Dokumentation zur VorgehensweiseAufbereitungsaktionen bearbeiten

 

Achtung Achtung

Bei Gerätetypen, die für die Aufbereitung von Listen einen der Treiber HPL2, POST, PRES oder SWIN nutzen, findet die Aufbereitung nicht in den Aktionen statt sondern wird von den Treibern übernommen. Sie können Attribute der Aufbereitungen bearbeiten und müssen nicht mehr Steuersequenzen in die einzelnen Aktionen eingeben. Lesen Sie dazu Gerätetypaufbereitungen bearbeiten.

Ende der Warnung.

Vorgehensweise

Im folgenden lesen Sie, wie Sie Aktionen von Aufbereitungen bearbeiten, die keinen der Listendrucktreiber verwenden:

  • Beispielgerätetypaufbereitungen: Sie können die Gerätetypaufbereitungen X_65_80 (Listenausgabe) und DINA4 (SAPscript) als Vorlage für Ihre eigenen Gerätetypaufbereitungen verwenden. Wenn Sie einem vorhandenen Gerätetyp eine neue Aufbereitung hinzufügen, können Ihnen diese Gerätetypaufbereitungen dabei helfen zu bestimmen, welche Aktionen und Befehle die neue Gerätetypaufbereitung enthalten sollte.

  • Welche Aktionen sind erforderlich? Nur die im folgenden aufgeführten Aktionen werden vom SAP-System verwendet. Alle anderen Aktionen sind für den zukünftigen Gebrauch bestimmt und können daher leer bleiben.

Von SAP verwendete Gerätetypaufbereitungsaktionen

Aktion

Verwendung und Hinweise

Titelseite

Wird als erstes Element in den Ausgabedatenstrom eingefügt, also vor der Aktion Druckerinitialisierung.

Verwendung: Druckt am Anfang eines Ausgabeauftrags ein Identifikationsblatt.

Hinweis Hinweis

  • Die Aktion Titelseite wird nur gesendet, wenn sie im Standard (pro Drucker in der Ausgabegerät-Definition) oder vom Benutzer auf dem Druckauswahlbild aktiviert wird.

  • Im Standard wird die Aktion Titelseite der Aufbereitung X_PAPER verwendet. SAP-Standardgelätetypen definieren nur die Titelseite X_PAPER. Sie können den Standard für bestimmte Aufbereitungen ersetzen, indem Sie die Aktion Titelseite für die Aufbereitung definieren.

Ende des Hinweises

Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Titelseiten für Ausgabeaufträge pflegen.

Drucker- Initialisierung

Wird am Anfang eines Ausgabeauftrags gesendet, nachdem die Titelseitenaktion (sofern vorhanden) an den Drucker gesendet wurde.

Verwendung: Konfiguriert den Drucker entsprechend den Anfordungen der Aufbereitung eines Ausgabeauftrags.

Hinweis Hinweis

  • Bei Listenaufbereitungen übernehmen Sie die erforderlichen Druckerbefehle aus der Gerätetypaufbereitung X_65_80 eines ähnlichen Gerätetyps. Druckerinitialisierungen geben häufig den Zeichensatz, die Seitenlänge, den Zeilenvorschub, den Zeichenabstand und die Schriftart an. Die Druckerinitialisierungen variieren jedoch stark für die verschiedenen Gerätetypen.

  • Bei SAPscript-Aufbereitungen übernehmen Sie die erforderlichen Druckerbefehle aus der Gerätetypaufbereitung DINA4 eines ähnlichen Gerätetyps. Druckerinitialisierungen geben häufig die Druckeremulation und den Zeichensatz an. Schriftart, Schrittweite, Zeilenvorschub und Papierart brauchen Sie nicht anzugeben. Die SAPscript-Druckertreiber nehmen diese Einstellungen über die Print-Controls selbst vor. Die Druckerinitialisierungen variieren jedoch stark für die verschiedenen Gerätetypen und OTF-Treiber.

Ende des Hinweises

Rücksetzen nach Ende

Wird am Ende eines Druckauftrags gesendet.

Verwendung: Setzt einen Drucker auf einen bestimmten Zustand, beispielsweise eine bestimmte Emulation, zurück.

Hinweis Hinweis

  • Wenn Sie den Drucker nicht zurücksetzen wollen, sollten Sie die Aktion nicht definieren oder ein Kommentarzeichen eingeben.

  • Stellen Sie sicher, daß die eingegebenen Escape-Folgen keinen Zeilenvorschub zur Folge haben oder die Druckposition auf andere Weise ändern, da ansonsten der folgende Druckauftrag u.U. nicht ordnungsgemäß gedruckt wird.

