HintergrundBeschreibung aller SAPscript-Print-Controls

 

Die SAPscript-Treiber verwenden die folgenden Print-Controls:

Name

Bedeutung

S0001 - S9999

Wählt den für eine SAPscript-Druckerschriftart erforderlichen Zeichensatz. <nnnn> ist die ID-Nummer, mit der das Spool-System den Zeichensatz identifiziert. Wird ausgegeben, wenn eine Druckerschriftart ausgewählt und der Schriftfamilie in SAPscript eine Zeichensatznummer (Codepage) zugeordnet wurde. Beispiel: Schriftfamilie OCRA, Codepage 4001. Die Anweisung wird unmittelbar vor der Print-Control SF<nnn> gesendet, die die Schriftart auswählt.

Wenn die SF<nnn>-Print-Controls sowohl den Druckerfont als auch den Zeichensatz wählen, können Sie diese Print-Controls mit leeren Steuerzeichenfolgen definieren. Das Standard-SAP-System ist auf diese Weise eingerichtet: Zeichensatzwechsel werden über die SF<nn>-Print-Controls herbeigeführt, und die Print-Controls S<nnnn> sind leer.

Sie sollten die Standard-Print-Controls S<nnnn>auf jeden Fall definieren (selbst wenn es leere Definitionen sind), da das Spool-System ansonsten in Druck-Fehlerprotokollen das Fehlen der Print-Control meldet.

SF<nnn>

Verwendung des durch die Kennung <nnn> angegebenen SAPscript-Druckerfonts. Wird bei jedem Wechsel der Schriftart gesendet. Verwenden Sie diese Print-Controls, um sowohl den erforderlichen Druckerfont als auch den Druckerzeichensatz einzustellen. Die S<nnnn>-Print-Controls können in diesem Fall leer bleiben. Dies vereinfacht die Pflege der Gerätetypen.

Die SAPscript-OTF-Treiber verwenden diese Print-Controls, um den Drucker auf die druckerspezifische Schriftart zu setzen, die der SAPscript-Schriftart entspricht.

Um eine SF<nnn>-Anweisung für SAPscript verfügbar zu machen, tragen Sie die entsprechende Schriftart über Anfang des Navigationspfads Administration Navigationsschritt CCMS Navigationsschritt Spool Navigationsschritt Fontpflege Ende des Navigationspfads in die SAPscript-Fontpflegefunktion ein.

Nichtproportionale Schriftarten: Beachten Sie, daß die Angaben zur Schrittweite in der SAPscript-Fontpflege und die tatsächlichen Einstellungen im Ausgabegerät übereinstimmen müssen. Für die Schriftart LNPRINT 85 ist beispielsweise die Schrittweite CPI 15.00 definiert. Das Ausgabegerät muß also auch auf 15 Zeichen pro Zoll eingestellt sein.

Gewöhnen Sie es sich an, die Schrittweite des Ausgabegeräts zusammen mit der Schriftart in der SF-Print-Control festzulegen.

Proportionalschriftarten: Beachten Sie, daß die Schrittweite des Ausgabegeräts zu den AFM-Metrikdaten (Adobe Font Metrics) passen muß, die in der SAPscript-Definition der verwendeten Schriftart angegeben sind. Proportionale Schriftarten werden nur von den SAPscript-Treibern HPL2, PRES und POST unterstützt.

Durch eine Testausgabe können Sie überprüfen, ob die Schrittweite des Ausgabegeräts mit den AFM-Metrikdaten kompatibel ist. Die Schrittweite in der Ausgabe sollte gleichmäßig und weder zu breit noch zu eng sein.

OCR-A- und OCR-B-Schriftarten: SAP pflegt SF-Print-Controls zum Wechsel in den OCR-Druck für die in dem folgenden Thema aufgeführten Gerätetypen: Druckertypen mit vordefinierter OCR-Unterstützung.

SBP<nn>

Barcode-Präfix - Escape-Folge, die gesendet werden muß, bevor Barcodes in einem SAPscript-Formular gedruckt werden können.

