HintergrundInformationsfluss vom Druckdokument zum Ausdruck

 

In der folgenden Abbildung wird gezeigt, wie ein Dokument für den Druck aufbereitet wird.

Während andere Spool-Systeme nur Druckaufträge kennen, die direkt an den Drucker gehen, unterscheidet das SAP-Spool-System zwischen Spool-Aufträgen und Ausgabeaufträgen. Daher läuft der Druckprozess im SAP-Spool-System in zwei Schritten ab:

  1. Wenn Sie ein Dokument zum Drucken freigeben, d. h. eine Druckoption gewählt haben, wird zunächst ein Spool-Auftrag erzeugt. Bei der Erstellung des Spool-Auftrags werden folgende Druckdaten unterschieden und an verschiedenen Stellen gespeichert:

    • Spool-Auftragsdaten

      Dies sind die administrativen Informationen zum Auftrag wie z. B. Erstellungsdatum, Name des Erstellers und das Ausgabegerät. Diese Daten werden in der SAP-Spool-Datenbank gespeichert.

    • Spool-Daten

      Dies sind die Daten, die ausgedruckt werden, d. h. der Inhalt des zu druckenden Dokuments. Diese Daten werden in einer speziellen Datenablage für temporäre sequentielle Daten (TemSe) abgelegt.

  2. Erst wenn das Dokument an das Ausgabegerät geschickt wird, werden die administrativen Daten und die zu druckenden Daten zusammengefügt und ein Ausgabeauftrag erzeugt.

    Dabei werden die geräteunabhängigen Druckdaten aus dem Spool-Auftrag in die Druckersprache umgewandelt, die das gewählte Ausgabegerät versteht (z. B. POSTSCRIPT, PCL-5).

Durch die Unterscheidung zwischen Spool-Aufträgen und Ausgabeaufträgen können Druckdaten temporär gespeichert werden, ohne dass eine Ausgabe erforderlich ist. Dadurch haben Sie folgende Möglichkeiten:

  • sofort drucken (Spool- und Ausgabeauftrag werden beide sofort erzeugt)

  • erst einen Spool-Auftrag erzeugen und diesen dann später ausdrucken

In der unten stehenden Abbildung sehen Sie zusammenfassend, wie Sie Daten ausgeben können:

  • Situation a: Spool- und Ausgabeauftrag werden gleichzeitig erstellt (Sofortdruck). Dazu muss die Druckoption Sofort ausgeben bei den Druckeigenschaften aktiviert sein.

  • Situation b: Zum Spool-Auftrag wird ein Ausgabeauftrag erstellt, der auf einem Gerät ausgegeben werden soll. Zu einem späteren Zeitpunkt erstellt der Benutzer zwei weitere Ausgabeaufträge zum gleichen Spool-Auftrag, die z. B. auf anderen Geräten ausgegeben werden.

  • Situation c: Es wird nur ein Spool-Auftrag und kein Ausgabeauftrag erzeugt. So können Sie einen Spool-Auftrag zu einem späteren Zeitpunkt ausdrucken, ohne dass Druckdaten neu erzeugt werden müssen.

Spool- und Ausgabeaufträge verwalten Sie mit der Ausgabesteuerung (Transaktion SP01).

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