  • Bei SWIN und damit verwandten Gerätetypen fügen Sie hier ein # (keine Operation) ein.

Ende des Hinweises

Ende einer Seite

Wird am Ende jeder Seite eines Ausgabeauftrags gesendet.

Verwendung: Beim Drucken von Listen zur Erzeugung eines Seitenvorschubs (neue Seite) verwendet.

Eine Übersicht zu den Anforderungen für die Seiten- und Zeilenendeaktionen finden Sie in der untenstehenden Tabelle.

Ende einer Zeile

Wird am Ende jeder Zeile eines Ausgabeauftrags gesendet.

Verwendung: Wird für Listen- sowie für den Großteil der SAPscript-Ausgabe verwendet, um eine neue Zeile zu erzeugen (Wagenrücklauf und Zeilenvorschub).

Eine Übersicht zu den Anforderungen für die Seiten- und Zeilenendeaktionen finden Sie in der folgenden Tabelle.

Anfang einer Seite

Wird am Anfang jeder Seite eines Ausgabeauftrags gesendet.

Die Aktion ist nur in den POSTSCPT-Listenaufbereitungen definiert. In allen anderen Aufbereitungen für SAP-Standardgerätetypen ist die Aktion leer und hat daher keinen Einfluß auf die Ausgabe. Die Aktion wird im Standard in den Ausgabestrom eingefügt, so daß Sie sie bei Bedarf benutzen können.

Anfang einer Zeile

Wird am Anfang jeder Textzeile eines Ausgabeauftrags gesendet.

Die Aktion ist nur in den POSTSCPT-Listenaufbereitungen definiert. In allen anderen Aufbereitungen für SAP-Standardgerätetypen ist die Aktion leer und hat daher keinen Einfluß auf die Ausgabe. Die Aktion wird im Standard in den Ausgabestrom eingefügt, so daß Sie sie bei Bedarf benutzen können.

  • Seitenende- und Zeilenendeaktionen: Benötigte Definitionen

    Art der Aufbereitung

    Definition des Zeilenendes

    Definition des Seitenendes

    X_*-Aufbereitungen für Listenausgabe

    \r\n

    \r\f

    SAPscript-Treiber STN2

    # (Kommentar, Nulloperation)

    # (Kommentar, Nulloperation)

    SAPscript-Treiber HPL2

    \r\n

    # (Kommentar, Nulloperation)

    SAPscript-Treiber PRES

    \r\n

    # (Kommentar, Nulloperation)

    SAPscript-Treiber POST

    \n

    # (Kommentar, Nulloperation)

    SWIN-Treiber für das Drucken unter Windows

    \n

    \f

  • Angaben zum Zeilenabstand und der Seitenlänge für Zeilendrucker: Die SAP-Standard-Druckerinitialisierungsaktionen für Zeilendrucker (Drucker, die den SAPscript-Treiber STN2 verwenden) geben einen Zeilenabstand (Zeilen pro Zoll) und eine Seitenlänge (Zeilen pro Seite) an.

    Diese Angaben wählen keine bestimmte Papiergröße am Drucker, sondern teilen dem Drucker mit, wo in der Ausgabe ein Seitenumbruch eingefügt werden soll.

    In der folgenen Tabelle werden der Zeilenabstand und die Seitenlänge für SAP-Standardaufbereitungen aufgeführt.

  • Zeilendruckerangaben

    Aufbereitung

    Erforderliche Werte in den Druckerinitialisierungsaktionen

    DINA3

    Zeilenabstand: 6 Zeilen pro Zoll (LPI)

    Seitenlänge: 140 Zeilen

    Hinweis: Für die meisten Gerätetypen nicht vordefiniert.

