FunktionsdokumentationDrucken von Interactive Forms

 

Sie können aus der Ausgabesteuerung (Transaktion SP01) eines SAP-Systems heraus Formulare drucken, die Sie zuvor mit der auf PDF basierenden Formularlösung SAP Interactive Forms by Adobe erstellt haben.

Integration

Sie können ein Formular in der neuen PDF-basierten Formularlösung erstellen, die in die ABAP Workbench (SE80) und in das SAP NetWeaver Developer Studio integriert ist.

Zum technischen Hintergrund: Zu druckende Formulare werden im XML-Format an die Adobe-Dokument-Services gesendet, die dafür sogenannte Parts zurückliefern. Ein Part besteht immer aus einer PDF-Datei und einer Druckdatei (Postscript, PCL oder ZPL), die ins Global Directory gestellt werden.

Sie können entscheiden, ob in der Ausgabesteuerung (Transaktion SP01) sofort die Dokumente eines Spool-Auftrags als PDF angezeigt werden oder ob zuerst die Part-Liste angezeigt wird und die PDF-Anzeige erst nach Doppelklick auf einen Part geöffnet wird ( siehe Interactive Forms anzeigen und ausgeben). Im Gegensatz zur Anzeige in der Ausgabesteuerung bietet der Report RSPO0020 eine technische Sicht für Administratoren. Der Report zeigt auch die zugehörigen PDF- und Druckdateien an und dient zur Fehleranalyse beim Drucken von Interactive Forms.

Die XDC-Datei ist die Druckerbeschreibung im XML-Format, die die Adobe Document Services benötigen, um ihre Druckdateien zu erstellen. PDF-Dokumente können nur auf Druckern ausgedruckt werden, für deren SAP-Gerätetyp eine XDC-Datei auf dem Adobe Document Server vorhanden ist. Mit dem Verwaltungsreport für XDC-Dateien RSPO0022 können Sie für SAP-Gerätetypen das Mapping zu den XDC-Dateien auf dem Adobe Document Server verwalten.

Voraussetzungen

Wenn Sie die Druckdatei über die SAP-Funktionen ausgeben, müssen Sie

  • ohne Installation des Zusatzprogramm SAPPDFPRINT über einen PCL-, Postscript- oder ZPL-Drucker verfügen, da ohne Zusatzinstallation bisher nur für diese Druckerarten Druckdateien aus den Interactive Forms erstellt werden können. Sie können keinen Drucker mit dem Gerätetyp SAPWIN/SWIN verwenden.

  • mit Installation des Zusatzprogramm SAPPDFPRINT entweder über einen Windows-Druckserver mit SAPSPRINT 7.20 oder SAP GUI 7.20 für Frontend-Druck verfügen. Dieses Zusatzprogramm ermöglicht es, ähnlich wie die bei SAPWIN-basierten Gerätetypen, beliebige Drucker anzusprechen. Weitere Information hierzu finden Sie unter SAPPDFPRINT-Service (Übersicht).

Funktionsumfang

Für den Druck der PDF-basierten Formulare wurde die Ausgabesteuerung (Transaktion SP01) erweitert. In der Liste der Spool-Aufträge sind die PDF-basierten Dokumente durch ein PDF-Symbol gekennzeichnet. Durch Auswahl eines Eintrags der Spool-Auftragsliste, gibt es je nach Voreinstellung folgende Anzeigemöglichkeiten:

  1. Im Standard wird das erste PDF-Dokument des Spool-Auftrags in einer PDF-Anzeige geöffnet. Die Anwender können entweder die Nummer eines Dokuments eingeben und direkt in dieses Dokument springen oder über die Pfeiltasten je nach Größe des Spool-Auftrags in Einzel-, Zehner-, Hunderter-, Tausender- oder Zehntausenderschritten durch die im Spool-Auftrag enthaltenen Dokumente vor und zurück blättern.

    Das jeweils aktuell angezeigte Dokument kann über die Druckfunktionen des PDF-Plugins gedruckt werden. Dabei wird die Datei lokal auf Ihrem Windows-Drucker ausgegeben und kein Ausgabeauftrag im SAP-System erzeugt. Vorteil der Standardanzeige ist, dass der Anwender sofort in die übersichtliche PDF-Anzeige des Spool-Auftragsdokuments springt. Allerdings kann auf diese Weise nicht dokumentübergreifend gedruckt werden.

  2. Die in Punkt 1 beschriebenen Standardeinstellungen können Sie so ändern, dass zunächst die Part-Liste des Spool-Auftrags angezeigt wird, wobei ein Part einem Druckdokument entspricht. Ein Spool-Auftrag enthält mehrere Parts, wenn beim Drucken die Anfügefunktion verwendet wurde und mehrere Dokumente einem Spool-Auftrag zugeordnet wurden. In der Part-Liste sehen Sie die einzelnen Parts eines Spool-Auftrags zusammen mit der Größe, Erstellungszeit sowie die Anzahl der Seiten. Die Part-Listenanzeige hat den Vorteil, dass die Anwender eine beliebige zusammenhängende Anzahl Parts auswählen (z. B. Parts 4-6) und ausdrucken können. Aus der Part-Liste können die Anwender dann durch Doppelklick auf einen Part in die PDF-Anzeige abspringen.

    Damit erst die Part-Liste angezeigt wird, müssen Sie in der Transaktion SE38 den Report RSPO0021 mit folgenden Einstellungen ausführen:

    • Name der Spool-Option: SHOW_PART_LIST

    • Die Option Eintrag aktivieren muss ausgewählt sein.

    Um die Anzeige zu deaktivieren, wählen Sie analog Eintrag deaktivieren aus.