Gerätetypen für SAP-Ausgabegeräte (Detailinformationen)
Der Gerätetyp bezeichnet die Art des anzusprechenden Druckers. Wenn Sie ein Ausgabegerät definieren, wählen Sie den Namen des Gerätetyps, der im SAP-System für Ihr Druckermodell definiert wurde, z. B. Post2 für einen PostScript-Drucker. Beim Frontend-Druck unter Windows kann auch der generische (geräteunabhängige) Gerätetyp SWIN verwendet werden.
Über die Informationen im Gerätetyp wird ein Dokument von der internen SAP-Zeichendarstellung (Spool-Auftrag in OTF- oder Textformat) in einen gerätespezifischen, druckfertigen Datenstrom (Ausgabeauftrag) umgewandelt. Da ein Gerätetyp Attribute angibt, die auf alle Geräte eines bestimmten Modells zutreffen, kann er von mehreren Gerätedefinitionen verwendet werden. Beispielsweise verwenden alle mit Druckern vom Typ Hewlett-Packard LaserJet IIID kompatiblen Geräte im SAP-Spool-System den Gerätetyp HPLJIIID.
Der Gerätetyp ist nicht zu verwechseln mit dem Druckertreiber. Der Gerätetyp ist die Summe aller Eigenschaften eines Ausgabegeräts, die dem SAP-System zur korrekten Ansteuerung des Ausgabegeräts bekannt gemacht werden müssen, wie z. B. Steuerkommandos zur Schriftwahl, Seitengröße, Zeichensatzauswahl usw. Zu diesen Eigenschaften gehört auch der von SAPscript/Smart Forms (dem SAP-Formularprozessor) für diesen Drucker zu verwendende Druckertreiber. Welcher SAPscript-Druckertreiber bei Geräten dieses Typs für die Ausgabeaufbereitung zu verwenden ist, ist demnach nur ein Attribut, das der Gerätetyp angibt.
In den meisten Fällen stellt Ihr SAP-System bereits den entsprechenden Gerätetyp für das Druckermodell zur Verfügung, das Sie verwenden möchten.
Diese Standardgerätetypen sind vollständig definiert und erfordern vor dem Einsatz in den Gerätedefinitionen keine Änderungen oder Erweiterungen.
Auf dem Bearbeitungsschirm für Ausgabegeräte finden Sie auf der Registerkarte Geräte-Attribute
neben dem Eingabefeld Gerätetyp
einen Druckknopf
, über den Sie die Funktion 'Gerätetypauswahl' aufrufen können. Diese Funktion unterstützt Sie bei der Auswahl des passenden Gerätetyps für Ihr Ausgabegerät. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Gerätetypauswahl.
Sie können auch fehlende Gerätetypen vom Server sapserv herunterladen. Im SAP Service Marketplace finden Sie im Hinweis 8928 eine aktuelle Liste unterstützter Drucker.
Die meisten Drucker können über ein generisches Format, z. B. PostScript angesteuert werden. Sie können in einen Modus umgeschaltet werden, der mit einem der Standarddrucker kompatibel ist, für die ein SAP-Gerätetyp verfügbar ist. In diesem Fall wird ein unterstütztes Modell emuliert.
Fast alle Drucker werden mit Windows-Druckertreiber ausgeliefert. Diese Drucker können mit dem generischen (geräteunabhängigen) Gerätetyp SWIN angesteuert werden. Die Verarbeitung der Druckdaten erfolgt dann durch das Windows-Spool-System.
Falls weder vorgegebene Gerätetypen verfügbar sind, noch generische Gerätetypen verwendet werden können, müssen Sie einen eigenen Gerätetyp erstellen bzw. die Kopie eines vorhandenen Gerätetyps bearbeiten. Dies empfiehlt sich nur für Spezialisten im SAP-Spool-System und dem Druckertreiber-Code. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Definition eines neuen Gerätetyps.
Ein Gerätetyp zeichnet sich durch die im Folgenden aufgeführten Attribute aus. Wenn Sie einen Gerätetyp ändern oder neu erstellen, müssen diese Attribute zumindest teilweise geändert werden.
Zeichensatz
: Ein Zeichensatz gibt den Code an, mit dem die Zeichen im druckfertigen Ausgabestrom (Ausgabeauftrag) dargestellt werden müssen. Dieser Code ersetzt den generischen SAP-Zeichensatz, der intern vom SAP-Spool-System verwendet wird (Spool-Auftrag).
Druckertreiber
: Für den Druck von SAPscript-Dokumenten sowie von ABAP-Listen kann jeweils ein anderer Druckertreiber angegeben werden.
Print-Controls
: Print Controls stellen Druckeroperationen dar, wie z. B. Fettdruck oder Änderung der Schriftgröße. Während der Erstellung des Ausgabeauftrags aus einem Spool-Auftrag werden diese Print Controls durch druckerspezifische Befehl ersetzt.
Aufbereitungen
: Aufbereitungen geben das vom SAP-System unterstützte Format an. Dabei wird zwischen SAPScript-Aufbereitungen (DINA4 und LETTER) und ABAP-Listenaufbereitungen (X_65_132 = 65 Zeilen/132 Spalten) unterschieden. Zusätzlich gibt es noch ein
Sonderformat für zusätzliche Druckoptionen (Format POSS). Weitere Informationen zum Format POSS finden Sie im Abschnitt Druckoptionen.
Seitenformat
: Ein Seitenformat ist die Schnittstelle zwischen einer Aufbereitung und SAPScript. Es gibt die Papiermaße an, anhand deren SAPScript die Zeilen- und Seitenlänge bestimmen kann.
Aktionen
: Aktionen sind ausgabegerätspezifische Befehle, die zur Implementierung einer Aufbereitung notwendig sind. Die Aktion Druckerinitialisierung
zum Beispiel kann einen Druckerbefehl enthalten, mit dem die Zeilenanzahl
auf den Seiten festgelegt wird. Für jede von einem Gerätetyp unterstützte Aufbereitung gibt es einen Satz von Aktionen.