<nn> ist eine beliebige Nummer zur Unterscheidung zwischen verschiedenen Arten von Barcodes.

Dieser Barcode wird für alle SAP-Standardgerätetypen gepflegt, die das Drucken von Barcodes unterstützen. Eine Liste der vordefinierten Barcodes finden Sie unter Vordefinierte Barcodes.

Hinweis Hinweis

Der Druckertreiber PRES schließt die durch die Escape-Folgen SBP und SBS gekennzeichneten Daten in Hochkommata ein.

Der Druckertreiber POST schließt die durch die Escape-Folgen SBP und SBS gekennzeichneten Daten in Klammern ein. Dadurch werden die Daten als PostScript-Konstante gekennzeichnet.

Die anderen Druckertreiber übergeben die Barcodedaten ohne Modifikation an den Drucker. Wenn für Barcodedaten Hochkommata oder andere Markierungen erforderlich sind, müssen diese als Teil der SBP- und SBS-Print-Controlsdefinitionen eingegeben werden.

Ende des Hinweises

SBS<nn>

Barcode-Suffix-Escape-Folge, die nach dem Druck von Barcodes gesendet werden muß.

<nn> ist eine beliebige Nummer zur Unterscheidung zwischen verschiedenen Arten von Barcodes.

Dieser Barcode wird für alle SAP-Standardgerätetypen gepflegt, die das Drucken von Barcodes unterstützen. Eine Liste der vordefinierten Barcodes finden Sie unter Vordefinierte Barcodes.

Print-Controls für Duplexmodus-

SPMSI

Aktivierung des Simplexdrucks (nur Vorderseite des Papiers wird bedruckt) mit der aktuellen Seite. War vorher ein anderer Modus aktiv, wird der Drucker mit dem Start der Seite in den Simplexmodus geschaltet und bleibt dann in diesem Modus.

SPMDU

Aktivierung des Duplexdrucks (beide Seiten des Papiers werden bedruckt). Die aktuelle Seite wird auf der ersten Papierseite im Duplexmodus ausgegeben. War vorher ein anderer Modus aktiv, wird der Drucker mit dem Start der Seite in den Duplexmodus geschaltet. Der Duplexmodus bleibt auch weiterhin aktiv.

SPMTU

Aktivierung des invertierten Duplexdrucks (beide Seiten des Papiers werden bedruckt, auf der zweiten Seite ist die Ausrichtung invertiert). Die aktuelle Seite wird auf der ersten Papierseite im invertierten Duplexmodus ausgegeben. Der invertierte Duplexmodus bleibt danach aktiv. Die Ausgabe auf der zweiten Blattseite ist immer invertiert, so daß die Fußzeile der zweiten Seite und die Kopfzeile der ersten Seite sich gegenüber stehen.

SPMFS

Druck auf der ersten Blattseite im Duplex- oder invertierten Duplexmodus. Definieren Sie diese Print-Control für PostScript mit einer leeren Steuerzeichenfolge.

SPMBS

Druck auf der zweiten Blattseite im Duplex- oder invertierten Duplexmodus. Definieren Sie diese Print-Control für PostScript mit einer leeren Steuerzeichenfolge.

SPORT

Umschalten auf Hochformat am Seitenbeginn.

Diese Anweisung wird jeweils am Anfang einer Seite gesendet, die im Hochformat ausgegeben wird.

Sie brauchen diese Print-Control nur für Drucker zu pflegen, die auf ein anderes Format umschalten können (Seitendrucker). Wenn die Print-Control nicht benötigt wird (für Drucker, die Querformat nicht unterstützen, oder für auf Endlospapier druckende Zeilendrucker), können Sie sie mit einer leeren Steuerzeichenfolge definieren.

SLAND

Umschalten auf Querformat am Seitenbeginn.

Diese Anweisung wird jeweils am Anfang einer Seite gesendet, die im Querformat ausgegeben wird.

Sie brauchen diese Print-Control nur für Drucker zu pflegen, die auf ein anderes Format umschalten können (Seitendrucker). Wenn die Print-Control nicht benötigt wird (für Drucker, die Querformat nicht unterstützen, oder für auf Endlospapier druckende Zeilendrucker), können Sie sie mit einer leeren Steuerzeichenfolge definieren.

