ObjektdokumentationGenerischer Gerätetyp SWIN für den Druck über Windows

 

SWIN ist ein generischer, d. h. geräteunabhängiger Gerätetyp für Windows-Drucker. Wenn Sie im SAP-System für einen Windows-Drucker eine Gerätedefinition anlegen, können Sie statt eines druckerspezifischen Gerätetyps (z. B. HPLJ4) den generischen Windows-Gerätetyp SWIN verwenden. Sie können SWIN als Gerätetyp für alle Drucker verwenden, für die im Windows-System ein Treiber installiert ist.

Mit SWIN können Sie über die Windows-Druckerunterstützung auch Ausgabegeräte verwenden, deren Gerätetyp nicht vom SAP-System unterstützt wird, d.h., für die keine Print-Controls, Aufbereitungen und Aufbereitungsaktionen vorhanden sind.

Beispiel Beispiel

Angenommen, das SAP-System enthält keine Definition für Ihren Laserdrucker Kalahari 1202. Sie haben diesen Drucker jedoch unter Windows installiert und können problemlos damit drucken. In diesem Fall müssen Sie in der SAP-Gerätedefinition Kalahari 1202 nicht als spezifischen Gerätetyp angeben. Es genügt die Eingabe von SWIN als Gerätetyp, um den Kalahari 1202 von Ihrem SAP-System aus verwenden zu können.

Ende des Beispiels.

 

In den folgenden Fällen sollten Sie SWIN in Ihrem Windows-System einsetzen:

  • Die weiter unten aufgeführten Einschränkungen, die bei der Ausgabe über SWIN auftreten, sind akzeptabel, und Sie möchten die Sonderfunktionen sowie das vereinfachte Verfahren zur Druckereinrichtung von SWIN nutzen.

  • Sie möchten SAP-Listen auf einem Farbdrucker ausgeben. SWIN bildet die vordefinierten Farbschemata für die SAP-Listenausgabe auf allen Farbdruckern nach, die von Windows unterstützt werden.

    Neben SWIN unterstützen die Gerätetypen HPLJ4000, KYOFS170 und POST2 den Farbdruck. Mit anderen Gerätetypen ist die Ausgabe in Farbe nicht möglich.

  • Sie möchten SAP-Listen im Halbtonbereich ausgeben (Graustufen mit grauer Hintergrundschattierung).

    Neben SWIN können auch die Gerätetypen HPLJ4000, KYOFS170 und POST2 SAP-Listenfarben in Graustufen umsetzen.

  • Ihr Windows-Drucker funktioniert nicht ordnungsgemäß mit seinem druckerspezifischen SAP-Gerätetyp (beispielsweise HPLJIIID).

    Angenommen, Sie verwenden für einen gemeinsam genutzten Netzwerkdrucker den druckerspezifischen SAP-Gerätetyp, und dabei treten Netzwerkprobleme oder andere Schwierigkeiten auf. In diesem Fall sollten Sie SWIN einsetzen. SWIN verwendet die Windows-API-Schnittstelle, d.h., die Kommunikation mit dem Drucker wird von Windows gesteuert.

Einschränkungen

Sie können sämtliche SAP-Ausgabearten auf einem SWIN-Drucker ausgeben (Ausgabe von Listen und SAP-Formularen). Es gelten aber folgende Einschränkungen:

  • SWIN benötigt stets SAPSprint.

  • Ausgabe über den Gerätetyp SWIN dauert in der Regel länger als über einen druckerspezifischen Gerätetyp, da die Ausgabe über die Windows-Druckertreiber erfolgt.

  • Barcodes können nur ausgegeben werden, wenn eine entsprechende .DLL-Datei (DLL = dynamic linked library) im MS Windows-System vorhanden ist. Diese Einschränkung gilt auch, wenn eine Barcode-Kassette im Drucker installiert ist, da Microsoft Windows die erforderlichen Ausgabebefehle nicht an das Ausgabegerät weitergeben kann. Weitere Informationen erhalten Sie in SAP-Hinweis 14561.

  • SWIN kann SAP-Präsentationsgrafiken nur ausgegeben, wenn das Ausgabegerät mit einem der Grafiktreiber eingerichtet wurde, die mit dem SAP-System geliefert wurden.

Integration

Sie können für jeden Drucker zwei Gerätedefinitionen erstellen, wobei Sie für eine den Gerätetyp SWIN, für die andere den druckerspezifischen Gerätetyp verwenden. Dadurch stehen Ihnen die besonderen Funktionen von beiden Gerätetypen zur Verfügung. Sie wählen anschließend einfach den Gerätetyp, dessen Funktionen Sie benötigen.