Dokumentation zur VorgehensweiseDrucker in IBM i mithilfe einer Einheitenbeschreibung (*DEVD) definieren

 

Sie möchten den Drucker im Betriebssystem IBM i mithilfe einer Einheitenbeschreibung ((*DEVD)) definieren.

Voraussetzungen

Der Drucker muss an das Netzwerk oder lokal an einen twinaxialen Workstation-Controller auf dem IBM-i-Server angeschlossen sein. Wenn der Drucker an das Netzwerk angeschlossen ist, muss TCP/IP konfiguriert sein, damit der Drucker vom IBM-i-Server über seine IP-Adresse oder seinen Netzwerknamen erreicht werden kann.

Vorgehensweise

  1. Je nach Druckertyp gehen Sie folgendermaßen vor:

    • Lokal angeschlossener Drucker

      Wenn der Drucker lokal an einen twinaxialen Workstation-Controller angeschlossen ist, wird automatisch eine Einheitenbeschreibung ((*DEVD)) für den Drucker angelegt, wenn der Systemwert QAUTOCFG auf 1 gesetzt ist. Dies ist der Vorschlagswert und wird auch empfohlen, wenn das SAP-System auf IBM i betrieben wird.

      Hinweis Hinweis

      Eine Ausgabewarteschlange mit demselben Namen wie die Gerätebeschreibung wird automatisch in Bibliothek QUSRSYS angelegt.

      Ende des Hinweises
    • An das Netzwerk angeschlossener Drucker

      Um eine Gerätebeschreibung für einen an das Netzwerk angeschlossenen Drucker anzulegen, geben Sie den folgenden Befehl ein:

      CRTDEVPRT DEVD(<Druckername>) DEVCLS(*LAN) TYPE(3812) MODEL(1) LANATTACH(*IP) PORT(<Port-Nummer>) FONT(11) TRANSFORM(*YES) MFRTYPMDL(<Druckertyp>) WSCST(<Bibliotheksname>/<Name>) SYSDRVPGM(<Systemtreiber>)

      • PORT(<Port-Nummer>) und SYSDRVPGM(<Systemtreiber>)

        Die Parameter PORT und SYSDRVPGM (System-Treiberprogramm) hängen von dem Drucker ab, den Sie konfigurieren. Der Port ist in der Regel 9100. Für den Parameter SYSDRVPGM können Sie einen Eintrag aus der Liste der Sonderwerte wie z.B. *HPPJLDRV auswählen.

      • TYPE(3812) und MODEL(1)

        Die Werte für die Parameter TTYPE und MODEL sind immer auf 3812 und 1 gesetzt.

      • MFRTYPMDL(<Druckertyp>)

        Der Parameter MFRTYPMDL (Hersteller, Typ und Modell) wird mit TRANSFORM(*YES) verwendet und bietet eine Vielzahl an vordefinierten Druckertreibern an. Er wird verwendet, wenn EBCDIC-basierte Spool-Daten von einer Legacy-Anwendung (Drittanwendung) an einen ASCII-basierten Drucker gesendet werden, z.B. beim Drucken der aufbereiteten Ausgabe von IBM-i-Befehlen, die die Option OUTPUT(*PRINT) anbieten. Wählen Sie einen Typ und ein Modell aus, das dem Drucker ähnlich ist, den Sie mit dieser Ausgabewarteschlange verwenden. Um die entfernte Ausgabewarteschlange für die Standardgröße des Papiers im Drucker zu konfigurieren, können Sie einen Sonderwert für den Herstellertyp und das Modell angeben, wie z.B. MFRTYPMDL(*WSCSTA4) für A4-Papier (210 x 297 mm).

      • WSCST(<Bibliotheksname>/<Name>)

        Wenn Sie MFRTYPMDL(*WSCSTA4) angeben, müssen Sie im Parameter WSCST des Befehls CRTOUTQ ein Workstation-Customizing-Objekt angeben. Um ein Workstation-Customizing-Objekt (*WSCST) anzulegen, geben Sie die folgenden Befehle ein:

        • CRTSRCPF FILE(<Bibliothek>/QTXTSRC)

        • RTVWSCST DEVTYPE(*TRANSFORM) MFRTYPMDL(<Druckertyp>) SRCMBR(<Name>) SRCFILE(<Bibliothek>/QTXTSRC)

        • CRTWSCST WSCST(<Bibliothek>/<Name>) SRCMBR(*WSCST)

        Wenn Sie für den Parameter MFRTYPMDL einen anderen Wert als *WSCST<xxx> eingeben, können Sie den Vorschlagswert auf WSCST(*NONE) lassen.

    Hinweis Hinweis

    Eine Ausgabewarteschlange mit demselben Namen wie die Gerätebeschreibung wird automatisch in Bibliothek QUSRSYS angelegt.

    Ende des Hinweises
  2. Um den Ausgabeprogrammjob für die Ausgabewarteschlange zu starten, geben Sie den folgenden Befehl ein:

    STRPRTWTR DEVD(<Druckername>)

    Hinweis Hinweis

    Für Drucker, auf die über eine Einheitenbeschreibung mit einer zugehörigen Ausgabewarteschlange zugegriffen wird, wird beim IPL automatisch ein Ausgabeprogrammjob gestartet, wenn das IPL-Attribut STRPRTWTR (Druckausgabeprogramm starten) nicht vor dem IPL explizit auf *NO gesetzt wurde.

    Ende des Hinweises

Ergebnis

Sie haben eine Gerätebeschreibung mit der zugehörigen Ausgabewarteschlange im SAP-System angelegt. Sie können jetzt das Ausgabegerät im SAP-System definieren.