SLINE

Zeilenendebefehl; wird am Ende aller Zeilen gesendet, nicht jedoch bei der letzten Zeile auf einer Seite.

Normalerweise auf CARRIAGE RETURN, LINEFEED (Wagenrücklauf, Zeilenvorschub) eingestellt (Hexadezimalwert $0D $0A).

Sie können diese Print-Control mit einer leeren Steuerzeichenfolge definieren und statt dessen in die Aktion Ende einer Zeile in den Gerätetypaufbereitungen CR LF eingeben. Am Ende jeder Ausgabezeile werden sowohl SLINE als auch Ende einer Zeile ausgegeben.

SPAGE

Seitenendebefehl; wird am Ende der letzten Zeile einer Seite gesendet.

Normalerweise auf CARRIAGE RETURN, FORMFEED (Wagenrücklauf, Seitenvorschub) eingestellt (Hexadezimalwert $0D $0C).

Sie können diese Print-Control mit einer leeren Steuerzeichenfolge definieren und statt dessen in die Aktion Ende einer Seite in den Gerätetypaufbereitungen CR FF eingeben. Am Ende jeder Seite werden sowohl SPAGE als auch Ende einer Seite ausgegeben.

SUL<<

Aktiviert Unterstreichen.

SUL>>

Deaktiviert Unterstreichen.

SUP<<

Aktiviert Hochstellen.

SUP>>

Deaktiviert Hochstellen.

SUB<<

Aktiviert Tiefstellen.

SUB>>

Deaktiviert Tiefstellen.

SL<ab.c>

Einstellung des Zeilenvorschubs auf AB.C Zeilen pro Zoll. Beachten Sie, daß SAPscript keine LI-Print-Controls verwendet.

Die Zeilenvorschübe werden mit drei Ziffern angegeben. Die letzte Ziffer wird als erste Dezimalstelle gelesen. Beispielsweise wird ein Vorschub von sechs Zeilen pro Zoll durch die Print-Control SL060 dargestellt. Das System liest den Wert als “6,0”.

Achten Sie darauf, daß SL060 definiert ist, da alle SAPscript-Formulare diese Einstellung verwenden. Geben Sie andere Werte nur an, wenn sie von einem Ausgabegerät auch unterstützt werden. SL080 und SL040 werden beispielsweise häufig unterstützt.

SC<ab.c>

Einstellung der Schrittweite auf AB.C Zeichen pro Zoll. Beachten Sie, daß SAPscript keine CI-Print-Controls verwendet.

Die Schrittweite wird mit drei Ziffern angegeben. Die letzte Ziffer wird als erste Dezimalstelle gelesen. Beispielsweise wird eine Schrittweite von 10,0 Zeichen pro Zoll durch die Print-Control SC100 dargestellt. Das System liest diesen Wert als “10,0”.

Achten Sie darauf, daß SC100 definiert ist, da alle SAPscript-Formulare diese Schrittweite verwenden. Geben Sie andere Schrittweiten nur an, wenn sie von einem Ausgabegerät auch unterstützt werden. SC120 und SC150 werden beispielsweise häufig unterstützt.

Print-Controls für die Schachtwahl

Diese Print-Controls sollten bei einem neuen Gerätetyp alle definiert werden, da die SAPscript-OTF-Treiber jede davon aufrufen können. Fehlt eine der Print-Controls, gibt der Treiber im Ausgabeauftragsprotokoll eine Fehlermeldung aus. Definieren Sie die von Ihrem Drucker nicht unterstützten TRY-Print-Controls mit einer leeren Steuerzeichenfolge. Sie werden dann ignoriert.

TRY01, TRY02, TRY03...

Aktivierung eines bestimmten Papierfachs.

TRYEN

Druck eines Umschlags.

TRYME

Aktivierung des manuellen Umschlageinzugs.

TRYMN

Aktivierung des manuellen Papiereinzugs.

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