Ausgabegerät für entfernten Druck auf Windows-PCs definieren
Sie möchten über Ihr SAP-System auf einem Drucker drucken, der auf einem entfernten Rechner mit dem Betriebssystem Windows definiert ist. Sie müssen dazu eine Netzwerkverbindung zum Drucker herstellen, da der SAP-Aufbereitungsserver (SAP-Spooler) und das Windows-Spool-System (Betriebssystem-Spooler) sich nicht auf demselben Rechner befinden. Um den entfernten Windows-PC-Druck einsetzen zu können, müssen Sie für das Ausgabegerät im SAP-System die passende Gerätedefinition anlegen.
SAP hat eine spezielle Methode für den entfernten Druck mit Windows-PCs entwickelt. Dabei gibt das Vermittlungsprogramm SAPSprint-Service die Ausgabeaufträge vom SAP-Aufbereitungsserver an den Windows-Spooler weiter. SAPSprint kann in allen Windows-Systemen eingesetzt werden. Bei Windows NT/2000 kann der entfernte Druck auch über den TCP/IP Print Server erfolgen.
Es empfiehlt sich jedoch die Verwendung von SAPSprint, denn der TCP/IP Print Server kann nur die bereits für den Drucker aufbereiteten, d. h. gerätespezifischen Daten direkt an Windows weitergeben ohne die Verwendung von Windows-Druckertreibern. SAPSprint dagegen kann außerdem Datenströme, die mit dem generischen, d. h. geräteunabhängigen Gerätetyp SWIN/SAPWIN erzeugt wurden, interpretieren und die entsprechenden Windows-Treiber aufrufen, die gerätespezifische Datenströme erzeugen. Sie können daher mit SAPSprint Drucker benutzen, die nicht speziell im SAP-System definiert sind, sondern geräteunabhängig angesprochen werden.
Sie müssen sicherstellen, dass Sie bereits von Ihrem PC aus Dokumente auf dem Drucker ausgeben können.
Ist dies nicht der Fall, müssen Sie den Drucker auf dem Windows-PC installieren. Einzelheiten dazu finden Sie in Ihrer Windows-NT-Dokumentation.
Hinweis
Es ist unerheblich, ob der Drucker direkt an den PC angeschlossen ist oder ob es sich um einen gemeinsam verwendeten Netzwerkdrucker handelt.
Wenn Sie mit dem generischen Gerätetyp SWIN/SAPWIN drucken möchten, müssen Sie die neueste Version des Vermittlungsprogramms SAPSprint auf Ihrem Microsoft-Windows-PC installiert haben.
Gehen Sie folgendermaßen vor, wenn Sie eine Gerätedefinition für entfernten PC-Druck anlegen möchten:
Rufen Sie die Transaktion SPAD
auf, und wählen Sie Ausgabegeräte
.
Wenn Sie sich nicht im Änderungsmodus befinden, wechseln Sie über
Ändern
in diesen Modus.
Sie haben nun die folgenden Möglichkeiten:
Sie können eine neue Gerätedefinition über erstellen.
Sie können eine bereits vorhandene Gerätedefinition als Vorlage verwenden.
Klicken Sie dazu den Eintrag des Ausgabegeräts an, das als Vorlage dienen soll, und wählen Sie .
Geben Sie den Namen des Ausgabegeräts an, und füllen Sie die Mussfelder der einzelnen Registerkarten wie folgt aus:
Feld |
Eingabe |
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|---|---|---|
Registerkarte |
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Geben Sie den Gerätetyp ein, der im SAP-System für das Druckermodell definiert ist, z. B. HPLJ4 für den HP Laser Jet 4. Für das Drucken unter Windows können Sie auch den generischen Gerätetyp SWIN benutzen. Mit SWIN können Sie jedes von Windows unterstützte Gerät ansprechen, selbst wenn der Gerätetyp nicht im SAP-System definiert ist. Im SAP Service Marketplace finden Sie im Hinweis 8928 eine Liste der bereits ausgelieferten Gerätetypen. |
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Wählen Sie den SAP-Aufbereitungsserver aus, der die Ausgabe für dieses Gerät aufbereiten soll. Weitere Informationen finden Sie unter Aufbereitungsserver. |
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Wählen Sie |
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Registerkarte |
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Wählen Sie die entsprechende Koppelart aus:
Die Daten werden mit dieser Koppelart von SAPSprint/Windows lpr an den Host-Spooler weitergeleitet. |
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Geben Sie den UNC-Namen des Druckers (Name und Netzwerkpfad) an, wie er im Windows-Spool-System definiert ist. Beispiel: \\P09330\P330 |
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Geben Sie den Netzwerknamen des Windows-PCs ein. Dies ist der PC, auf dem der SAPSprint-Service bzw. der TCP/IP Print Server gestartet wird. |
Optional: Klassifizieren Sie das Gerät. Wählen Sie dazu und anschließend die für dieses Gerät angemessene Ausgabetypklassifizierung. Die Klassifizierung von Ausgabegeräten ist zwar optional, doch bietet Sie folgenden Vorteil:
Wenn Sie auch Ihre Aufbereitungsserver klassifizieren, prüft das Spool-System, ob sich die Geräteklassifizierung und die Klassifizierung des Aufbereitungsservers entsprechen. Hierdurch wird die Einhaltung einer optimalen Ausgabekonfiguration unterstützt.
Beispiel
Wenn Sie im Begriff sind, einen Massendrucker einem zeitkritischen Produktionsserver zuzuordnen, gibt das Spool-System eine entsprechende Warnmeldung aus.
Sobald Sie Ihre neue Gerätedefinition gesichert haben, können Sie den Drucker im SAP-System verwenden.
Folgendes Beispiel zeigt die Definition eines PC-Druckers, der als Ausgabegerät für den fernen PC-Druck verwendet werden soll. Dabei wird der Drucker mit dem generischen Gerätetyp SWIN angesprochen. Der Datenstrom wird über SAPSprint weitergeleitet.
Registerkarte Geräte-Attribute

Registerkarte Hostspool-Kopplung
:

Da sich das Host-Spool-System und der Aufbereitungsserver auf unterschiedlichen Rechnern befinden, wird auf dieser Registerkarte der Name des Vermittlungsrechners (PC) angegeben, auf dem der SAPSprint läuft.