachteile der beiden Speichermethoden zusammen:

Speicher- methode

Vorteile

Nachteile

Dateisystem

  • schnell

  • bessere Performance

  • TemSe-Daten müssen mit Tools des Betriebssystems separat von der Datenbank gesichert und wiederhergestellt werden.

  • Wenn Probleme auftreten, kann sich die Wiederherstellung der Konsistenz zwischen den Daten in den Dateien und der TemSe-Objektverwaltung in der Datenbank als schwierig erweisen.

Datenbank

  • regelmäßige Sicherung

  • Wiederherstellen mit Datenbank-Tools

  • Konsistenz ist sichergestellt

  • langsamer als Speichern im Dateisystem

  • höhere Datenbankbelastung

Details zur Speicherung in Dateien

Wenn die Daten in Dateien gespeichert werden, verwaltet die TemSe-Datenbank Objektverwaltungssätze für ihre Objekte in der SAP-Datenbank. Sie speichert jedoch die Objektdaten, einschließlich der Spool-Daten, in Dateien. Diese Dateien werden standardmäßig in folgenden globalen SAP-Verzeichnissen gespeichert:

  • Unix-Installation: /usr/sap/<SYSTEM ID>/SYS/global

  • Windows: \\sapglobalhost\sapmnt\<system ID>\global

Mit dem Systemprofilparameter rsts/files/root/G können Sie ein alternatives Verzeichnis angeben.

Weitere Informationen finden Sie unter Speicherort für Spool-Daten.

Die Dateien befinden sich in Verzeichnissen, die nach dem Mandanten (drei Stellen) und dem Typ des TemSe-Objekts benannt sind (fünf Zeichen, siehe Tabelle TST07).

Beispiel Beispiel

001JOBLG enthält Protokolle der Hintergrund-Jobs, die in Mandant 001 ausgeführt wurden.

026SPOOL enthält Spool-Daten des Mandanten 026.

Innerhalb dieser Verzeichnisse werden die einzelnen Spool-Dateien nach der ID-Nummer des Spool-Auftrags benannt wie z. B. 00013152.

Ende des Beispiels.

Die Reports, die die Spool-/TemSe-Konsistenz prüfen (RSPO0043) und Spool bzw. TemSe reorganisieren (alte Spool-Aufträge löschen, RSPO0041), werden unabhängig davon ausgeführt, ob die Daten in der Datenbank oder dem Dateisystem gespeichert sind.