ObjektdokumentationLogische Aufbereitungsserver

 

Ein logischer Server steht für einen oder mehrere andere logische und/oder reale SAP-Aufbereitungsserver. Logische Server können überall im Spool-System anstelle von realen SAP-Aufbereitungsservern verwendet werden. Der logische Server ist ein 'Platzhalter' für die ihm zugeordneten Aufbereitungsserver, während ein realer Server ein echter Anwendungsserver mit Spool-Workprozess ist und Druckaufträge ausgeben kann.

Wenn beispielsweise in der Gerätedefinition eines Ausgabegeräts ein logischer Server als Aufbereitungsserver für die Ausgabe angegeben ist, gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Der logische Server ist direkt einem realen Aufbereitungsserver zugeordnet.

    Die Ausgabe kann über diesen realen Aufbereitungsserver erfolgen.

  • Der logischer Server ist einem weiteren logischen Server zugeordnet.

    Das System prüft wiederum die Zuordnung dieses zweiten logischen Servers.

    Irgendwann in der Reihe der Zuordnungen muss ein realer Aufbereitungsserver stehen, über den die Ausgabe erfolgen kann.

Die folgende Abbildung zeigt einige Möglichkeiten, wie ein Ausgabegerät einem Aufbereitungsserver zugeordnet sein kann:

A: direkt dem Aufbereitungsserver zugeordnetes Ausgabegerät

B: zwei Ausgabegeräte, die über einen logischen Server dem Aufbereitungsserver zugeordnet sind

C: zwei Ausgabegeräte, die über zwei logische Server demselben Aufbereitungsserver zugeordnet sind

 

Durch den Einsatz von logischen Aufbereitungsservern bieten sich Ihnen folgende Möglichkeiten bei der Druckeradministration:

  • Gruppieren von Geräten (lokale und entfernte Drucker): Sie können die SAP-Ausgabegeräte gruppieren, z. B. logische Server für über ein Netzwerk angeschlossene und für lokale Geräte definieren. Beide logische Server können auf denselben realen SAP-Aufbereitungsserver verweisen. Sie können Geräte jedoch auch separat behandeln, z. B. um diese einem anderen Aufbereitungsserver zuzuweisen.

  • Wechseln von Aufbereitungsservern: Wenn Sie einem logischen Aufbereitungsserver Ausgabegeräte zuordnen, können Sie die Geräte schnell und einfach von einem Server auf einen anderen umschalten.

Beispiel Beispiel

Wenn beispielsweise ein Aufbereitungsserver wegen Wartungsarbeiten deaktiviert ist, können Sie alle seine Geräte einem anderen Server zuordnen, indem Sie einfach in der Definition des logischen Aufbereitungsservers die Abbildung ändern. Wenn der ursprüngliche Server wieder aktiv ist, können Sie alte Zuordnung wiederherstellen.

Das Wechseln von Aufbereitungsservern kann auch automatisch erfolgen. Dazu muss in der Aufbereitungsserverdefinition ein Alternativserver angegeben werden.

Ende des Beispiels.
  • Verteilen der Ausgabelast: Sie können die Ausgabeverarbeitungslast eines Aufbereitungsservers auf seine Alternativserver verteilen.

    Dazu muss ein Alternativserver angegeben und die Option Lastausgleich erlauben markiert sein.

  • Transportieren der Drucklandschaft zwischen Systemen: Logische Server können im Gegensatz zu realen Servern in verschiedenen SAP-Systemen gleich heißen. Sie können daher mit Hilfe von logischen Servern eine einheitliche SAP-Druckarchitektur definieren und diese dann in alle Ihre Systeme transportieren.

    Eine solche Ausgabelandschaft - Gerätedefinitionen und Serverdefinitionen - kann komplett von einem SAP-System zum anderen transportiert werden. Nach dem Transport müssen nur die realen Aufbereitungsserver eingetragen werden, die in den jeweiligen Systemen vorhanden sind.