    DINA4

    Zeilenabstand: 6 LPI

    Seitenlänge: 70 Zeilen

    DINA5

    Zeilenabstand: 6 LPI

    Seitenlänge: 50 Zeilen

    EXECUTIV

    Zeilenabstand: 6 LPI

    Seitenlänge: 72 Zeilen

    LETTER

    Zeilenabstand: 6 LPI

    Seitenlänge: 66 Zeilen

    LEGAL

    Zeilenabstand: 6 LPI

    Seitenlänge: 72 Zeilen

    INCH4

    Zeilenabstand: 6 LPI

    Seitenlänge: 25 Zeilen

    INCH4C

    Zeilenabstand: 6 LPI

    Seitenlänge: 24 Zeilen

    INCH6

    Zeilenabstand: 6 LPI

    Seitenlänge: 36 Zeilen

    INCH7

    Zeilenabstand: 6 LPI

    Seitenlänge: 42 Zeilen

    INCH8

    Zeilenabstand: 6 LPI

    Seitenlänge: 48 Zeilen

    INCH11

    Zeilenabstand: 6 LPI

    Seitenlänge: 66 Zeilen

    INCH12

    Zeilenabstand: 6 LPI

    Seitenlänge: 72 Zeilen

    LINE_21

    Zeilenabstand: 6 LPI

    Seitenlänge: 21 Zeilen

    LINE_22

    Zeilenabstand: 6 LPI

    Seitenlänge: 22 Zeilen

    Wenn Sie Gerätetypaufbereitungen für einen Seitendrucker definieren (SAPscript-Treiber POST, PRES, HPL2), ermitteln Sie die erforderlichen Angaben für den Zeilenabstand und die Seitenlänge anhand der entsprechenden Gerätetypaufbereitung eines ähnlichen Gerätetyps

  • Aktion Druckerinitialisierung: Stellen Sie sicher, daß die von Ihnen definierten Escape-Folgen den in der Aufbereitung und dem Seitenformat zu der Gerätetypaufbereitung gemachten Angaben zu den Seitenabmessungen und der Ausrichtung entsprechen.

    Überprüfen Sie weiterhin, daß ein in den Escape-Folgen angegebener Zeichensatz dem Zeichensatz in der Gerätetypdefinition entspricht. Der Zeichensatz muß zudem mit etwaigen Zeichensätzen kompatibel sein, die am Drucker durch SAPscript-Fontänderungen implizit gewählt werden. Das Spool-System kann nicht testen, ob die Angaben einander entsprechen. Hinweise zum Testen des Druckens finden Sie unter Ausgabegeräte testen.

  • Der Aktionseditor und Sonderzeichen bei Druckerinitialisierungen und Print-Controls: Das System verwendet den SAP-Programmeditor für die Pflege von Geräte-Escape-Folgen. Im Editor können Sie mit Sonderzeichen arbeiten, die die Eingabe von Escape-Folgen erleichtern. Diese Sonderzeichen werden in der folgenden Tabelle aufgelistet.

    Mit verschiedenen Variablen, beispielsweise $(BENUTZER) (Benutzer) und $(SPOOLID) (Spool-Nummer), können Sie Titelseiten definieren (siehe Titelseiten für Ausgabeaufträge pflegen.)

    Zeichen

    Bedeutung

    \e

    ESC (Escape). Von vielen Druckerherstellern verwendetes Symbol mit dem Hexadezimalwert 1B und dem Dezimalwert 27.

    \0x

    Kennzeichnet die folgenden zwei Zeichen als Hexadezimalzahl (ein Byte). Beispiel: 0xF0

    #

    Kennzeichnet am Anfang einer Zeile die gesamte Zeile als Kommentar. Diese Zeile wird nicht an das Ausgabegerät gesendet.

    \n

    Zeilenvorschub (Hexadezimalwert 0A)

    \r

    Wagenrücklauf (Hexadezimalwert 0D)

    \f

    Seitenvorschub (Hexadezimalwert 0C)

    \s

    Leerzeichen (wenn am Zeilenende erforderlich) (Hexadezimalwert 20)

    Hinweis Hinweis

    Zeilenumbrüche: Beachten Sie, daß die Zeilenenden im Editor nicht an das Ausgabegerät geschickt werden. Um eine neue Zeile im Ausgabestrom des Ausgabegeräts zu beginnen, müssen Sie \n oder \r\n in die Geräte-Escape-Folge eintragen.

    Ende des Hinweises
  • Standardaktionen: Wenn eine Aufbereitung keine Definition für die Titelseite enthält (in der Gerätetypaufbereitung), wird standardmäßig die Titelseite X_PAPER gedruckt.

    Das Spool-System verwendet Standardaktionen, wenn zwei andere Aktionen - Seitenende oder Zeilenende - undefiniert sind. Die Standardaktionen können zur Ausgabe von Leerzeilen oder Leerseiten in SAPscript-Druckaufträgen führen, die die Treiber STND oder STN2 verwenden.

    Sie können vermeiden, daß das Spool-System bei undefinierten Aktionen Standardaktionen verwendet, indem Sie jede dieser Aktionen in jeder Gerätetypaufbereitung mit wenigstens einer Kommentarzeile definieren. SAP hat diese Aktionen in allen SAPscript-Standardaufbereitungen definiert.

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